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Crew

Regie
Michael Glawogger
Monika Willi

Buch
Michael Glawogger
Attila Boa
Monika Willi

Kamera
Attila Boa

Schnitt
Monika Willi

Musik
Wolfgang Mitterer

Deutsche Fassung gesprochen von
Birgit Minichmayr

Internationale Fassung gesprochen von
Fiona Shaw

Sound Design
Matz Müller
Erik Mischijew

Ton
Manuel Siebert

Produktionsleitung
Eva Cifrain

Co-Produzenten
Roman Paul
Gerhard Meixner

Co-Produktion
Razor Film

Produzenten
Tommy Pridnig
Peter Wirthensohn

Produktion
Lotus Film

Weltvertrieb
Autlook Filmsales

Produktion unterstützt von
Österreichisches Filminstitut ORF Film/Fernseh-Abkommen Film Fonds Wien

 


Untitled


Ein Film von Michael Glawogger & Monika Willi

Kinostart: 26.10.2017


Trailer

 

SPIELPLAN

StadtKinoTerminInfo
AachenApolloab 26.10.2017
Bad EndorfMarias Kino22.+25.10.2017DOKtour
Bad FüssingKino im Großen Kulturhaus16.11.-22.11.2017DOKtour
Bad WörishofenFilmhaus Huber16.+18.11.2017DOKtour
Berlinfskab 26.10.2017
BerlinWolf Kinoab 26.10.2017
BerlinBrotfabrikab 26.10.2017am 27.10. Monika Willi zu Gast
BerlinAcudab 26.10.2017
BerlinKlick Kinoab 26.10.2017
BerlinTilsiter Lichtspieleab 26.10.2017
BerlinLadenkinoab 26.10.2017
BraunschweigUniversum06.11.+12.11.2017
BremenCity 4624.11.-30.11.2017
DresdenKino im Dachab 26.10.2017
FrankfurtMal Seh'n02.11.-08.11.2017
FürstenfeldbruckLichtspielhaus26.11.2017DOKtour
FürthBabylon9.11. - 22.11.2017
HamburgMetropolisab 26.10.2017an 28.10. Monika Willi zu Gast
HamburgLichtmess09.11.2017
HannoverKünstlerhausab 26.10.2017
HeidelbergKarlstorkinoab 26.10.2017
ImmenstadtUnion16.+21.11.2017
KasselDokfest15.11.2017
KölnFilm Festival Cologne04.10.2017 +05.10.201705.10.2017 Monika Willi zu Gast
KölnFilmplus15.10.2017Monika Willi zu Gast
KölnFilmpaletteab 26.10.2017
LandshutKinoptikum5.+11.11.2017DOKtour
LeipzigSchaubühneab 16.10.2017
LeipzigCineding09.11.2017ab 09.11.2017
LichTraumstern15.10.2017Preview / European Art Cinema Day
MarktoberdorfFilmburg30.10.+5.11.DOKtour
MünchenWerkstattkinoab 26.10.2017
MünsterCinema15.10.2017Preview / European Art Cinema Day
MünsterCinemaab 26.10.2017
NürnbergFilmhausab 26.10.2017
PenzbergKino Pzwischen 2.-15.11.2017DOKtour
RegensburgFilmgalerie10.11.-15.11.2017
SeefeldBreitwandab 26.10.2017
StegenAlte Brauerei24.11.2017DOKtour
StraubingCitydom2.-8.11.2017DOKtour
TrostbergStadtkino2.-8.11.2017DOKtour
TübingenArsenalab 26.10.2017
TürkheimFilmhaus Huber19.+22.11.2017DOKtour
WasserburgUtopia16.11.-22.11.2017
WiesbadenCaligari01.11.+05.11.2017

 

 

SYNOPSIS

„Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition.“ (Michael Glawogger)

Mehr als zwei Jahre nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger im April 2014 realisiert Monika Willi einen Film aus jenem Material, das während der 4 Monate und 19 Tage dauernden Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika entstanden ist.
Eine Reise durch die Welt, um zuzuhören, zu beobachten und zu erleben – mit aufmerksamen Augen, mutig und offen. Serendipity ist das Konzept dieses Films – vom Dreh bis zum Schnitt.

MONIKA WILLI ÜBER UNTITLED

So, dachte ich, kann ein Film sein. Eine Bewegung, die nur selten unterbrochen
wird – und wenn, dann von einem markanten Ereignis.
Nicht warten, sondern immer weiterfahren. Denn nur in der größtmöglichen Bewegung
kommen die Geschichten auf einen zu. Nur wenn das Leben von selbst
anhält, muss man auch innehalten und solange verharren, bis man erlebt hat,
was es zu erleben gibt, und gefilmt hat, was es zu filmen gilt. (Michael Glawogger, 2013)

Am 3. Dezember 2013 brach Michael Glawogger gemeinsam mit Kameramann Attila Boa und Tonmann Manuel Siebert auf, um UNTITLED zu drehen, einen Dokumentarfilm, der Glawoggers bisher radikalstem Konzept folgen sollte. Geplant war eine Reise um die Welt, die ein Jahr dauern und durch nichts unterbrochen werden sollte. Der Film, der daraus entstand, sollte die Welt so zeigen, wie sie dem kleinen Filmteam in dieser zufälligen, maximal offenen Versuchsanordnung entgegentreten würde. Natürlich gab es eine ungefähre Reiseroute, und es gab einige vorher festgelegte Drehorte. Aber daneben und darüberhinaus gab es kein Thema, keine Handlung, keinen „roten Faden“. Glawogger wollte die Welt einfangen, wie sie war, ohne Erwartung, ohne filternde Brille.

Nach ein paar Wochen schickten sie mir erstes Material in den Schneideraum, ohne Kommentar, dafür mit großem Interesse an meiner Rezeption und ersten Rohschnitten. Stunden- und tagelang betrachtete ich menschenleere Straßen, zerschossene Häuser und verfallende Rohbauten, dann wieder pompöse Prunkpaläste, viele davon noch unfertig.
Was ist das erste Bild, wann kommt der erste Schnitt?

Relativ früh hatte Michael festgelegt, dass es in diesem Film keine talking heads, keine Interviews, keine Erklärungen und keine Untertitel geben sollte. Hingegen wurde bald klar, dass es Text geben würde, Michaels Text, der, auch das zeichnete sich nach einigen Wochen und Versuchen ab, erst nach dem Bildschnitt entstehen würde.

Die ersten Quicktime-Movies, die ich ihm schickte, verdienten es weder Rohschnitt noch Sequenz genannt zu werden. Ich nannte sie Flächen. Das gefiel uns, und so gestaltete ich Flächen, bis sie uns wieder langweilig wurden. Aber auf diese Weise schritt die Stilfindung voran, nicht nur im Schneideraum, sondern auch draußen, beim Dreh. Alles war ja neu, das Konzept bot keinen Halt, dagegen viel Raum für Zweifel.
Irgendwann wurde der Begriff Serendipity aus- und mir zugerufen, ich glaube aus Selce in Albanien, nach dem Dreh einer recht erfolglosen Vogeljagd, dafür mit weißem Pick-up samt Traumhund.

Serendipity: The discovery through chance by a theoretically prepared mind of valid findings which were not sought for. (Robert K. Merton)

Kameramann Attila Boa sagte nach seiner Rückkehr: „Serendipity, das war unsere einzige Richtlinie. Eine Mischung aus Erwartung, dass etwas kommen wird, und dem Umarmen des Zufalls, wie auch immer er eintreten möge."

Wir waren weit gekommen, begannen zu ahnen, wie es gehen könnte. Dann, im April 2014, starb Michael Glawogger innerhalb von wenigen dramatischen Tagen in Liberia an der aggressivsten Form von Malaria.

Dass mit dem bis dahin gedrehten Material etwas geschehen sollte, dass diesem Tod zum Trotz doch noch ein Film entstehen sollte, wurde, inmitten von Schock und Trauer, schon bald zu meinem großen Wunsch und dem von vielen, Freunden und Weggefährten. Gleichzeitig war die durch den Tod gerissene Leerstelle eine schwere, fast erdrückende künstlerische Last. Wer sollte entscheiden, wie sollte man ohne ihn gestalten, ordnen, schneiden? Die radikale Offenheit des Konzepts machte es nicht leichter. Jede Entscheidung, die ich traf, war eine Entscheidung ohne ihn, vielleicht gegen seine Intention.

Doch dem musste ich mich irgendwann stellen, sonst hätte es keinen Film gegeben. Lähmung und Tod hätten sonst gewonnen. Ich begab mich also ebenfalls auf die Reise, durch das Material hindurch, in die Bilder hinein. In den einundsiebzig Drehtagen am Balkan, in Italien, in Nordwest- und Westafrika waren suchende Bilder entstanden, erzählende, dokumentierende. Es gab Einstellungen von Menschen, Tieren, Landschaften und Häusern, von Dunkelheit und Feuer, von abgelegenen Paradiesen, vom prallen Leben. Ich las sie als poetische Chiffren, die Veränderung und Verwandlung zeigen.

Ich sah mir das Material immer und immer wieder an, bis sich Zusammenhänge zu zeigen schienen, Themen, Schwerpunkte, Kraftzentren. Das war ein erster Schritt, um eine Struktur für den Film zu finden. Die Suche nach Filmtext führte über einige von Michael Glawoggers Lieblingsautoren (Faulkner, William T. Vollmann) schon bald zu seinen eigenen Texten zurück, die er während der Reise als Blog für zwei Tageszeitungen geschrieben hatte. Er hatte sie ursprünglich nicht als Filmtexte gedacht, aber ihre poetische Kraft und der naturgegebene Bezug zu den gedrehten Sequenzen erwiesen sich plötzlich als einzig stimmige Textquelle.

Darüberhinaus wurde mir der Komponist Wolfgang Mitterer über die Jahre hinweg zum unentbehrlichen Partner. Er komponierte Musik zu entstandenen Filmteilen, vertonte aber auch von mir formulierte lose Ideen, die mir wiederum eine Grundlage gaben, die Bilder zu strukturieren.

So ist dieser Film entstanden, der, bei einem anderen Lauf des Schicksals, ein ganz anderer hätte sein können oder sollen. Doch es ist, wie es ist: Auf der Grundlage von Michael Glawoggers Ideen und Dreharbeiten ist nun in meiner Handschrift ein Film entstanden, der versucht, dem Konzept von Serendipity so intuitiv wie möglich zu folgen.

Ich wollte die kraftvollen und poetischen Szenen so verdichten, dass aus dem gedrehten Material ein vielgestaltiges und bildgewaltiges Porträt der Welt hervortreten konnte, ein Abgesang auf menschlichen und tierischen Alltag.

Stills


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