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Deutschland 2004 - 84 Min - Farbe - 35 mm

Buch | Regie | Kamera | Ton: Bettina Braun

Schnitt: Gesa Marten, Bettina Braun

Produzenten: Herbert Schwering, Christine Kiauk - ICON FILM

Redaktion: Christian Cloos - ZDF Das kleine Fernsehspiel

FESTIVALS

Eröffnungsfilm der Duisburger Filmwoche 2004
Filmfestspiele Berlin / Perspektive Deutsches Kino 2005
Filmfestival Türkei/Deutschland 2005, Nürnberg
Cologne Conference, TV & Filmfestival 2005

AUSZEICHNUNGEN

RP-Publikumspreis der Duisburger Filmwoche 2004

1. Preis als bester Dokumentarfilm beim Filmfestival Türkei / Deutschland / Nürnberg 2005

PHOENIX-Dokumentarfilmpreis 2005

Schnitt Preis 2005


WAS LEBST DU?

Kinostart: 13. Oktober 2005

 

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In ihrem Debüt-Dokumentarfilm „Was lebst du?“ begleitet Bettina Braun über zwei Jahre lang mit der Kamera eine in Köln lebende Gruppe von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft. Sie zeigt den Alltag der jungen Männer zwischen Schule und Ausbildung, traditionellem Elternhaus und westlichem Lebensstil, klischeehafter Selbstdarstellung und eigenen Träumen.

Die vier Freunde Ali, Kais, Ertan und Alban, alle zwischen 16 und 20 Jahre alt, scheinen durch Machogehabe und Sprücheklopferei gängige Vorurteile zu bestätigen. Auf den zweiten Blick jedoch durchbrechen sie diese Klischees. Selbstinszenierung und Posen fallen oder werden selbstironisch auf die Schippe genommen. Zu Tage tritt das konfliktbeladene, aber auch warmherzige und tiefgründige Wesen der Jugendlichen. Ihr Treffpunkt ist das Kölner Jugendzentrum „Klingelpütz“, wo sie bereits in früher Kindheit ein zweites Zuhause gefunden haben. Die vier jungen Männer stammen aus marokkanischen, tunesischen, türkischen und albanischen Familien. Trotz unterschiedlicher Herkunft ist ihr Zusammengehörigkeitsgefühl stärker als alle ihre Differenzen. Loyalität und gegenseitiger Respekt bestimmen den Umgang miteinander, auch wenn der Ton oft rau und direkt ist. Letztlich sind sie alle in einer ähnlichen Situation: auf der Suche nach sich selbst und nach ihrem Weg im Leben.

Bettina Braun, Absolventin der Kölner Kunsthochschule für Medien, zeigt in einer Mischung aus großer Nähe und diskreter Distanz die Entwicklung ihrer jungen Protagonisten in einem unbekannten Alltag in Deutschland. Sie begleitet die Jugendlichen auf der Schwelle zwischen dem, was sie als Kinder waren und was sie als Erwachsene sein werden.