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MARK LOMBARDI
– Kunst und Konspiration!

D 2012 – 79 Min - OmU

Buch                                   
Mareike Wegener

Regie                                 
Mareike Wegener

Kamera                             
Sophie Maintigneux

Ton                                     
Giles Khan

Schnitt                                
Eli Cortiñas, Mareike Wegener

Musik                                 
Kevin Haskins

Sounddesign                   
Achim Rhinow, Fridolin Menzel

Mischung                          
Gerald Cronauer

Produktionsleitung          
Heino Herrenbrück

Redaktion                         
Kathrin Brinkmann (ZDF/arte)

Executive Producer         
Paul Miller (Escape Pictures)

Produzent
Titus Kreyenberg (unafilm)

 

Festivals/Preise               
Max Ophüls Preis 2012 – Wettbewerb Dokumentarfilm

gefördert durch
Film- und Medien Stiftung NRW
Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM)
Filmförderungsanstalt (FFA)
Deutscher Filmförderfond (DFFF)


MARK LOMBARDI
– Kunst und Konspiration

Ein Film von Mareike Wegener

Kinostart: 31. Mai 2012


Trailer

Stadt  Kino  Termin  Info     
Augsburg  CinemaxX  am 07.06. - 13.06.2012       
Bamberg  Lichtspiel  am 20.09. - 23.09.2012       
Berlin  ACUD  ab 14.06.2012       
Berlin  Babylon Mitte  am 24.05.2012  Premiere mit Regisseurin     
Berlin  Babylon Mitte  am 31.05. - 06.06.2012       
Berlin  Eiszeit  am 31.05. - 06.06.2012  Regisseurin zu Gast     
Berlin  Eiszeit  ab 31.05.2012       
Berlin  Lichtblick  ab 31.05.2012       
Berlin  Sputnik  ab 31.05.2012       
Dresden  Kino im Dach  am 31.05. - 06.06.2012       
Dsseldorf  Bambi  am 31.05. - 06.06.2012       
Dsseldorf  Filmwerkstatt  am 17.08.2012  Open-Air-Kino     
Frankfurt  Mal Seh'n  am 31.05. - 06.06.2012       
Grohennersdorf  Kunst Bauer Kino  am 07.06.2012       
Hamburg  Kinemathek  am 18.06.2012  Regisseurin zu Gast     
Hamburg  Kinemathek  ab 17.06.2012             
Hannover  Kino im Hochhaus  ab 31.05.2012             
Hannover  Kino im Kstlerhaus  am 29.05.2012             
Kassel  Cineplex  ab 21.06.2012             
Kln  Filmforum  am 28.05.2012  NRW-Premiere           
Kln  Filmpalette  ab 31.05.2012             
Kln  KHM  am 12.12.2012  Best of KHM           
Konstanz  Scala  am 01.11.2012             
Leipzig  Luru  am 28.06. - 04.07.2012             
Leipzig  Luru  ab 28.06.2012             
Ludwigsburg  Caligari  ab 18.07.2012             
Mnchen  Monopol  ab 31.05.2012             
Mnster  Cinema  am 26.08.2012             
Nrnberg  Filmhaus  ab 12.07.2012             
Regensburg  Kinos im Andreasstadel  ab 29.07.12             
Saarbrcken  Filmhaus  am 31.05. - 06.06.2012             
Wiesbaden  Caligari  am 17.08 + 19.08.2012    

 

Kurztext


Der New Yorker Künstler, Mark Lombardi, hat in seinen Zeichnungen die globalen Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Terrorismus visualisiert. Sein plötzlicher Tod lässt viele Fragen offen: Hat er sich selbst das Leben genommen oder ist er Opfer einer Verschwörung geworden? Welche Rolle spielt sein Meisterwerk „BCCI“ in den Ermittlungen des FBI?

 

 


SYNOPSIS


Mark Lombardis Bilder sind riesige analoge Netzwerke. In diesen sind die Zusammenhänge, die finanziellen Transaktionen und gegenseitigen Einflüsse von Finanzwelt, Politik, Wirtschaft und Terrorismus visualisiert - eine globale Landkarte großer Wirtschaftsskandale, politischer Intrigen, Verbrechen und Verschwörungen.

Noch nie waren Informationen so leicht zugänglich wie im digitalen Zeitalter. Und noch nie war die Gefahr größer, sich in dieser unendlichen Informationsflut zu verlieren. Das Wesentliche ist nicht die Information selbst, sondern deren Verknüpfung und Einordnung. Und genau das leisten die Bilder von Mark Lombardi: die Verknüpfung unzähliger Informationen, die alle mittels klassischer Medien recherchiert worden sind. Tausende Karteikarten sind das Resultat jahrelanger Recherche in Büchern und Bibliotheken. Dieser immense Wissensfundus bildet die Grundlage von Lombardis Kunst. Ein ausgeklügeltes Pfeilsystem lässt den Betrachter in das Netzwerk von Lombardis Bildern eintauchen. Dabei changiert die Perspektive ständig zwischen der Sicht auf die konkreten Zusammenhänge und deren Gesamteindruck als künstlerischem Objekt. Die Schlüsse aus diesen Verbindungen kann jeder selbst ziehen. Lombardis Bilder geben Richtungen vor, verweigern sich aber jeder finalen Deutung. Die Methode seiner Visualisierung und Verknüpfung nennt Lombardi „Narrative Structures“.


Kurz nach einer seiner größten Ausstellungen wird Lombardi tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden. Laut Behörde, Selbstmord durch Erhängen. Beweise verschwinden, Lombardis Familie und Freunde sind sich alles andere als sicher. Litt Lombardi unter Verfolgungswahn oder wurde er tatsächlich beschattet? Einige Monate nach seinem Tod, im Zuge der Untersuchungen der Terroranschläge des 11. Septembers, interessiert sich auf einmal das FBI für seine Bilder. Lombardis gründliche Recherche soll helfen die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen zu beleuchten. Ein Novum in der Kunstgeschichte: ein Kunstwerk dient als Quelle für laufende kriminalistische Ermittlungen.
Lombardi visualisierte Verbindungen in  der Gegenwart, die durch ihre wechselseitigen Auswirkungen die Zukunft und damit unsere heutige Gegenwart bestimmen und prägen.
Lombardis Schicksal zeigt, wie viel Macht in Informationen steckt und welche Gefahren sie bergen.
Der Film bietet ein spannendes Künstlerporträt, das zeigt, wie Lombardis Werke entstanden sind und was sie bewirken.

 

 

REGIESTATEMENT


Dokumentarfilm darf nicht nur aus sicherer Distanz Leid und Missstände ausstellen. Er muss Strategien vorstellen, neue Ideen, Wege aus der Misere. So hab ich gedacht, als ich das Projekt über den Künstler Mark Lombardi in Angriff nahm. Und ich war überzeugt, dass seine Geschichte dieses Vorgehen erlauben würde. Der Missstand ist das System; Lombardis Kunst deutet den Weg aus der Misere: Wir dürfen unsere Augen nicht vor dem verschließen, was vor sich geht, uns nicht von Informationsfluten überrollen lassen und aus Überforderung und dem Gefühl der Machtlosigkeit in Angst erstarren.


Im Zuge der Recherche, und weil ich den Film dramaturgisch und visuell an das Genre des Politthrillers anlehnen wollte, habe ich viele Filme gesehen, in denen ein Held als einfacher Mensch getarnt durch das Sammeln von Informationen und das Offenlegen von Strukturen und Hierarchien, Korruption und Machtmissbrauch in den Führungsriegen von Politik und Wirtschaft entlarvt, den Bösewicht ausfindig macht, und ihn auf legale, demokratische Weise zu Fall bringt. Dann wird die Akte geschlossen und der Film ist zu Ende. Der Zuschauer geht erleichtert und zufrieden nach Hause, weil er denkt, so schlecht kann ein System nicht sein, in dem der Mut und die Hartnäckigkeit einfacher Menschen so korrektiv wirken kann, dass selbst ein Staatsoberhaupt aus dem Machtzentrum entfernt werden kann. Das System funktioniert also doch, weil ihm diese Kontrollinstanzen inne wohnen.
Die Geschichte Mark Lombardis aber verbietet eine solche Narration.

Mark Lombardi ist viel gefährlicher als Woodward, Bernstein und Co.: Einerseits, weil er in seinen Zeichnungen ein Bild entwirft, in dem das Gesamtsystem in seiner Verfaultheit und Brüchigkeit dargestellt wird, andererseits, weil er starb, ohne dass es zu einer kathartischen Heldentat kam. Egal ob Lombardis Tod ein Selbstmord war oder nicht, seine Arbeit und seine Obsession haben ihn dahingerafft und jetzt lebt er nicht mehr. Erzählt man seine Geschichte, muss man zwangsläufig auf ein Hollywood-Ende verzichten.

Welches Gefühl hinterlässt dies beim Zuschauer? Wie kann ich eine solche Geschichte erzählen, ohne komplett pessimistisch daher zu kommen, ohne jedes letzte Fünkchen Hoffnung zu zerstören, und ohne jegliche Art der Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart als nicht lohnenswert, ja als geradezu fatal einzuordnen?

Film ist dazu da, ohne Heuchelei und falsche Betroffenheit diese Geschichten zu erzählen. In einem Interview hat Julian Assange kürzlich gesagt, dass keine politische Theorie umfassend genug sein kann, solange es nicht genügend Informationen, bzw. Wissen darüber gibt, wie die Welt eigentlich funktioniert. Mark Lombardi zeigt uns in seinen „Narrative Structures“ wie die Welt funktioniert, indem er ein visuelles Modell jener Strukturen entwirft, die unser Leben bestimmen. Er zwingt uns, den Tatsachen ins Gesicht zu blicken und wird so irgendwie doch zu dem „Helden“, den unsere Zeit braucht.

Mareike Wegener, im Dezember 2011

 

 

BIO – / FILMOGRAFIE REGISSEURIN MAREIKE WEGENER

Geboren 1983 in Borken/ Westfalen. Nach einem Praktikum als Schnittassistentin bei Studio Hamburg, bis 2008 Studium der Regie an der Kunsthochschule für Medien, Köln und Realisierung eigener Filme.  2007 Stipendiatin an der New School, New York, im Studiengang „Documentary Media Studies“, u.a. bei Oscarpreisträgerin Cynthia Wade.
Seit 2008 tätig als freie Autorin, Filmemacherin und Cutterin.

Peak
Dokumentarfilm, 85‘, 35 mm, Farbe
produziert von unafilm, Köln
Buch zusammen mit Hannes Lang; Regie: Hannes Lang

Gartenträume
Doku-Serie, 5x45‘, HD, Farbe
produziert von Lichtblick, Köln, in Koproduktion mit Arte, RAI
Buch für 5 Folgen zusammen mit Carl-Ludwig Rettinger, Regie 1 Folge

Al Hansen – The Matchstick Traveller
Dokumentarfilm, 54‘, DV, Farbe
produziert von der Kunsthochschule für Medien Köln
Buch, Regie, Schnitt
Festivals: Anthology Film Archives New York, Big Sky Documentary Film Festival, London Independent Film Festival, European Film Festival, Official Finalist @ Canada International Film Festival, Alternative Film Festival Belgrad

Leavenworth, WA
Dokumentarfilm, 29‘, HD, Farbe
produziert von der Kunsthochschule für Medien Köln
Co-Autorin, Schnitt; Regie: Hannes Lang

 

 

FILMOGRAFIE UNAFILM

Titus Kreyenberg (Produzent)

Nachdem er viele Jahre als ausführender Produzent für Film und Fernsehen gearbeitet hat, gründete Titus Kreyenberg 2004 seine eigene Produktionsfirma unafilm.

unafilm produziert Kinofilme.
Kompromisslos und künstlerisch anspruchsvoll.
Fiktional und dokumentarisch. National und international.
unafilm ist in Köln und Berlin präsent.

Die Filme von unafilm wurden sowohl national, als auch international im Kino ausgewertet und liefen im  Wettbewerbsprogrammen von Filmfestivals in Berlin, Toronto, Thessaloniki, San Sebastian, Leipzig, bei der Diagonale Graz und vielen mehr.

unafilm ist Mitglied bei ACE, der Allianz Deutscher Produzenten und AG DOK.

Dokumentarfilme:

  • I love you (2011)
    von Emine Emel Belc?
    in Koproduktion mit Motiva Film (TR)
  • Schönheit (2011)
    von Carolin Schmitz
  • Peak (2011)                                              
    von Hannes Lang
    in Koproduktion mit Movimento Films (I) 
  • Mark Lombardi (2011)                           
    von Mareike Wegener
  • Die Kinder v. Friedrichshof (2009)       
    von Juliane Großheim
  • Benidorm (2006)                                      
    von Carolin Schmitz
  • Die große Depression (2005)               
    von Konstantin Faigle

Spielfilme:

  • Halbschatten (2012)                               
    von Nicholas Wackerbarth
    in Koproduktion m. Les films d’Antoine (F)
  • Formentera (2011)                                  
    von Ann-Kristin Reyels
  • Future Lasts Forever (2011)                 
    von Özcan Alper
    in Koproduktion mit NAR Film (TR) und Arizona Film (F)
  • Die Ausbildung (2011)
    von Dirk Lütter
  • Losing It (2011)
    von Macdara Vallely
    in Koproduktion mit Samson Films (IR) und Ed Productions (US)
  • Our Grand Despair (2011)
    von Seyfi Teoman
    in Koproduktion mit Bulut Film (TR) und Circe Films (NL)
  • Satte Farben vor Schwarz (2010)
    von Sophie Heldman
    in Kopr. m. DschointVentschr (CH)
  • Elli Makra - 42277 Wuppertal (2008)
    von Athanasios Karanikolas
  • Hannah (2006)
    von Erica von Moeller