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Naked Opera

Land
Luxembourg | Deutschland

Erscheinungsjahr
2013

Dauer
85 Min.

Sprachen
OmU

Regie
Angela Christlieb

Autorin
Patricia Fürst

Co-Autor
Phillipp Reimer

Adaptierung des Drehbuchs
Angela Christlieb, Bady Minck

Kamera
Jerzy Palacz

Schnitt
Pia Dumont

Musik
André Mergenthaler

Ton
Rainer Viltz

Executive Producer
Alexander Dumreicher-Ivanceanu

Produzentin
Bady Minck

Ko-Produzentin
Bettina Brokemper

Produktion
AMOUR FOU Luxembourg

Koproduktion
Heimatfilm

Förderung
Film Fund Luxembourg & FFA

Weltvertrieb
Autlook Filmsales

Verleih Deutschland
Real Fiction Filmverleih

Mit
Marc Rollinger, Jordan Fox, Nilton Martins, Miikka Heinonen, Maurice Humbert, Jocelyne & Michel Soutiran, Christian Alfred Kahrer, Franz Mifkovic, Jan-Holger Mauss, Marc Clement, Mike Koster, Samuel Reinard, Ingmar Srkinjar

 


Naked Opera

Ein Film von Angela Christlieb

Kinostart: 10. Oktober 2013


Trailer

Stadt  Kino  Termine  Info   
Berlin  Central Kino  am 30.09.2013  Preview mit Regisseurin und Marc Rollinger zu Gast   
Berlin  Central Kino  ab 10.10.2013     
Berlin  Eiszeit  ab 10.10.2013     
Berlin  Moviemento  am 25.10. + 26.10.2013  Im Rahmen des Pornfilmfestivals   
Berlin  Xenon  ab 10.10.2013     
Bremen  Schauburg  ab 10.10.2013     
Dresden  Kino im Dach  ab 10.10.2013     
Erfurt  Kommunales Kino  am 17.10. - 20.10.2013     
Esslingen  Kommunales Kino  am 01.11.2013     
Frankfurt  Orfeo's Erben  ab 10.10.2013     
Freiburg  Friedrichsburg  ab 10.10.2013     
Hamburg  3001  ab 10.10.2013     
Hannover  Kommunales Kino  ab 27.10.2013     
Herrsching  Breitwand  ab 10.10.2013     
Ilmenau  Filmclub  am 21.01.2014     
Kln  Filmpalette  am 08.10.2013  Preview   
Kln  Filmpalette  ab 10.10.2013     
Leipzig  Prager Frhling  ab 10.10.2013     
Mannheim  Cinema Quadrat  am 13.02. - 19.02.2014     
Mnchen  Neues Arena  ab 10.10.2013     
Regensburg  Filmgalerie  am 17.10. - 21.10.2013     
Saarbrcken  Filmhaus  ab 10.10.2013     
Seefeld  Breitwand  ab 10.10.2013     
Weiterstadt  Kommunales Kino  am 25.10.2013     
Wuppertal  Casablanca  ab 10.10.2013    

 

ZUM FILM | SYNOPSIS


NAKED OPERA erzählt die Geschichte eines Mannes mit vielen Gesichtern. Marc ist talentiert, intelligent, eloquent und wohlhabend, aber seit Kindheitstagen leidet er an einer unheilbaren Krankheit. Auf den Spuren Don Giovannis ist er stets auf der Suche nach der perfekten Inszenierung seines Lebens und seiner Lieblingsoper. Er entkommt jedes Wochenende aufs Neue seinem geregelten, bürgerlichen Alltag, indem er auf der Jagd nach der ultimativen Aufführung von „Don Giovanni“ die Welt bereist. Marc umgibt sich mit jungen hübschen Männern, residiert in den schönsten Hotels der Welt und genießt die Freuden des Lebens.
Regisseurin Angela Christlieb begibt sich mit Marc auf eine Reise von Luxemburg bis nach Venedig, auf der sich Marc in einen jungen Pornodarsteller verliebt. Mit NAKED OPERA gelingt ihr ein ebenso konfrontatives wie intimes Porträt einer tragisch faszinierenden Person. NAKED OPERA ist visuell beeindruckend – ein Film, der zugleich in einen brillanten Geist und in ein hedonistisches Universum eintaucht.

 

 

REGIESTATEMENT von Angela Christlieb
EIN SPIEL ZWISCHEN REALITÄT UND ILLUSION - OPER UND PORNOGRAFIE


Mich haben schon immer Traum- und Parallelwelten interessiert. In meinen bisherigen Filmen ging es häufig um Menschen, die in selbst geschaffenen, „imaginären“ Welten leben und dadurch die Realität der (Norm-)Gesellschaft in Frage stellen. Was mich von Anfang an NAKED OPERA fasziniert hat, waren die Kontraste, Gegensätze und Widersprüche von Marc als reale Figur und seinem selbst kreierten Illusions-Raum. Es geht um Schönheit und Hässlichkeit, Macht und Unterwerfung, Lüge und Wahrheit, Traum und Wirklichkeit, Reichtum und Armut (Abhängigkeit), junge, durchtrainierte Körper versus Krankheit und Tod.
 


Luxemburg, ein Land zwischen romantischem Märchenschloss-Idyll und unterkühltem Business-Charme, könnte kein besserer Ort für diese Geschichte sein. Aber vor allem der Mensch Marc, der sich selbst zur Kunstfigur erhoben hat, ist ein kompletter Widerspruch in sich: Das Leben als Spiel aka Selbstbetrug, und gleichzeitig der innigste Wunsch nach Liebe und Geborgenheit, der sich durch alles Geld der Welt nicht erkaufen lässt. Hier ist der größte Widerspruch bei Marc: „Die größte Rolle in meinem Leben spiele ich!“ sagt er zu mir. Ich glaube, im tiefsten Inneren spürt er seinen permanenten Selbstbetrug und wünscht sich nichts mehr, als geliebt zu werden für das, was er ist, und einen Partner, der es ehrlich mit ihm meint.


Marc erzählte mir, dass er sich deshalb in den Pornostar Jordan Fox verliebt hatte, weil dieser ihm nie etwas vorgespielt hat. Das muss für ihn eine besondere Qualität gewesen sein, nachdem er für so viele Escort-Boys bezahlt hat, damit sie ihm etwas vorspielen. Die Liebesgeschichte mit Jordan ist der rote Faden im Film. Hier zeigt der Machtmensch Marc sein wahres Gesicht, weil er plötzlich die Kontrolle verliert und der Unterlegene ist.

Für mich stecken viele psychologische und ethische Fragestellungen in der Figur Marc - es geht um Machtspiele und Unterwerfung, Sado-Masochismus, Kindheitstraumata, Verrat, Rache, Eifersucht - zum Teil Don Giovanni-Themen. Doch vor allem geht es um einen durch seine Krankheit gezeichneten Mann, der für vermeintliche Liebe bezahlt, um seiner Einsamkeit zu entkommen. Marc hasst die Idee, als Todesgetriebener (à la Tod in Venedig) dargestellt zu werden. Selbst wenn es die Oper vorgibt, dass Don Giovanni am Ende untergeht, soll es für Marc ein anderes Ende geben:  Eine Selbsterkenntnis oder eine mögliche Auflösung des Rätsels.


Es gibt drei große Reisen zu Don Giovanni Opern-Inszenierungen: Venedig, Wien, Berlin - Drei unterschiedliche Städte, die bildnerisch einen schönen Kontrast bilden. Das Reisen an sich, die Bewegung wird filmisch und musikalisch thematisiert, damit der Film einen Sog bekommt.

Ich möchte einen Dokumentarfilm machen, der mit der Wirklichkeit spielt und sie gleichzeitig in Frage stellt. Man erfährt Marcs tiefstes Inneres in Form von Interviews und sieht ebenso inszenierte Szenen, die in die realen Begebenheiten eingeflochten werden sollen. Der Film funktioniert als Spiel mit Identitäten zwischen Traum und Wirklichkeit und ist manchmal wie ein Rätsel aufgebaut.

Die Bilder des Filmes werden so fotografiert, dass sie wie Tafelbilder anmuten. Die Kamera fungiert beobachtend wie ein stiller, intimer Blick durchs Schlüsselloch. Marcs Zuhause ist sowohl seine Bühne, als auch sein gläserner Schutzraum, ähnlich eines Aquariums. Ich spiele mit den Tafel-Bildebenen, indem ich das Geschehen einfriere, so als ob es ein Filmstill oder ein Gemälde ist. Durch die bildnerische Ebene entsteht gleichzeitig ein Spiel mit Realitätsebenen als auch das Verschwinden der eigenen Identität.

Reale Szenen gehen in surreale Traumsequenzen über und werden wieder gebrochen: Der Schauspieler Ingmar Skrinjar spielt die Verkörperung des steinernen Gastes in Form einer nackte Statue. Die Szene endet damit, dass die Statue vom Sockel springt und Marcs teuren Mantel einstaubt. Filmausschnitte aus Joseph Loseys „Don Giovanni“ bilden eine zweite Ebene und werden durch Parallel-Montage so in die Handlung eingefügt, dass daraus Analogien zur Verführungsgeschichte von Marc und Jordan entstehen.

 

 

Interview mit Angela Christlieb


Wie kamst du zu dem Film und wie entstand die Idee, einen Film über Marc Rollinger zu drehen?

Es war ursprünglich nicht meine Idee, sondern es gab bereits ein Drehbuch, das unter anderem von Philipp Reimer entwickelt wurde. Philipp ist Luxemburger und lernte Marc während einer Inszenierung von Don Giovanni in der Berliner Oper kennen. Sie fanden sich auf Anhieb sympathisch und stellten gewisse Gemeinsamkeiten fest: Beide kommen aus Luxemburg, lieben Oper und haben am Weltfrauentag Geburtstag. Er fand Marc so spannend, dass er anfing, gemeinsam mit Patricia Fürst ein Drehbuch zu schreiben. Auf der Diagonale 2011 lernte ich die Produzentin Bady Minck kennen. Sie schickte mir eine Synopsis des Filmes zu und fragte mich, wie ich das fände. Ich war sofort begeistert von der Geschichte. Meine erste Reaktion war: Diesen Film möchte ich auf jeden Fall sehen, wenn er fertig ist. Wenig später fragte sie mich, ob ich für diesen Film Regie führen wolle. Ich ließ alles stehen und liegen und bin innerhalb von Tagen von Wien nach Luxemburg umgesiedelt. Dort habe ich zuerst  intensiv mit Marc recherchiert, am Drehbuch weiter gearbeitet und relativ schnell angefangen zu drehen.

Was hat dich an der Thematik und an der Person fasziniert?

Mich faszinierte auf Anhieb, dass es eine sehr ungewöhnliche Geschichte ist. Sie spielt in einer Welt, zu der ich normalerweise keinen Zugang habe. Die Welt von Luxus und teuren Hotels in Verbindung mit Oper und Escort-Boys. Im Kontrast dazu Marc, der Mensch, der mit einer unheilbaren Auto-Immunkrankheit umgehen muss, die sein Leben überschattet, und sich trotzdem in einen Porno-Darsteller verliebt. Das war für mich von Anfang an eine sehr intensive Thematik mit unterschiedlichen Facetten und Ebenen. Was mich am meisten interessiert hat, war diese Parallelwelt, in der sich Marc bewegt. Die wollte ich kennen lernen.
Obwohl ich keine große Opernkennerin bin, ist für mich die Figur des Don Giovanni sehr fesselnd, weil er Macht über andere hat und ihm alle erlegen sind. Dass sich Marc gerade mit dieser Oper identifiziert, wird klar, wenn man ihn besser kennenlernt.  Er braucht das Spiel von Macht und Kontrolle über andere wie die Luft zum Atmen. Das hat nicht nur mit seiner Krankheit zu tun, aber sie trägt einen großen Teil dazu bei, da er durch sein körperliches Leiden nicht der Unterlegene sein will.  Ihm ist völlig bewusst, dass er durch seine Selbstinszenierung und sein Outing provoziert. Aber er hat genug Selbst-Ironie, sich über extreme Reaktionen zu freuen. Das gefällt mir und dafür bewundere ich ihn.

Der Film besteht aus einzelnen Stationen. Woher stammen diese? Waren die Orte auf Grund des Drehbuches mit Marc abgesprochen oder entstanden diese spontan während des Filmens? Wie kam es also dazu, dass du mit Mark gemeinsam quer durch Europa gereist bist?

Marcs Leidenschaft ist es, dorthin zu reisen, wo Don Giovanni aufgeführt wird und sich dazu  junge „Begleiter“ einzuladen, die er vor Ort kennenlernt. Seine Reisen führen ihn kreuz und quer durch Europa. Jedoch nicht darüber hinaus, weil es ihm aufgrund seiner Krankheit zu riskant ist, längere Flugreisen zu machen.  Es waren ursprünglich auch andere Orte im Drehbuch vorgesehen, aber ich  musste mich danach richten, in welchen Städten Don Giovanni im Zeitraum des Drehplans tatsächlich gespielt wurde.  Ich wollte  auf jeden Fall in Venedig drehen, weil diese Stadt visuell spektakulär ist und  für mich zu Don Giovanni gehört, da die Filmausschnitte aus Joseph Loseys „Don Giovanni“ auch in Venedig spielen.  Wir hatten Glück, dass es noch weitere Aufführungen in Wien und in Berlin gab. Es gab noch andere Städte, in denen Don Giovanni aufgeführt wurde, aber ich habe ich mich auf Venedig, Wien und Berlin konzentriert. Für mich waren diese drei Städte ein sehr schöner Kontrast, da sie sehr unterschiedlich sind.

Du und dein Kamerateam seid sehr präsent im Film. Man hat manchmal  das Gefühl, dass ihr in die Geschichte eingreift und  gewisse Situationen provoziert. Dieses unterscheidet deinen Film von vielen klassischen Dokumentarfilmen, die eher beobachtend oder hinterfragend sind. Wie sehr hast du das Geschehen tatsächlich gesteuert?

Es war nicht von Anfang an geplant, dass ich und das Filmteam im Film zu sehen sein werden. Im Gegenteil:  Ich wollte ursprünglich auf keinen Fall im Film präsent sein. Ich wollte nicht einmal, dass meine Stimme zu hören ist.
Dann haben sich die Dreharbeiten dahin entwickelt, dass Marc absolute Kontrolle über den Film ausüben wollte. Er wollte bestimmen, was gedreht wird, was zu manchen Konfliktsituationen führte. Wenn es nicht nach seinem Willen ging, drohte er mit Verweigerung. Die Dreharbeiten mit Marc waren eine große Herausforderung für mich. Um Reaktionen und  „echte“ Gefühle von ihm zu bekommen, musste ich ihn mit Szenen überraschen, um ihn abzulenken. Ein einfacher Trick war, ihm junge attraktive Männer einzuladen und immer ausreichend Champagner in den Kühlschrank zu stellen. Das hat dazu geführt, dass er seine Selbstinszenierung und Kontrolle für eine Weile vergessen hat und er selbst wurde.
Während des Schnitts stellte sich heraus, dass dieses Machtspiel zwischen ihm und dem Filmteam ein wichtiger Teil des Filmes geworden war und im Film thematisiert werden musste. In der ersten Schnittfassung hatte ich ein paar dieser Momente in den Film eingebracht. Die Zuschauerreaktionen darauf waren so positiv, dass wir diese Seite des Filmes verstärkt haben.

Dein Film vermittelt ein sehr starkes Gefühl des Voyeurismus‘. Inwiefern war dieser Blick beabsichtigt?

Stichwort Voyeurismus: Das ist bei  jedem Dokumentarfilm die entscheidende Frage. Wahrscheinlich besonders bei diesem Film, weil der Zuschauer das Gefühl hat, direkt in Marcs Schlafzimmer zu blicken. Man darf aber nicht vergessen: das Schlafzimmer ist eine Bühne, die Marc für uns inszeniert. Die Kamera ist sein Spiegel und der Film sein Medium. Wenn jemand den Film voyeuristisch findet, mag er - in diesem Sinne-  vielleicht recht haben. Mein Ziel war es nie, ihn bloßzustellen. Im Gegenteil: ich wollte hinter die Kulissen des Menschen Marc blicken und zeigen, dass er trotz seiner Selbstinszenierung und Machtspiele durchaus verletzliche und zutiefst menschliche Seiten hat.

Du arbeitest mit sehr vielen visuellen Mitteln wie Zeitraffer, Bildschnitten usw.. Wie viel hast du in den Film, in die Geschichte somit eingegriffen, und kann man es überhaupt ein Eingreifen nennen?

Ich sehe meine visuellen Stilmittel wie Zeitraffer, Jump-Cuts oder Bild-in-Bild-Montagen nicht als Eingreifen in die Geschichte, sondern als künstlerisches Ausdrucksmittel, als Möglichkeit, mit verschiedenen Wahrnehmungs- und  Zeitebenen zu arbeiten. Ich hatte von Anfang an die Idee, dass sich der Film zwischen Inszenierung und Realität bewegen soll, so wie sich die Geschichte  zwischen der Kunstfigur Marc und dem echten Marc bewegt. Ich wollte Illusionsräume schaffen und visuelle Stilmittel dazu nutzen, sich in diesen Räumen zu bewegen.
Zum Beispiel habe ich Bilder von Krankenhaustüren, durch die Marc geht mit Bildern des Luxemburg Pavilions der Biennale Venedig montiert. Marc tritt durch einen gläsernen Raum in einen weißen Raum mit surrealen Möbeln, deren Beine gebrochen sind. So entstehen Assoziationsräume, die beim  Zuschauer Irritationen hervorrufen können. Das beschreibt einen psychischen Zustand, der allein durch die Montage von Bilder und Töne erzeugt wird. Das mag wie ein Eingriff in die Realität aussehen. Ich finde jedoch, dass man Dokumentarfilme nicht streng dogmatisch machen muss, um die Realität 1:1 abzubilden, sondern sich die Freiheit erlauben kann, mit Realitätsebenen zu spielen.

An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an  meine Produktionsfirma AMOUR FOU und Bady Minck aussprechen, die mich durch ihren künstlerischen Ansatz darin unterstützt hat, experimentell arbeiten zu können.  Ebenso an die Filmförderung Luxemburg, die mir diese Freiräume ermöglicht hat, und an meine Cutterin Pia Dumont.

 

 

Biografie & Filmografie von Angela Christlieb | Regie

1989-95 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Valie Export (Medienkunst), und Heinz Emigholz (Film). 1996 Meisterschülerabschluss.
1996 Umzug nach New York durch ein zweijähriges Nafög-Stipendium. Produktion mehrerer Kurz- und Experimentalfilme, sowie Buch und Regie des Kinofilmes CINEMANIA.
Freie Mitarbeit beim Anthology Film Archive und Filmmakers Coop in New York im Bereich Kino-Management und Filmrestaurierung. Es folgte ein DAAD-Stipendium und Aufbaustudium Filmproduktion an der New School University u.a. bei Alan Berliner.
Seit 2000 Kooperation mit der New Yorker Künstlergruppe Eve Sussman & the Rufus Corporation, u.a. Kamera und Performance mehrerer Video-Kunst-Projekte.
2001 Umzug nach Berlin. Arbeitet als Freie Autorin, Regisseurin und Cutterin u.a. für Monika Treut, Heinz Emigholz, sowie als Dozentin im Studiengang Experimentelle Mediengestaltung an der UdK und Anthropology Media Studies an der FU Berlin.
2006 EAVE (European Audiovisual Entrepreneurs Programm) für die Entwicklung des Kinodokumentarfilms URVILLE, der 2009 Premiere feiert.
2007/08 Schnitt und visuelle Konzeption für Christoph Schlingensiefs Film AFRICAN TWINTOWERS und KARPOW CITY (Volksbühne Berlin).
Seit 2010 Drehbuchentwicklung des Spielfilmprojektes ELECTRIC GIRL, sowie mehrerer Kurzfilmprojekte. 2010 Dreharbeiten und Schnitt des Kinofilms NAKED OPERA.  2013 Weltpremiere von NAKED OPERA auf der BERLINALE 2013. Gewinnt Heiner-Carow-Preis für besten deutschsprachigen Film im Panorama der BERLINALE. NAKED OPERA kommt im Herbst 2013 ins Kino.