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Cast

Marija
Margarita Breitkreiz

Georg
Georg Friedrich

Olga
Olga Dinnikova

Cem
Sahin Eryilmaz

Crew

Regie
Michael Koch

Produzenten Pandora Film
Claudia Steffen
Christoph Friedel

Koproduzent Hugofilm
Christof Neracher

Koproduzent Little Shark
Tom Spiess

Redaktion WDR
Andrea Hanke

Redaktion ARTE
Georg Steinert

Redaktion SRF
Tamara Mattle

Buch
Michael Koch

Co-Autorin
Juliane Grossheim

Bildgestaltung
Bernhard Keller

Montage
Florian Riegel

Ausstattung
Petra Barchi

Maske
Astrid Weber

Kostüm
Peri de Braganca

Tongestaltung
Tobias Koch
Maurizius Staerkle Drux

Originalton
Jean-Pierre Gerth

Licht
Henry Notroff

Produktionsleitung
Katja Christochowitz

Regieassistenz
Roger Schweizer

Casting
Susanne Ritter

 


Marija


Ein Film von Michael Koch

Kinostart: 09.03.2017


Trailer

 

SPIELPLAN

StadtKinoTerminInfo
BerlinAcudab. 09.03.2017
Berlinfsk Kinoab 09.03.201711.03.2017 Filmgespräch mit Regisseur
BerlinHackesche Höfeab 09.03.201709.03.2017 20.00 Uhr Filmgespräch mit Regisseur und Haupdarstellerin
BerlinKrokodilab 09.03.2017
BerlinSputnikab 09.03.201710.03.2017 20.00 Uhr Filmgespräch mit Regisseur
BerlinLadenkinoab 23.03.2017
BochumEndstationab. 09.03.2017
DresdenKino im Dachab 09.03.2017
DortmundRoxyab 09.03.2017
DortmundSweet Sixteen23.02.2017Sonderveranstaltung
DüsseldorfBambiab 09.03.201707.03.2017 Preview mit Regisseur
ErfurtKino am Hirschlachufer27.04.-30.04.2017
EssenGalerieab 09.03.2017
FrankfurtMal Seh'nab 16.03.2017
FreiburgFriedrichsbauab 09.03.2017
HannoverKoKiab 09.03.2017
HeidelbergKarlstor ab 09.03.2017
KarlsruheKinemathekab 20.04.2017
KielKokiab 09.03.2017
KölnFilmpaletteab 09.03.2017
KölnOff Broadway08.03.2017Preview mit Regisseur
LeipzigSchaubühneab 16.03.2017
MannheimCinema Quadratab 09.03.2017
MünchenWerkstattkinoab 09.03.2017Mo. 13.03.2017 20.30 Uhr Filmgespräch mit Regisseur
MünchenMonopolab 15.06.2017
MünsterCinemaab 06.04.2017
OberhausenLichtburg04.03.2017Preview mit Produzentin Claudia Steffen
OchsenfurtCasablanca18.+19.04.2017
Schwäbisch HallKino im Schafstall25.+28.05.2017
SeefeldBreitwandab 09.03.2017
SingenWeitwinkel20.04.2017
TübingenArsenalab 09.03.2017
WasserburgUtopia08.03.2017Preview
WeimarLichthausab 16.03.2017
WerderScalaab 09.03.2017

 

 

SYNOPSIS

Marija, eine junge Ukrainerin, verdient sich ihren Lebensunterhalt als Reinigungskraft in einem Hotel in Dortmund, träumt jedoch von einem eigenen Friseursalon. Monatlich legt sie etwas Geld beiseite, als eine fristlose Kündigung ihren Traum in weite Ferne rückt. Ohne Arbeit und finanziell unter Druck, sieht sie sich dazu gezwungen, nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dabei ist sie bereit, ihren Körper, ihre sozialen Beziehungen und zuletzt die eigenen Gefühle dem erklärten Ziel unterzuordnen. Das Spielfilmdebüt von Michael Koch ist das Portrait einer jungen Frau, die am Rand unserer Produktions- und Konsumgesellschaft lebt, sich jedoch nicht auf die ihr zugeschriebene Opferrolle reduzieren lässt. Fordernd, entschlossen und kompromisslos kämpft sie für ein freieres, selbstbestimmtes Leben.

MARIJA bei Facebook: www.facebook.com/marija.der.film

Interview mit Michael Koch, Regisseur & Autor

Wie kam es zur Geschichte, die Du in MARIJA erzählst?

2010 war ich länger in der Ukraine und lernte dort viele, meist junge Leute kennen, die ihr Land unbedingt verlassen wollten. Die Entschlossenheit mit der sie einen Ausweg aus der eigenen Perspektivlosigkeit suchten, war beeindruckend. Über eine Freundin in Kiew hörte ich dann von einer jungen Frau, die aus Odessa nach Deutschland kam. Sie arbeitete in Dortmund als Putzfrau, wollte aber sobald wie möglich ein eigenes Nagelstudio eröffnen. Die Dringlichkeit mit der die junge Frau für ihre Selbständigkeit kämpfte und ihr Stolz, mit dem sie auf Rückschläge reagierte, beeindruckten mich sehr und waren der Auslöser für meine Auseinandersetzung mit dem Stoff.

MARIJA spielt in der Dortmunder Nordstadt. Kannst Du uns was zum Viertel erzählen, in dem Du gedreht hast?

In der Nordstadt, einem ehemaligen Arbeiterviertel im Ruhrgebiet leben heute Menschen aus über 130 Nationen. Ein Mikrokosmos, der viel über unsere Gegenwart aussagt und zugleich eine deutsche Lebensrealität abbildet, die viel zu selten differenziert betrachtet wird. Aufgrund des Niedergangs von Stahl- und Kohleindustrie, stehen in der Nordstadt immer wieder Häuser leer und verfallen. Auf viele Migranten, die mit wenig, teilweise überhaupt keinen finanziellen Mitteln nach Deutschland kommen, wirkt das anziehend, sie glauben sich hier eine neue Existenz aufbauen zu können. Den lokalen Vermietern wiederum sind die neuen Arbeitsmigranten eine willkommene Klientel, weil sie ihnen in überfüllten Etagen, Schlafplätze und Zimmer vermieten können und auf diese Weise an ihren maroden Altbauten was verdienen. Der Kampf um die eigene Existenzgrundlage ist in der Dortmunder Nordstadt überall spürbar. Das Viertel schien mir deshalb der geeignete Ort zu sein, um der Frage nachgehen zu können, wie sich der tägliche Überlebenskampf eines Migranten auf das eigene, soziale Umfeld auswirkt. Oder anders formuliert: Kann man sich in einer Welt, in der zwischenmenschliche Beziehungen auf ihre ökonomische Verwertbarkeit ausgerichtet sind, Dinge wie Moral oder Gefühle überhaupt noch leisten?

Was ist Marija für eine Frau? Wie würdest Du sie beschreiben?

Marija ist eine eigensinnige, starke Frau, die zwar einstecken muss, aber auch austeilen kann. Das hat mich von Anfang an interessiert. Ich wollte die Geschichte einer Frau erzählen, welche die Opferrolle, die man ihr zuschreibt, nicht akzeptiert. Eine Frau, die durch die Härte sich selbst und ihrem sozialen Umfeld gegenüber, irritiert, ihren Stolz und ihre innere Überzeugungskraft jedoch nie verliert. Eine Frau, die immer unterwegs ist, den Blick nach Vorne gerichtet hat. Sie verfolgt ihr Ziel so kompromisslos, so abgeklärt, dass sie plötzlich nicht mehr weiß, wie sie auf ihr inneres, aufkommendes Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit reagieren soll. Sie entscheidet sich sogar gegen ihre Gefühle, weiß aber, dass sie das machen muss, will sie den für sie so wichtigen Schritt in ein freieres, selbstbestimmtes Leben tun.

Was war Dir beim Cast wichtig, wonach hast Du geguckt?

Ich habe Margarita Breitkreiz mehrmals auf der Bühne gesehen (Volksbühne Berlin) jedoch nie im Film. Als sie dann zum Casting kam, war mir ziemlich schnell klar, dass das Marija ist. Unbestechlich, eigensinnig und sehr ehrlich in ihrem Spiel. Georg Friedrich (Georg) hatte ich bereits während dem Schreiben im Kopf. Er schafft es, seinen eigenwilligen Figuren eine Verletzlichkeit zu verleihen, die mich berührt. Was mich interessiert, ist immer der Mensch und nicht die Figur. Deshalb habe ich mich bei der Besetzung für Darsteller entschieden, die was Eigenwilliges haben. Darsteller, die eine Geschichte, eine Vergangenheit mitbringen, die sich in ihren Körpern, ihren Gesichtern zeigt. Viele Rollen wurden so von Menschen übernommen, die noch nie vor der Kamera gestanden haben. Mir war es wichtig, möglichst wenig zu behaupten. Deshalb habe ich mit Darstellern gearbeitet, die das Leben, wovon der Film erzählt, kennen, es leben oder gelebt haben.

Wie war der Dreh? Der Film wurde ja grösstenteils an Originalschauplätzen gedreht.

In der ausgiebigen Recherchephase habe ich viel, sehr viel Zeit in den Cafes und Strassen vor Ort verbracht. Das half, um das anfängliche Misstrauen der Menschen abzubauen. Nach und nach haben sie dann angefangen mir ihre Geschichten zu erzählen. Die habe ich schon früh in das Drehbuch integriert und viele der Menschen, die ich so kennen gelernt habe, sind als Darsteller im Film zu sehen. Dadurch war es uns während den Dreharbeiten möglich, nahezu uneingeschränkt an denjenigen Orten zu drehen, an denen die Geschichten, die mir erzählt wurden, auch tatsächlich passiert sind. Die Miteinbeziehung der Menschen vor Ort und das daraus resultierende gegenseitige Vertrauen, war eine sehr beglückende Erfahrung.

Stills

Margarita Breitkreiz (MARIJA)
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Sahin Eryilmaz (CEM), Margarita Breitkreiz (MARIJA)
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Sahin Eryilmaz (CEM), Georg Friedrich (GEORG)
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Margarita Breitkreiz (MARIJA)
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Georg Friedrich (GEORG), Margarita Breitkreiz (MARIJA)
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Michael Koch
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