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Tabu Portugal/Deutschland/Brasilien/Frankreich 2012 – 111 min – s/w CAST Pilar Alte Aurora Junge Aurora Alter Ventura Junger Ventura Santa Auroras Mann Mário
CREW
Buch Kamera Schnitt Ton Mischung Kostüm Maske Szenenbild Schwarz-Weiß-Beratung Regieassistenz Produzenten Co-Produzenten Redaktion Produktionsleitung Eine Produktion von in Koproduktion mit In Zusammenarbeit mit Gefördert von entwickelt mit dem Media Programm der Europäischen Union |
TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD Ein Film von Miguel Gomes Kinostart: 20. Dezember 2012
Trailer Get the Flash Player to see this player.
Kurztext ![]() Eine temperamentvolle alte Frau, ihre kapverdische Haushältern und eine sozial engagierte Nachbarin leben im gleichen Wohnhaus in Lissabon. Als die alte Frau stirbt, erfahren die anderen beiden von einem bis dahin unbekannten Ereignis aus ihrer Vergangenheit: die Geschichte einer Liebe und eines Verbrechens im Afrika der Abenteuerfilme.
SYNOPSIS ![]() Die gläubige Rentnerin Pilar verbringt ihre Zeit damit, Gutes zu tun und anderen zu helfen. So sorgt sie auch um ihre einsame Nachbarin Aurora, eine exzentrische achtzigjährige Dame. Während sich Pilar ihrem katholischen Glauben widmet, verspielt Aurora ihr letztes Geld im Casino und verdächtigt ihre kapverdische Haushälterin Santa, sie mit Voodoo zu verhexen. Als Aurora im Sterben liegt, sucht Pilar auf ihren Wunsch hin einen gewissen Gian Luca Ventura. Sie findet ihn im Altersheim, und wie sich herausstellt, verbindet ihn mit Aurora eine Geschichte, die fünfzig Jahre zurückliegt, in der Zeit kurz vor Ausbruch des portugiesischen Kolonialkrieges. Gian Lucas Geschichte bringt eine von Liebe und Leidenschaft erfüllte Welt zum Leben, die an die Magie der goldenen Stummfilm-Ära des Hollywood-Kinos erinnert.
INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR
![]() Schnelle Fragen von Maren Ade und Ulrich Köhler, halbschnelle Antworten von Miguel Gomes Was war der Ausgangspunkt für den Film? Jemand aus meiner Familie hat viel mit der Figur der Pilar gemein, eine Tante, die nie verheiratet war, praktizierende Katholikin ist, gern ins Kino geht (sie hat mich immer mitgenommen, als ich noch klein war) und sich in zig sozialen Projekten engagiert. Sie hat mir von ihrer senilen und ein wenig paranoiden Nachbarin erzählt, die regelmäßig bei ihr auf der Matte stand und behauptete, ihre Haushälterin würde sie nachts in ihrem Zimmer einsperren und überhaupt schlecht behandeln, wofür sie aber keinerlei Beweise hatte. Ich begann, mich für diese drei Charaktere zu interessieren, drei einsame ältere Damen, die ihre Schrullen und Eigenarten haben und dabei im Grunde ganz gewöhnliche Frauen sind, die jeder von uns kennen könnte. Frauen, über die normalerweise keine Filme gemacht werden. Wie kamst du auf die Idee, den zweiten Teil als Stummfilm zu drehen?
![]() Ich weiß nicht, ob man da von Stummfilm sprechen kann. Es gibt keinen Dialog, das ist richtig, dafür aber eine Off-Stimme, die die Ereignisse schildert und die Briefe von Ventura und Aurora vorliest. Jemand erzählt eine Geschichte und wir hören zu. Zwischen Venturas Erinnerungen und den Bildern, die sich Pilar und Santa dazu vorstellen, bleibt kein Raum für Dialog. Als wären die Worte, die einst gesprochen wurden, im Laufe der Zeit verloren gegangen. Das war mit ein Grund, weshalb ich mich für die Ästhetik des Stummfilms entschieden habe (oder von Super 8, der privaten, einfachen Variante). Ich wollte keinen modernen Pastiche des Stummfilms schaffen, sondern auf andere Weise ein wenig von seinem Wesen und seiner Schönheit einfangen. Oder es wenigstens versuchen … Drückt sich darin auch die Sehnsucht nach einem verloren gegangenen Kino aus?
![]() TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD ist ein Film über die Vergänglichkeit, darüber, dass Dinge verschwinden und nur noch als Erinnerung, als Phantasmagorie, als Bilder in unserem Kopf existieren – oder eben als Film, da haben wir alles auf einmal. In TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD gibt es einen großen Zeitsprung. Wir gehen fünfzig Jahre zurück, vom Alter zur Jugend, von einer Zeit der Katerstimmung in eine Zeit der Exzesse, von einer postkolonialen Gesellschaft in den Kolonialismus. Es geht um Dinge, die erloschen sind: einen Menschen, der stirbt, eine Gesellschaft, die sich verändert hat, eine Zeit, die nur in der Erinnerung derjenigen fortbesteht, die sie erlebt haben. Und das wollte ich auch durch die Wahl des Filmmaterials ausdrücken, deswegen haben wir in Schwarzweiß gedreht – den Teil, der in der Gegenwart spielt, auf 35 mm, und die Afrika-Geschichte auf 16 mm. Viele wollten wissen, warum der erste Teil nicht in Farbe ist, weil man die Vergangenheit ja eher mit Schwarzweiß und die Gegenwart mit Farbe in Verbindung bringt (warum eigentlich?). Aber ich denke, nicht nur der zweite, auch der erste Teil besitzt eine historische Komponente. Wie wichtig war Murnaus Werk für TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD? Und welche Filme haben dich sonst noch inspiriert?
![]() Um Murnaus Werk kommt man als Regisseur nicht herum, es ist wegweisend. Ansonsten lasse ich mich von vielen Filmen inspirieren – ebenso wie von Geschichten, die ich irgendwo aufschnappe, wie in diesem Fall –aber ich habe ein schlechtes Gedächtnis und vermische die Filme immer im Kopf. Dagegen erinnere ich mich genau an die Empfindung, das Gefühl, das ein Film bei mir hinterlässt. Aber ich arbeite nicht mit expliziten Zitaten. Am nächsten fühle ich mich dem klassischen amerikanischen Kino. Wie sah die Arbeit mit den Schauspielern aus?
![]() Im ersten Teil haben wir uns streng an das Drehbuch gehalten und die einzelnen Szenen ausgiebig geprobt. Anders im zweiten Teil, wo viel improvisiert wurde und das Drehbuch lediglich als roter Faden diente. Ana Moreira musste lernen, mit einem Gewehr umzugehen, und Carloto Cotta übte trommeln. In Afrika bildeten wir dann eine Vierergruppe, die wir Zentralkomitee nannten (bestehend aus mir, dem Drehbuchautor, dem Script Supervisor/Editor und dem Regieassistenten). Aufgabe des Zentralkomitees war es, Szenen oder Ideen für Szenen, die in den nächsten Tagen gedreht werden sollten, zu entwickeln, umzuschreiben oder zu verwerfen. Während der Dreharbeiten improvisierten wir gemeinsam mit den Schauspielern, die keinen Text, sondern nur eine allgemeine Vorstellung von der Geschichte hatten. In manchen Szenen nahmen wir den Originalton auf und die Schauspieler taten so, als würden sie sprechen – dabei sagten sie, was ihnen gerade in den Sinn kam (TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD ist sicher sehr interessant für portugiesische Gehörlose, die Lippen lesen können). In anderen Szenen sprachen die Schauspieler tatsächlich und wir schnitten später den Ton raus und ersetzten ihn durch Hintergrundgeräusche. Wie war das Arbeiten in Schwarzweiß?
![]() Wir haben uns mit ein paar Testaufnahmen vorbereitet, um zum Beispiel herauszufinden, welche Farbe welche Grauschattierung ergibt. Nichts Kompliziertes, nur ein paar Schwarzweiß-Fotos vom Set, der Kleidung, dem Make-up und den Requisiten. Mit einer 7D-Digitalkamera im Schwarzweiß-Modus habe ich dann ausprobiert, wo jeweils der beste Platz für die Filmkamera war. Ohne Farbe erhalten Bildkomposition und Lichteinfall gleich eine ganz andere Bedeutung. Aber generell habe ich mich einfach auf meine Augen verlassen. Welche Rolle spielt die Kolonialzeit heute in Lissabon? Das, meine lieben Freunde, ist eine soziologische Frage, auf die es keine kurze Antwort gibt. Der Krieg zwischen Portugal und seinen ehemaligen Kolonien (Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, Kap Verde) begann Anfang der Sechzigerjahre und endete erst 1974, mit der Unabhängigkeitserklärung dieser Länder und der Nelkenrevolution am 25. April. Das Ganze ist also in der Geschichte Portugals noch sehr präsent. Damals kehrten Tausende in ihre Heimat zurück, auch meine Mutter, die in Angola geboren wurde und in den Sechzigern nach Lissabon kam, um zu studieren. Aber wie gesagt, ich wollte mit der Zweiteilung weniger den Kolonialismus thematisieren, sondern dem Film vielmehr eine abstrakte Komponente hinzufügen und von diesem unbestimmten Gefühl des Verlusts und der Schuld in eine Zeit der Exzesse, Brutalität und der Torheit zurückgehen (der emotionalen, sozialen und politischen Torheit). Ich wollte, dass die Melancholie des ersten Teils die Euphorie des zweiten vergiftet. Die Bilder und Geschehnisse im „Paradies“ (das nie eins gewesen ist, für diejenigen, denen die Ironie entgangen ist) kommen aus einem „verlorenen Paradies“. Wo in Mosambik steht der Mount Tabu? Es gibt keinen Mount Tabu in Mosambik, ihr dürft nicht alles glauben, was ihr im Film seht. TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD wurde im Norden der Provinz Zambezia gedreht, unweit der Grenze zu Malawi. Es ist eine gebirgige Region, in der vor allem Tee angebaut wird. Im Film wird der Name Mosambik nie erwähnt, die Handlung spielt in einer fiktiven ehemaligen Kolonie Portugals, einem unbestimmten historischen Land, das für TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD erfunden wurde. © Komplizen Film
BIOGRAFIE MIGUEL GOMES Miguel Gomes wurde 1972 in Lissabon geboren. Während seines Studiums an der Escola Superior de Teatro e Cinema (1996 – 2000) arbeitete er als Filmkritiker für die portugiesische Presse. FILMOGRAFIE
DIE SCHAUSPIELER TERESA MADRUGA – Pilar Teresa Madruga wurde 1953 auf den portugiesischen Azoren geboren und begann 1976 ihre Theaterkarriere. Sie arbeitete unter anderen auch mit Regisseuren wie Manoel de Oliveira, João César Monteiro, João Canijo, João Pedro Rodrigues, João Botelho und Fernando Lopes. Ihre Hauptrolle in LA VILLE BLANCHE (1983) unter der Regie des Schweizers Alain Tanner, brachte Madruga internationalen Ruhm. Daraufhin arbeitete sie für spanische, italienische und französische Produktionen. 1995 spielte sie an der Seite von Marcello Mastroianni in Roberto Faenzas AFFIRMA PEREIRA. Sie erntete zahlreiche Preise für ihre Film- und Theaterrollen. LAURA SOVERAL – alte Aurora Laura Soveral wurde 1933 in Angola geboren. Sie war zunächst Kindergärtnerin in der ehemaligen portugiesischen Kolonie bevor sie nach Lissabon zog und dort ihre Schauspielkarriere begann. Während ihres Germanistik-Studiums an der Universität in Lissabon entdeckte sie ihr Interesse für das Theater. Sie debütierte 1963 in dem Theaterstück Deseja-se Mulher von Almada Negreiros und schrieb sich dann im Konservatorium ein. Nach mehreren Fernsehrollen gewann sie 1968 den Preis als beste Schauspielerin bei den SNI (National Office of Culture). Sie arbeitete für Regiearbeiten von Manoel de Oliveira, João Botelho und Fernando Lopes. Sie ist weiterhin regelmäßig als Fernsehschauspielerin tätig. ANA MOREIRA – junge Aurora Ana Moreira wurde 1980 in Lissabon geboren. Sie war 17 als sie in dem Kurzfilm PRIMAVERA von João Tuna debütierte. Ein Jahr später spielte sie die Hauptrolle in OS MUTANTES von Teresa Villaverde, was einen Wendepunkt in ihrer Karriere bedeutete: Sie gewann den Preis als beste Schauspielerin bei dem Bastia und Taormina Film Festival. Sie spielte abermals unter der Regie von Teresa Villaverde in den Filmen ÁGUA E SAL (2001) und TRANSE (2006). Moreira brach ihr Graphik Design-Studium ab, um sich ganz der Schauspielkunst zu widmen. Sie wirkte unter anderen in Filmen von Raquel Freire, José Nascimento, José Fonseca e Costa, Margarida Gil, Jorge Cramez und João Botelho mit. 1999 wurde sie von der European Film Promotion für den Shooting Stars Award nominiert. 2006 erhielt sie den Preis als beste Schauspielerin bei den Globos de Ouro für ihre Rolle in ADRIANA von Margarida Gil. CARLOTO COTTA – junger Ventura Carlotto Cotta wurde 1984 in Portugal geboren. Er besuchte die Theaterschule in Cascais und machte den Abschluss mit seinem Projekt ME CAGO EM DIOS, bei dem er Regie führte und als Schauspieler mitwirkte. Danach spielte er in mehr als 30 Kurzfilmen, Langfilmen und Serien und arbeitete zusammen mit João Pedro Rodrigues, Manuel Mozos, Jorge Cramez und Miguel Gomes, den er in A CARA QUE MERECES kennenlernte. In TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD führten beide ihre Zusammenarbeit fort. Cotta gewann den Preis für den Kurzfilm ARENA (2009, João Salaviza) in Cannes und spielte in Raul Ruiz’ renommierten Film MISTÉRIOS DE LISBOA mit. Seit acht Jahren ist er außerdem Mitglied in der Band Aves Migratórias. HENRIQUE ESPÍRITO SANTO – alter Ventura Henrique Espírito Santo wurde 1931 in Portugal geboren. Zwischen 1954 und 1963 war er Vorsitzender eines Filmclubs und Autor für die Zeitschriften Visor, Imagem, Actualidades, Seara Nova und einige Tageszeitungen. 1967 trat er als Produzent von Spiel-, Dokumentar-, Werbe- und TV-Filmen in Erscheinung und spielte auch mehre kleine Rollen. Für Regisseure wie João César Monteiro, José Fonseca e Costa, Alberto Seixas Santos und Manoel de Oliveira arbeitete er als Produktionsleiter. Er produzierte mit CERROMAIOR (1980, Regie: Luís Filipe Rocha) einen der ersten Post-Revolutionsfilme, der sich mit sozialen Problemen befasste. 1976 gründete er die Produktionsfirma Prole Filme. Er unterrichtet Filmproduktion an Universitäten, Schulen und auf Filmfestivals. ISABEL CARDOSO – Santa Isabel Cardoso wurde 1949 in São Tomé geboren. Sie arbeitete in der Grundschule Unidos de Cabo Verde Association als Köchin. Obwohl sie keine professionelle Schauspielerin ist, ist dies bereits ihre dritte Filmrolle unter renommierten Regisseuren: sie spielte in zwei Filmen von Pedro Costa: JUVENTUDE EM MARCHA (2006) und A CAÇA AO COELHO COM PAU/THE RABBIT HUNTERS, das Jeonju Digital Project 2007 MEMORIES. IVO MÜLLER – Auroras EhemannIvo Müller wurde 1977 in Brasilien geboren. Während eines Studienaufenthaltes in den USA ab 1994 widmete er sich dem Amateur-Theaterspiel. Er schloss 2002 sein Jura-Studium ab. Während seiner Studienzeit arbeitete er in Banken und Anwaltskanzleien und war nebenbei als Theater-Schauspieler und als Autor für Kino-Publikationen tätig. 2003 schloss er sich der Theatergruppe Grupo Tapa an, der er heute noch als Mitglied angehört. 2010 erhielt er für DOZE HOMENS E UMA (Regie: Eduardo Tolentino de Araújo) den Best Play Award der APCA (São Paulo Association of Art Critics). Er ist Autor des Theater-Monologs Cartas A Um Jovem Poeta, die auf Texten von Rainer Maria Rilke basieren. TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD ist sein erster Spielfilm. MANUEL MESQUITA – Mário Manuel Mesquita wurde 1977 in Lissabon geboren und studierte Anthropologie, während er bei mehreren Kinoprojekten mitwirkte: er komponierte Filmmusik und übernahm kleine Rollen in mehreren Filmen. Er ist immer wieder in João Nicolaus Filmen zu sehen, der ihm auch seine erste Rolle in A ESPADA E A ROSA gab. Er arbeitet oft mit der Produktionsfirma O Som e a Fúria zusammen, wie zum Beispiel auch in dem Projekt A ZONA von Sandro Aguilar. Gelegentlich arbeitet er auch als Produzent, Cutter und Regisseur. Er ist Mitglied mehrerer portugiesischer Bands wie München oder Norman mit Norberto Lobo und João Lobo.
Preise 62. Internationale Filmfestspiele Berlin 2012 – Wettbewerb: LUX-Filmpreis 2012 − Official Selection
Festivals Berlinale 2012, Wettbewerb
PRESSESTIMMEN “We’re lucky if a single Tabu arrives each year: a film that knows cinema inside out, and uses it to work pure magic.” Tim Robey, The Daily Telegraph “An impressively dense yet fleeting concatenation of doomed love, colonial guilt, a reflection on the changing aesthetics and characteristics of cinema” “The latest feature from Portuguese auteur Miguel Gomes might look like a forbidding cinemathèque-type item. Actually, it's a gem: gentle, eccentric, possessed of a distinctive sort of innocence – and also charming and funny.”Peter Bradshaw, The Guardian “Welcome to movie magic.”Nikola Grozdanovic, indiewire “A brilliantly nuanced, deeply imagined psycho- excavation of modern Europe by the Portuguese director Miguel Gomes.” “Evoking work as disparate as that of Apichatpong Weerasethakul, Guy Maddin and Claire Denis - with a dash of 'The Artist' thrown in - 'Tabu' is a tantalising trip.” Ben Walters, Time Out “Experts in Portuguese national cinema will no doubt find points of contact with the likes of Manoel de Oliveira and Pedro Costa, for so long the country’s international standard bearers, but at the risk of making a sweeping generalisation, the quintessentially Portuguese notion of saudade – that longing for a return to a lost happiness which can never be regained – surely offers an entry point to Tabu’s historical, cultural and emotional labyrinth.” Trevor Johnston, Sight & Sound „Das Aufbrechen gängiger Erzählformen bei gleichzeitiger Wahrung aller stilistischen Möglichkeiten ist bisher nur einem Film im Wettbewerb - in jeder Hinsicht souverän - gelungen: Tabu, dem in Schwarzweiß gedrehten Film des Portugiesen Miguel Gomes. Schon der Prolog, der einen melancholischen Abenteurer im Busch von Afrika zeigt, der einfach nur vergessen will, ist von betörender Widersprüchlichkeit.“ Dominik Kamalzadeh, Der Standard |