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Gewinner des Deutschen Filmpreises LOLA 2007 [ >> Bundeskulturstiftung Projekt "Arbeit in Zukunft" ] [ >> DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund]
CREDITS WORKINGMAN’S DEATH Buch und Regie: MICHAEL GLAWOGGER Hergestellt von Verleih gefördert von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG). Im Mandelbaum Verlag ist das gleichnamige Buch von Michael Glawogger erschienen "WORKINGMAN`S DEATH. Bilder und Texte zur Arbeit im 21. Jahrhundert".
BIO- / FILMOGRAFIE: 03.12.1959 geboren in Graz/Österreich FILMOGRAFIE 2006 SLUMMING / Spielfilm 2005 WORKINGMAN'S DEATH / Dokumentarfilm 2003 NACKTSCHNECKEN / Spielfilm 2002 ZUR LAGE / Essayfilm 1999 FRANKREICH, WIR KOMMEN!!! / Dokumentarfilm 1998 MEGACITIES / Dokumentarfilm
Erster österreichischer Film beim Sundance Film Festival (1999) 1996 KINO IM KOPF / Dokudrama 1995 AMEISENSTRASSE / Spielfilm 1989 KRIEG IN WIEN / Spielfilm PREISE UND FESTIVALS
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Bundesstart: 18. Mai 2006
KURZINHALT Stirbt die Arbeiterklasse aus? Verschwindet körperliche Schwerstarbeit, oder wird sie nur unsichtbar? Wo ist sie im 21. Jahrhundert noch zu finden?
Kapitel:
SYNOPSIS 1935 wird der Sowjetische Bergmann Aleksej Stachanov zum Helden der Arbeit. 102 Tonnen Kohle in einer Schicht - ein nie da gewesener Rekord. Er wird damit zum Star, zum Helden, zum Politiker, zur Legende. Eine Stadt im Donbass und eine Bewegung werden nach ihm benannt, eine riesige Statue wird errichtet. Krasni Lutsch, Ukraine. Dort, wo einst Stachanov seine Rekorde setzte, arbeiten heute Tatjana, Valodja und Vassili in einer selbst gegrabenen, nicht mehr als 40cm hohen Mine. Sie bauen Kohle für den Eigenbedarf ab und leben von der vagen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind die neuen HELDEN des Donbass. Ostjava, Indonesien. Pak Agus trägt seit dreißig Jahren Schwefel vom Krater des Berges Kawa Ijen ins Tal. Er benutzt dazu zwei mit einer Stange verbundene Körbe, auf seinen Schultern liegt eine Last von 70 bis 100 Kilo. Da der Vulkan auch ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen ist, führt ihn sein täglicher Weg vorbei an Schaulustigen, die ihn und seine Kollegen bestaunen, befragen, bewundern und fotografieren. Sie sind wie GEISTER aus einer vergangenen Zeit. Bunmi Onokoya und seine Kollegen schlachten, rösten, waschen, häuten, zerteilen, schleppen, handeln, laufen und schreien von morgens bis mittags. In dieser Zeit werden an die 350 Ziegen und fast ebenso viele Stiere vom lebenden Tier zum verkaufsfertigen Fleisch verarbeitet. Die Arbeiter in Port Harcourt, Nigeria sind stolz, laut und fröhlich. Schließlich sind sie dafür verantwortlich, dass ihre Landsleute zu essen haben. Sie sind selbstbewusst und stark wie LÖWEN. Dawa Khan ist eigentlich Bauer. Aber in seinem Dorf reichen die Erträge nicht mehr zum Leben. So arbeitet er in Gaddani, Pakistan. Er und hunderte Andere zerlegen mit mehr oder weniger bloßen Händen alte Tankschiffe, verarbeiten den Schrott aus dem Rest der Welt. Mit strengstem Gottvertrauen und im kollektiven Bewusstsein, dass sie BRÜDER im Geiste und im Leid sind, begegnen sie der täglichen Lebensgefahr von Explosionen und herabstürzenden Trümmern. Doch die ZUKUNFT findet in China statt. Im Stahlwerk von Anshan in der Provinz Liaoning glaubt man an den Aufschwung und an ein besseres Morgen. An das Moderne, an Wissen und Technik statt blinden Einsatz. An neue Hochöfen mit klingenden Namen wie „Die neue Nummer 1“ und an die eigene Identität. Von Chinesen für Chinesen. Im Ruhrgebiet, in Duisburg, ist man in der Zukunft schon angekommen. Auch dort wurden die Hochöfen längst stillgelegt, aber in der Nacht sind sie knallbunt beleuchtet. Grün, rot, blau und gelb funkelt die riesige Anlage. Darunter verschwindet der Rost. Einst ein Monument der Arbeit, heute ein Freizeitpark. Und unter Stachanovs Statue findet noch immer jeden Samstag eine Hochzeit statt.
PRESSESTIMMEN
"Der Film stellt sich sehr bewusst dem Erbe des pathetischen Industriefilms, wenn er in einer neuerlichen Weltreise Helden einer anderen Art von Schwerstarbeit sucht. ... Kongenial vertont vom Free-Jazzer John Zorn, erreicht Glawoggers Film eine Verbindung von Kunst und Dokumentarfilm wie sie einmal Avantgardisten wie Walter Ruttmann vorschwebte. Daraus wurde der totalitäre Kultur- und Denkmalfilm, ein Erbe, das Glawogger hier kunstvoll dekonstruiert." "Das Proletariat singt nicht mehr." "Frightening, stomach turning and deeply moving..." "'Workingman's Death' ist als Weiterentwicklung jener Erzählweisen zu verstehen, die Glawogger in 'Megacities' (1998) entworfen hat: als Studie des Zusammenhangs von Körper, Ökonomie und Tod, als provokante Kreuzung aus Schaulust und Aufklärung." "... a moving and important contemporary document as well as another testament to its relentlessly globetrotting director`s universal curiosity." "Besonders eindrucksvoll, wie der Dokumentarfilm "Workingman`s Death" des Österreichers Michael Glawogger in einer Reise rund um die Welt den Begriff der Arbeit reflektiert und gewissermaßen neu definiert." "Wohl sortierte Beispiele aus aller Welt schockieren mit drastischem Realismus, grandiose Kameraarbeit des genialen Wolfgang Thaler. Unvergessliche Szenen an den Grenzen des Erträglichen ... lösen beim Zuschauer fast körperliche Reaktionen aus." |