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RUMPE UND TULI

Deutschland 2010 – 84 Min. – digital

Mit Rumpe Tuli Annette Frier Ulrich Noethen Vesna Buljevic Adolf Strauss Horst-Peter Lehmann Peter Grohmann u.a.

Regie Samy Challah, Till Nachtmann, Stefan Silies

Buch Samy Challah, Till Nachtmann, Stefan Silies

Kamera Marc Mahn

Musik Jasin Challah

Schnitt Sarah Krumbach

Ton Matthias Haeb

Tonmischung Tilo Busch

Tonschnitt Michael Frenken

Casting Casting Schwichtenberg

Bühnenbild Cordula Jedamski, Cora Pratz

Kostüme Catrin Hansmerten

Make Up & Frisuren Antje Bockeloh

Regieassistenz Annette Kärcher

Produktionsleitung Elke Sasserath

Produzent Raimond Goebel

Produktion Pandora Film Produktion & Puppet Empire

unterstützt von FILMSTIFTUNG NRW


RUMPE UND TULI

Ein Film von Samy Challah, Till Nachtmann und Stefan Silies

Kinostart: 26. August 2010


Trailer

 

Kurztext


Zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, machen sich auf den Weg, ihre besten Freunde zu retten. Eine Aufgabe, die sie in gefährliche Situationen bringt und an den Rand des Wahnsinns treibt.

Sie bekommen dabei Hilfe von den nettesten, talentiertesten und spielsüchtigsten Menschen der Stadt. Sie entdecken Köln – die geheimsten Orte, die kürzesten Abkürzungen, die angesagtesten Locations.

Ein zu 80 Prozent improvisiertes Spektakel und das außergewöhnlichste Kinoerlebnis seit "Titanic".

 

 

Synopsis


Rumpe und Tuli sind Puppen und damit eine sehr kleine Minderheit unter Minderheiten. Auf der Suche nach Geld und Anerkennung irren sie durch Köln. Bis nächsten Freitag müssen die Freunde eine nicht unbedeutende Summe Euros auftreiben, um nicht ihr Zuhause zu verlieren. Dabei sind sie offen für jeden Job. Sobald sie ihren Unterschlupf verlassen beginnt für Rumpe und Tuli das pralle Leben. Sie ziehen los, ohne Frühstück, ohne Führerschein, also per Bus, Bahn und Anhalter, immer unter Menschen. Sie treffen auf persische Taxifahrer, italienische Kinder, staatenlose Sperrmüllsammler und singende Sinti. Und sie geraten in unvorhersehbare Situationen und erleben unglaubliche Geschichten. Doch auf Rumpe und Tuli wartet eine ungewisse Zukunft...


Das Besondere an "Rumpe und Tuli" ist, dass der Film in der echten Welt spielt. Raus aus dem Studio, hinein in die Wirklichkeit! Der Film verzichtet weitgehend auf Schauspieler und arbeitet stattdessen mit authentischen Menschen in ihrem täglichen Umfeld. Alles was Rumpe und Tuli machen, entspringt ihrem aufrichtigen Bedürfnis, Menschen näher kennen zulernen und ihre Gewohnheiten zu hinterfragen. Sie stürzen sich direkt in ein Gespräch und unterhalten sich auf gleicher Augenhöhe mit ihren menschlichen Gesprächspartnern.


Ihre Mischung aus kindlicher Neugierde und erwachsener Souveränität macht Rumpe und Tuli so einmalig. Puppen müssen kein Blatt vor den Mund nehmen und dürfen munter drauflos plaudern. Niemand kann ihrer charmanten Art widerstehen. In Verbindung mit den Menschen vor der Kamera zeigt "Rumpe und Tuli" eine Filmwelt, die ihre Magie ganz aus der Umgebung und den Menschen von nebenan zieht.

"Rumpe und Tuli" ist der erste Kinofilm der Kölner Filmemacher Samy Challah, Till Nachtmann und Stefan Silies. Sie arbeiten seit Jahren an Puppenfilmen, ihre bisherigen Kurzfilme liefen auf zahlreichen Festivals und im Fernsehen.

 

 

ÜBER DIE PRODUKTION – DIE MACHT DER PUPPEN
Von Chrisitan Grosse

Wer beim nächsten sonntaglichen Spaziergang am Rhein von einer aufgekratzten Sockenpuppe namens Tuli auf die Gefährlichkeit von illegalen Maikäferrennen angesprochen wird, kann sich sicher sein, dass Stefan Silies (33) dahinter steckt. Der Ehrenfelder und seine zwei Kollegen Till Nachtmann (35) und Samy Challah (30) produzieren mit Pandora Film einen Kinofilm. Einen Kinofilm über Sockenpuppen. Wie man auf so was kommt? Nun, außergewöhnliche Ideen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. "Während unseres Kunststudiums in Münster mussten Till Nachtmann und ich im Jahr 1999 einen Beitrag für eine Ausstellung auf die Beine stellen. Als wir drei Tage vor geplantem Beginn immer noch keine Idee hatten, beschlossen wir, uns für die Zeit bis zur Eröffnung in der Ausstellungshalle einzuschließen und einfach mal zu schauen, was dabei rauskommt. Am zweiten Tag stülpten wir uns aus Langeweile Socken über die Arme und haben mit denen rumgealbert. Letztendlich hat uns das dann die Ausstellung gerettet." Nachtmann und Silies filmten kurzerhand den Entstehungsprozess ihrer Sockenpuppen-Idee und eröffneten die Ausstellung mit diesem Film.

Das sei der Startschuss für den Sockenpuppenbau gewesen, mit dem sie sich nun schon viele Jahre beschäftigen, erzählt Stefan in seiner und Tills "Puppenwerkstatt" in Ehrenfeld, welche die ungewöhnlichen Arbeitsmethoden der Kölner ideal widerspiegelt: An den Wänden hängen neben halbfertigen Puppengrimassen Bilder von halb nackten Frauen. Den einzigen Orientierungspunkt in dem von oben bis unten mit Krimskrams vollgestellten Raum stellt ein großer alter Kicker da. Abgerundet wird die stimmige Atmosphäre durch die Klänge eines emsigen Schlagzeugers, der nebenan probt. Stefan scheint diese Reizüberflutung nicht sehr abzulenken. Ausführlich berichtet er, wie nach und nach immer mehr Sockenpuppen mit komplexen Charakterzügen und wilder Vergangenheit entstanden, mit denen das Duo Kurzfilme drehte und sich auf Festivals vorstellte. "So eine Puppe dann zum Leben erwecken zu lassen, ist schon ein emotionaler Vorgang, da wir selber die Puppen spielen und sie uns somit auch in gewisser Weise repräsentieren" erklärt der 33-Jährige. "Unsere Filme sind so einzigartig, weil wir mit den Puppen rausgehen und sie als Teil der Menschenwelt sehen. Sie haben als Puppen natürlich auch Ängste und Vorurteile.

Till und Stefan quatschen mit ihren Puppen einfach frech Leute an, in türkischen Männer-Cafés, Spielcasinos und an Karneval mitten auf dem Heumarkt. Die skurrilen Momente halten sie mit der Kamera fest. "So eine Puppe wirkt einfach harmlos, da haben die Leute weniger Hemmungen, etwas über sich zu erzählen. So kann ich als Puppenspieler praktisch hinter meiner Puppe verschwinden und die Leute erzählen mir Sachen, die sie sonst nicht erzählen würden. An Karneval standen wir mit unserer Sockenpuppe auf einmal vor jemandem, der als Riesenpuppe verkleidet war. Allein der Moment, sich dann sozusagen von Puppe zu Puppe unterhalten, war den ganzen Dreh wert", schildert Stefan lachend. Die Puppen bestehen größtenteils aus handelsüblichen Kniestrümpfen, die je nach Charakter mit Vollbart und Brille oder mit Glubschaugen und Hasenzähnchen dekoriert werden. Die fertige Socke wird dann über den Unterarm gezogen und ihre Gesichtszüge können mit den Fingern gesteuert werden.

Nicht immer war es für ihn leicht, an dem Projekt festzuhalten, denn leben kann er von seinen Sockenpuppenfilmen nicht. "Acht Jahre lang habe ich damit überhaupt nichts verdient. Ab und zu haben wir mal Puppenkurse an Schulen gegeben, aber so was kann man nie einplanen. Über Wasser habe ich mich durch Filmschnitt und meine Lichtkunstprojekte gehalten. Und man muss eben auch mal eine schlechte Zeit überstehen."

Erst seit zwei Jahren lohnen sich die Sockenpuppen auch finanziell. Bei der "Sendung mit dem Elefanten" des WDR, wo die Puppen den kleinsten Zuschauern beispielsweise spielend Englisch beibringen, sind sie in jüngster Zeit häufiger im Einsatz gewesen. Jetzt kommt also der Kinofilm "Rumpe und Tuli" - der durch das Aufeinandertreffen zweier Puppen entstand. An der Kunsthochschule für Medien lernten sich Stefan und Samy Challah kennen. Challah beschäftigt sich ebenfalls seit vielen Jahren mit Puppenfilmen. Der ängstliche und aufgedrehte Tuli ist die Lieblingssockenpuppe des Duos Nachtmann und Silies. Der behäbige und neunmalkluge Rumpe ist eine Puppe von Samy Challah.

"Es ist alles sehr spontan, aber wir sind schon sehr gespannt auf das, was dabei rauskommt" grinst Stefan zufrieden.

 

 

ÜBER PUPPET EMPIRE

PuppetEmpire ist ein Verbund von Puppenfilmern. Sie teilen die Leidenschaft und Spielfreude, Puppen gleich welcher Art samt Ausstattung zu konzipieren, bauen und zu spielen.

PuppetEmpire ist auf einer ganzen Reihe an Feldern tätig: Sie schreiben, produzieren und drehen, schneiden Puppenfilme. Sie konzipieren und erstellen Puppen, ob Klappmaul-, Hand-, Ganzkörper- oder Sockenpuppen. Sie erarbeiten das passende Bühnenbild und die Ausstattung. Sie veranstalten in regelmäßigen Abständen Puppenfilm-Workshops an Schulen.

PuppetEmpire sind: Jasin und Samy Challah, Marc Mahn, Till Nachtmann und Stefan Silies

Jasin Challah entwickelt als Autor seit Jahren TV- und Internetformate für div. Produktionsfirmen und ist an deren Umsetzung beteiligt.

Neben seinem Interesse für div. Formate mit dem Schwerpunkt Comedy ist er auch vor der Kamera tätig. Seine eigene Fernsehshow bekam er bei Sat1 "Das Arbeitstier- 9 Folgen" und MTV "The Fake" bei denen er auch als Autor tätig war (siehe mehr unter www.jasin.de).

Ein weiteres Interesse von ihm ist die Musik. Er komponierte bereits für mehrere Filme sowie Werbungen die Filmmusik und spielt live unter dem Namen Yaya Mo auf diversen Konzertenbühnen in Deutschland. Zur Zeit arbeitet er an dem Serienpiloten "Hasopolis". In Hasopolis dreht sich alles um musikalische Puppen, die in einer Welt leben, in der eigene Gesetze herrschen…

Samy Challah arbeitet vor und hinter der Kamera. Geboren 1979 in Kavala, Griechenland, studierte er von 2002 bis 2008 an der Kunsthochschule für Medien Köln in der Fächergruppe Fernsehen/Film. Von 2000 bis 2002 war er zuvor freier Cutter und Kameramann für "Fast Forward" (VIVA 2), seit 2000 hat er zudem als Schauspieler in verschiedenen TV-Produktionen und Kinofilmen mitgewirkt. 2003 wurde er für den deutschen Comedypreis als bester Newcomer nominiert.

Seine Puppenfilme haben auf Festivals, wie dem Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken oder den Hofer Filmtagen, für Aufsehen gesorgt. Die Süddeutsche Zeitung empfand seine Puppenfilme als "aberwitzig und komisch". Sein Kurzspielfilm "Wenn sie nicht gestorben sind" wurde auf dem Kölner "Unlimited" Festival mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Filme (Buch / Regie):

  • 2004 Von Spar (Musikclip)
  • 2006 Wenn sie nicht gestorben sind
  • 2007 Dizzy D in Beijing 2008 Frag Gummo

Puppenspiel:

  • 2009 David And Red (Sendung mit dem Elefanten)

Marc Mahn Geboren am 24. Juni 1970 in Darmstadt Studium der Archäologie, Ägyptologie und Ur-und Frühgeschichte in Köln Studium an der Fachschule für Optik und Fototechnik in Berlin Seit 2000 tätig als freier Kameramann, Puppenbauer und Szenenbildner.

Till Nachtmann und Stefan Silies arbeiten seit 1999 zusammen an Sockenpuppen. Sie haben den LiveSocks Kosmos gegründet – eine Sockenwelt, die in der Menschenwelt existiert. LiveSocks-Filme liefen auf Festivals wie dem Filmfest Dresden, der Infernale und der ArtFrankfurt. In den letzten Jahren hat sich die Puppenwelt weg von der reinen Zweidimensionalität hin zu großen Rauminstallationen in die Öffentlichkeit verschoben.

Zudem schaffen die beiden Künstler Lichtobjekte und in Zusammenarbeit mit dem Musikerduo Bassfrucht veranstalten sie Laserkonzerte. Seit Januar 2008 betreiben sie zusätzlich die Galerie 15½ in Köln-Ehrenfeld, die sie zusammen mit Roman von Halassy gegründet haben. Die Galerie zeigt Arbeiten mit deutlich experimentellem Ansatz von zeitgenössischen, internationalen Künstlern. Zu den bisher ausgestellten Künstlern gehören u.a. die Holographin Martina Mrongrovius (AUS), der Choreograph Ric Oquita (USA) und der Filmemacher und Maler Clement Page (UK) sowie der Konzeptkünstler Ruppe Koselleck (D).

"In Filmen und Rauminstallationen schaffen die beiden Künstler Nachtmann und Silies eine Gegenwelt, die als Zerrbild die soziale Wirklichkeit widerspiegelt. Um sich in unsere gelebte Wirklichkeit zu infiltrieren, nutzen sie die Formate der Massenmedien, die Tagesschau, Lifestyle-Reportagen und Casting-Shows. In die vertrauten Inszenierungen dringen sie plötzlich und unerwartet ein, um das Geschehen zu kommentieren, durch unerwartete Reaktionen zu verfremden und allmählich grotesk zu verzeichnen." (Dr. Christoph Kivelitz, Kunstverein Dortmund)

Till Nachtmann studierte in der Filmklasse an der Kunstakademie Münster bei Prof. Lutz Mommartz und Prof. Andreas Köpnick. Außerdem studierte er Romanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sein Studium schloss er mit dem Staatsexamen, bzw. mit dem Akademiebrief ab. Er ist Meisterschüler bei Andreas Köpnick. Till Nachtmann lebt und arbeitet in Köln.

Stefan Silies studierte in der Filmklasse der Kunstakademie Münster bei Prof. Lutz Mommartz und Prof. Andreas Köpnick. Parallel studierte er Mathematik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Die Kunstakademie verließ er als Meisterschüler mit dem Akademiebrief. Anschließend studierte er Medienkunst als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Dieter Jung. Er lebt und arbeitet in Köln.