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PRIX EUROPA 2006
FOR BEST EUROPEAN DOCUMENTARY

MAX OPHÜLS DOKUMENTARFILMPREIS 2006
(Filmfestival Max Ophüls Preis)

BESTER DOKUMENTARFILM 2006
(Filmfestival achtung Berlin - new berlin film award)

BESTE KAMERA 2006
(Filmfestival achtung Berlin - new berlin film award)

 

CREDITS

Deutschland / Spanien 2006

83 Min., spanisch / katalanisch mit deutschen Untertiteln, 35 mm, Drehmaterial: Super 16mm

Buch, Regie und Kamera: INES THOMSEN

Schnitt: LARS SPÄTH

Ton: WIEBKE HELDMANN, BENJAMIN KRBETSCHEK

Tonmischung: HOLGER LEHMANN (BVFT), MICHAEL GERBES,

TITUS MADERLECHNER, WIEBKE HELDMANN

Kameraassistenz: ELISABET ROURICH, SANDRA ORTIZ

Tonassistenz: BENJAMIN KRBETSCHEK, BERNAT GRAS, GABRIEL GALLEGO, EDUARDO TUSET

Schnittassistenz: FRANZISKA VON BERLEPSCH, SYBILLE ECKHARDT, JANINA HERHOFFER

Dramaturgische Beratung: ANNA KLAMROTH, NICOLE ARMBRUSTER

Source Musik: EIKE HOSENFELD & MORITZ DENIS, TONBÜRO BERLIN

Geräuschemacher: CARSTEN RICHTER

Techniksupport: JOCHEN HERMANN

Titeldesign: ALEJANDRA TOMEI

Runner: ANA FERRER, NEAL KRAJNIK, NEREA LEBRERO, PAUL SARALEGUI

Produktionsassistenz: JULIA ARAGAY

Produktionsleitung: CLAUDIA WOLF, BETTINA WALTER

Herstellungsleitung HFF: ANYA GRÜNEWALD, HOLGER LOCHAU

Co-Production Executive: MADELEINE SHEAHAN

Filmgeschäftsführung: MONIKA HELMER, GEORGIA SIMÓN

Delegate Producers TVC: JOAN CASAS, ROSA BOSCH

Redaktion ZDF/ARTE: DORIS HEPP

Redaktion TVC: JORDI AMBROS

Mitwirkende

PAULINA UBIEDO PARDO, JOSÉ BOADAS, ANTONIO MARTÍN, JORDI ARTÓS, JOSÉ CORTÉS, MARCEL TARRAGÓ, JOSÉ MINGUET, ALFONSO MORENA u. a.

Produktion: gop03 GmbH, CHRISTIN MEYER & ANKE JUNGFLEISCH,

POLAR STAR FILMS S.L., CARLES BRUGUERAS & BETTINA WALTER

Koproduktion: ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, TELEVISIÓ DE CATALUNYA, HOCHSCHULE FÜR FILM UND FERNSEHEN, „KONRAD WOLF“ Potsdam-Babelsberg

Gefördert von: KULTURELLE FILMFÖRDERUNG SCHLESWIG-HOLSTEIN e.V.,
INSTITUT CATALÀ DE LES INDUSTRIES CULTURALS



MAÑANA AL MAR

Ein Film von INES THOMSEN

Kinostart: 28. September 2006 (Berlin: 12. Oktober)


Stadt  Kino  Termin  Info   
Berlin  Urania  19.+23.1.07     
Bochum  Endstation  1.12.-6.12.     
Dsseldorf  Black Box  05.03.07  Filmwerkstatt   
Gttingen  Cinema  ab 25.1.07     
Hagen  Babylon  12.-17.1.07     
Hamburg  3001 Kino  23.11.-6.12.  25.11. Regisseurin+Produzentin zu Gast   
Heidelberg  Karlstor Kino  18.1.-24.1.07  Mittelmeer-Filmtage   
Kln  Filmpalette  ab 2.11.     
Lbeck  Nordische Filmtage  3.+4.11.  Filmforum Schleswig-Holstein   
Mnster  Cinema Filmtheater  ab 14.12.     
Offenburg  3 Knige Lichtspiele  5.+6.2.07     
Passau  Scharfrichter  8.12.-10.12.  Filmfest   
Potsdam  Filmmuseum  1.1.-7.1.07     
Regensburg  Wintergarten  23.11.-29.11.     
Solingen  Cobra  17.+18.2.,24.+25.2.07     
Weingarten  Linse  10.-16.5.07   
Wuppertal  Cinema  ab 8.2.   

 

KURZINHALT

Winter am einsamen Stadtstrand von Barcelona. Die Wellen kommen und gehen.
Der fast neunzigjährige José joggt durch den Sand und Paulina, eine gehbehinderte alte Dame, singt kubanische Boleros aus ihrer Jugend im eisigen Meer, während ihre Krücke am Ufer wartet. Der achtzigjährige Antonio sitzt auf seinem selbst gemauerten Thron auf der Mole und lässt seinen Blick über die See schweifen.
Die Protagonisten dieses Films stehen am Ende ihres Lebens. Sie sind Teil einer älteren Strandgemeinschaft, deren Leidenschaft sie jeden Morgen zum Meer zieht. Über einen langen Zeitraum folgt der Film diesen liebenswerten, humorvollen und überaus lebendigen Individualisten, die hier Wind, Wetter und Zeit trotzen und nimmt Teil an ihren Liebes- und Alltagsgeschichten. Die Kamera verlässt dabei nie den Strand, der als natürlicher Lebensraum dieser Menschen erscheint. Er wird Schauplatz einer rituellen Begegnung mit dem Meer, dessen Rhythmus den Film bestimmt.

 

INES THOMSEN ZU IHREM FILM

"Es war Winter in Barcelona als ich den einsamen Strand entlang lief.
Ich hörte den Gesang von Boleros, der mir vom Meer entgegen wehte und sah eine alte Frau im eisigen Wasser schwimmen. Es war die alte Dame Paulina, die mit ihrer kräftigen vollen Stimme Lieder aus einer vergangenen Zeit sang, während sie wie ein Delphin ihre Pirouetten in den Wellen drehte - ihre Krücke stand am Ufer und wartete auf sie.
Als sie aus dem Wasser kam, lächelte und winkte sie einem jungen Mann zu.
Die bezaubernde Leichtigkeit ihres Lächelns und ihrer Geste gehörte einer zwanzigjährigen Frau und war im Gegensatz zu ihrem alternden Körper voller eleganter Anmut.
Paulina musste wissen, dass sie keine jugendliche Schönheit mehr war, aber sie hatte es in diesem Moment vergessen. Eine von der Zeit unabhängige Anmut hatte mich in diesem Moment berührt und ich wurde neugierig, wer sich hinter den alten Menschen verbarg, die es tagtäglich zum Meer von Barcelona zieht."

Ines Thomsen lebte 2000/2001 ein Jahr in Barcelona in der Nähe des Hafens. Dort lernte sie zuerst die alte Dame Paulina und nach und nach alle weiteren älteren Gäste des Strandes kennen. In dieser Zeit entstand, zusammen mit Wolf Marcus Göppner, der Kurzfilm "Cantando la Vida" auf Super 8 mm über die Meeresdiva Paulina, der auf vielen internationalen Festivals lief (Prädikat: „wertvoll“, Best Student Film Award, Int. Filmfestival „Molodist“, Kiew, Ukraine, 2002).
Ein paar Jahre später folgte dann der lange Dokumentarfilm "Mañana al Mar".
Ines Thomsen hat Anfang 2005 neun Wochen am Stadtstrand von Barcelona, auf einem Kilometer von Mole zu Mole gedreht. Es war einer der kältesten katalanischen Winter seit 20 Jahren.

 

PROTAGONISTEN

Paulina Ubiedo Pardo

Die 76jährige Dame Paulina zieht es seit dem Tod ihres Mannes vor 20 Jahren jeden Morgen zum Meer. Ihre körperliche Gebrechlichkeit vergisst sie, sobald sie sich in die
Wellen schwingt und mit stolzer kräftiger Stimme kubanische Boleros singt. In diesen Momenten erblüht sie zur Diva des Strandes. Obwohl sie glaubt, dass sie eines Tages in diesen Wellen untergehen wird, lässt sie sich kaum durch die unruhige winterliche See irritieren.

José Boadas

Der 87jährige José joggt täglich in gebückter Haltung in seinem Tempo am Meer entlang. Sein dünner Körper scheint immer weniger zu werden. Allein sein Wille und seine Vergesslichkeit darüber, dass er nicht mehr 17 Jahre alt ist, tragen ihn leichtfüßig durch den Sand. José ist ein hervorragender und liebenswerter Geschichtenerzähler und gibt gerne seine skurrilen Anekdoten zum Besten. Mit Humor betrachtet er seinen deformierten Körper und reflektiert mit einer versöhnlichen Leichtigkeit über das Ende des Lebens, während dieser raue Winter auch sein letzter sein kann.

Antonio Martín

Der 83jährige Antonio hat sich auf der Mole aus kantigen Felsbrocken eine Art Wohnzimmer gemauert, das er schon mehrmals wieder aufbauen musste. Wenn er allmorgendlich auf seinem Steinthron sitzt und den Blick über die See schweifen lässt, hat er den Frieden mit sich und der Welt gefunden. Antonio ist als großer Masseur strandbekannt, doch diese kalten Tage scheint er vergeblich auf seine Freundinnen zu warten.