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Ein Film von Sigrid Faltin
D / F 2007 - 93 Min. - OmU

 

DREHORTE

Santana und Anina, Banat (Rumänien)
Oahu, Hawaii (USA)
Mexiko City und Puebla (Mexiko)
Havanna (Kuba)
Vitoria und Lanciego, Baskenland (Spanien)
Stonetown, Sansibar (Tansania)
Berlin, Krailling bei München, Hamburg (Deutschland)

 

MIT MUSIK VON

Elvis Presley, Freddy Quinn, Hans Albers, Perikles Fotopoulos, Jean Thomé, Coco Schumann Quartett (Berlin), Marianne und Katharina Hellstern Sántana (Rumänien), Blaskapelle Anina-Steierdorf (Rumänien), Makame Faki mit Culture Musical Club (Sansibar), Harry Koizumi, Matt Forster (Hawaii), Eugenia León (voc.) y la Puebla Philharmonic Orqestra (Mexiko), Marianita y René (Kuba), Los Jóvenes del Cayo (Kuba), Kontrairo (Spanien), Peter Fläschner (Hamburg), Garde Républicaine, Meistersextett, Jelly Roll Morton, Ahmad Zahir, Afghanistan Tau Moe Family, Rosita Serrano, Die tönende Ansichtskarte „La Paloma“, I-Roy, The Strangers, Larry Adler & Fred Hartleys Orchestra, Charles Kullmann, Carla Bley, Erich Wolfgang, Korngold, Ghettoswingers, Joan Revel, Grace Bumbry, Hemman-Quintett, Handbell Choir of St. Vincent, Haiti

 

STAB

Buch und Regie: Sigrid Faltin

Kamera: Holger Schüppel BvK

Ton: Enrico Leube

Kameraassistenz: Michael Paninski

Schnitt: Mike Schlömer

Tonschnitt und Mischung: Andreas Radzuweit

Onlineschnitt und Farbkorrektur: Christophe Reynaud

Musikrechteklärung: Markus Steffen

Aufnahmeleitung: Agnès Divoux

Produzenten: White Pepper Film, Freiburg (Sigrid Faltin), Seppia, Straßburg (Cédric Bonin, Pascaline Geoffroy)

Koproduzenten:
NDR (Bernd Michael Fincke),
WDR (Jutta Krug),
ZDF in Zusammenarbeit mit
ARTE (Sabine Bubeck-Paaz),
ETB (Santi Uriate)

unter Beteiligung von:
YLE (Finnland),
ORF (Österreich),
TVR (Rumänien),
DunaTV (Ungarn),
Noga (Israel),
Sogecable (Spanien),
Schweizer Fernsehen

gefördert von:
MFG Filmförderung Baden-Württemberg
Media – ein Programm der E.U.
Région Alsace
Communauté Urbaine de Strasbourg
www.lapalomaproject.com

Format:
35 mm Dolby Digital, gedreht auf Sony HDCam 16:9

Der Soundtrack zum Film ist bei Trikont erschienen www.trikont.de.

 

 


La Paloma

Ein Film von SIGRID FALTIN

150 Jahre La Paloma.
Vom Liebeslied zum Protestlied.
Von der kleinen Habanera zur Grande Dame der Popmusik.

Kinostart: 26. Juni 2008


Trailer

 

KURZTEXT


Es ist das Lieblingslied der Deutschen und gilt als Inbegriff des Nordens: LA PALOMA. Aber LA PALOMA ist mehr als Freddy Quinn und Hans Albers. Es ist die Grande Dame der Unterhaltungsmusik und das meist gespielte Lied der Welt. In Sansibar wird es auf Hochzeiten gespielt, in Rumänien am Ende einer Beerdigung, in Mexiko ist es das Protestlied gegen den neu gewählten Präsidenten. Weltweit schmückt es sich mit unterschiedlichen Texten, Rhythmen, Instrumentierungen. In seiner Seele, der Melodie, jedoch blieb sich LA PALOMA immer treu. Der Film folgt dem Lied auf seiner Reise um die Welt und zeigt die bewegende Karriere einer wunderbaren Melodie.

 


Was ist das Geheimnis dieses Liedes? Warum rührt es Menschen so vieler Hautfarben und Religionen zu Tränen?

Antworten geben Kalle Laar, Sammler und Herausgeber von bisher 5 LA PALOMA CD-Kompilationen, und die LA PALOMA – Versionen von Elvis Presley, Coco Schumann Quartett (Berlin), Makame Faki mit Culture Musical Club (Sansibar), Eugenia León (voc.) y la Puebla Philharmonic Orqestra (Mexiko), Harry Koizumi, Matt Forster (Hawaii), Blaskapelle Anina-Steierdorf (Rumänien), Los Jóvenes del Cayo (Kuba), Kontrairo (Spanien), Freddy Quinn, Hans Albers u.v.a.

 

Synopsis


Es ist das meist gespielte Lied der Welt. Der deutsche Klangkünstler Kalle Laar, der mehrere CDs mit LA PALOMA Versionen (Trikont) herausgegeben hat, kommt ohne Anstrengung auf 2000 Versionen. Die Dunkelziffer, sagt er, ist mindestens doppelt so hoch. Es ist das Lieblingslied der Deutschen. 2003 wählten die Leser einer deutschen Zeitung LA PALOMA zum Jahrhunderthit. Es gilt als Inbegriff des Nordens, verkörpert durch Freddy und Hans Albers.


LA PALOMA - die Grande Dame der Unterhaltungsmusik mit einer bewegten Vergangenheit und einer großen Zukunft wird 150 Jahre alt. Weltweit schmückt es sich mit unterschiedlichen Texten, Rhythmen, Instrumentierungen. In seiner Seele, der Melodie, jedoch blieb sich LA PALOMA immer treu. Was ist das Geheimnis dieses Liedes? Warum spricht es so viele Menschen aller Hautfarben und aller Religionen an? Der Film zeigt die bewegende Karriere einer wunderbaren Melodie.


LA PALOMA kam als kubanische Habanera auf die Welt, komponiert von dem Basken Sebastián Iradier. Der starb schon bald vergessen in der Heimat, während sein Lied bis heute Menschen in aller Welt berührt. Stets ist es das Lied der Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Ort oder einer geliebten Person. Im Banat tröstet es bei Beerdigungen die Hinterbliebenen, in Sansibar ist es das Abschiedslied bei Hochzeiten. In Mexiko rührte es einst den unglücklichen Kaiser Maximilian zu Tränen, während die Republikaner sich in einer Spottversion über das Kaiserpaar lustig machten. Zu seinen Klängen marschierten die Kinder in Auschwitz ins Gas. Hans Albers’ alkoholgetränkte Version wurde von Goebbels verboten. 1961 brachten Elvis Presley und Freddy Quinn das Lied in die Hitparaden. Heute wirkt die kleine Habanera eher müde und abgetakelt. Aber das Lied ist ein Überlebenskünstler. Als kraftvoller Protest gegen die Präsidentschaftswahlen in Mexiko und gegen den übermächtigen Nachbarn USA feiert LA PALOMA in Mexiko ein glanzvolles Comeback...

 

DIE PROTAGONISTEN

Kalle Laar ist DJ und Klangkünstler aus München. Er kennt mehr als 2000 Fassungen des Liedes und hat bereits 5 CDs mit LA PALOMA Versionen veröffentlicht. Er weiß – fast – alles über das Lied. Wie klingt es, wenn zehn blinde Haitianer mit Handglocken LA PALOMA spielen? Kalle Laar spielt es vor.

Helio Orovio lebt in Havanna, ist Musiker und Musikforscher. In seiner Freizeit spielt er aus Spaß bei den Los Jóvenes del Cayo mit, einer beliebten Altherrenband. „ La Paloma ist Teil meines Lebens“, sagt er. „Ein Lied voller Sehnsucht.“ Helio erzählt, wie das Lied entstanden ist.

Susi Igler erzählt die Geschichte LA PALOMAS in Mexiko: 1866 war das junge Liebeslied ein Hit bei den Konservativen wie bei den Liberalen. Es rührte die unglückliche Kaiserin Carlota zu Tränen, während die Republikaner sich in einer Spottversion über das Kaiserpaar lustig machten. Der Legende nach soll Kaiser Maximilian sich noch ein letztes Mal LA PALOMA gewünscht haben, bevor die Truppen von Präsident Juárez seiner Regentschaft ein Ende machten.

Eugenia León engagierte sich im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf für den Kandidaten der Linken, der nur knapp unterlag. Seine Anhänger glaubten an Wahlbetrug. Ihnen widmete Eugenia ihre Paloma-Version, die an die Spottversionen gegen Maximilian anknüpft. Eugenias kraftvolle Paloma beschwört eine Welt ohne Krieg, ohne Einmischung fremder Staaten – die Sehnsucht aller Menschen.

Harry Koizumi weiß, wie LA PALOMA zusammen mit der Gitarre nach Hawaii kam. König Kamehameha III engagierte mexikanische Cowboys, damit seine Untertanen lernen, wie man Rinder hütet. Abends saß man am Lagerfeuer und die Mexikaner spielten LA PALOMA auf ihrer Gitarre. Den Hawaiianern gefiel beides, und sie begannen zu experimentieren...

Primitivo Langarica hat vor kurzem seinen Lampenladen im Zentrum von Vitoria im spanischen Baskenland seinem Sohn übergeben. Jetzt kann er sich endlich seinem Hobby widmen: LA PALOMA-Platten sammeln. 983 hat er schon zusammen - von Heino bis Elvis Presley. „Komischerweise hat es ewig gedauert, bis ich eine baskische Version hatte“, staunt er. „Dabei stammt Sebastián Iradier aus Vitoria. Aber hier kennt ihn kaum noch jemand. Primi setzt alles daran, dies zu ändern.

Katharina Hellstern gehört zu den wenigen Deutschen, die nicht nach dem Sturz Ceaucescus aus dem Banat weggegangen sind. Sie kennt das Gefühl der Sehnsucht nach den Lieben, die in der Ferne ihr Glück gesucht haben. „LA PALOMA verkörpert Sehnsucht. Sehnsucht hat ein jeder Mensch. Sonst hat das Leben keinen Sinn“, sagt sie. Bis heute wird deshalb im Banat LA PALOMA bei Beerdigungen gespielt, selbst bei rumänisch-orthodoxen.

Von Coco Schumann, dem Berliner Meister des Swing, erfahren wir, wie er Mitglied der „Ghettoswingers“ wurde, und wie die Musik ihn in Auschwitz rettete. Indem er am Lagertor LA PALOMA spielen musste, als die Kinder ins Gas marschierten. „Was kann das Lied dafür, dass es missbraucht wurde?“ sagt er.

Makame Faki ist ein bekannter Sänger beim Culture Musical Club. Er schlägt sich mühsam durch mit einem kleinen Plattenladen. An Wochenenden spielt er bei Hochzeiten. Da darf Iradiers Melodie nicht fehlen. Es wird als Abschiedslied gesungen, denn es soll Frieden und Glück bringen. Dem Brautpaar und seinen Gästen.

Hans Albers´ alkoholgetränkte Version wurde einst von Goebbels verboten, während Freddy das Lied in die Hitparaden brachte. Der Hamburger Alleinunterhalter Peter Fläschner bringt es auf den Punkt: „LA PALOMA ist das Lied des Lebens. Denn alles, was im Leben wichtig ist, ist in LA PALOMA enthalten.“ Wer wollte ihm da widersprechen?

 

VARIATIONEN ZU LA PALOMA

„Als ich Havanna verließ, Gott mit mir, hat mich keiner gesehen, außer mir. Eine schöne Mexikanerin, Herrgott, ließ ich hinter mir, so war es.“
Originaltext Sebastián Iradier

„Ach, kleine Taube von gestern und von heute, die gegen Rassismus und Einmischung kämpft, flieg, Taube, an die Grenzen, und pass´ auf Deine Leute auf, die im Irak getötet werden.“
Text: Eugenia León

“Ein Wind weht von Süd und zieht mich hinaus auf See, mein Kind, sei nicht traurig, tut auch der Abschied weh. Mein Herz geht an Bord und fort muss die Reise gehen. Dein Schmerz wird vergehen und schön wird das Wiedersehen.“
Text: Helmut Käutner

„Meine Damen und Herren, wir sagen auf Wiedersehen, all denen, die heute abend dabei waren. Möge jedes böse Wort vergeben sein, möge keiner beleidigt oder traurig sein. Wir wünschen Euch eine gute Nacht, wir beten, dass Ihr weiterhin beschützt sein möget.“
Text: unbekannt, Sansibar

 

ÜBER DIE REGISSEURIN SIGRID FALTIN

Sigrid Faltin studierte Englisch, Germanistik und Geschichte in Bonn und Freiburg und promovierte in Neuerer Geschichte. Nach einem Volontariat war sie Regionalkorrespondentin beim SWF, moderierte im Hörfunk und im Fernsehen. Heute arbeitet sie als Autorin für Features, Dokumentionen und Dokumentarfilme für ARD und ZDF. Ihr Arbeitsschwerpunkt sind ökologische und historische Themen. Für ihre Filme gewann sie verschiedene internationale Preise, zuletzt in New York für ihren international produzierten Film über Hilla von Rebay, die Gründerin des Guggenheim Museums, über die sie auch eine vielbeachtete Biografie schrieb.

ANMERKUNGEN DER REGISSEURIN

„Wie oft muss ich in dem Film La Paloma hören – das war immer die erste oder zweite Frage, die mir gestellt wurde, als ich versuchte, andere Leute für dieses Thema zu begeistern.

Niemandem hat sich bislang diese Frage gestellt, der diesen Film gesehen hat. Im Gegenteil: Ich könnte noch viel mehr Versionen hören, ist meist die Reaktion gewesen. Aus Erfahrung weiß ich: So beginnt die La Paloma Sucht. Auch nach Monaten im Schneideraum gibt es für mich immer wieder Momente, wo ich diese Melodie neu entdecke. Glücklicherweise kann niemand sagen, was genau das Geheimnis dieses Liedes ist - sonst hätten es Tausende schon nachgemacht. Was mich fasziniert: In jedem Land, wo wir waren, wurde La Paloma Teil der dortigen Kultur. Es gibt etwas, was uns jenseits unserer Religion und Hautfarbe verbindet: diese Melodie. Ein wunderbares Beispiel, wie wir uns die Globalisierung wünschen: Global spielen – lokal singen. Ich möchte die Zuschauer mit den Geschichten aus drei Kontinenten berühren und verblüffen. Sie sollen hinterher die Melodie pfeifen und sich fragen: Was ist eigentlich meine Lieblingsversion?

FILMOGRAFIE SIGRID FALTIN (Auswahl)

  • La Paloma. Sehnsucht. Weltweit. (2007)
  • Vom Kupferkönig zum Kunstkonzern. Die Guggenheim-Geschichte (2006)
  • Essgeschichte(n): Es geht um die Wurst. Metzger zwischen Tradition und Moderne (2006), nominiert für den Deutschen Kamerapreis 2006
  • Die Baroness und das Guggenheim. Die Geschichte der Hilla von Rebay (2004)
    Preise: Bronzemedaille in der Kategorie Dokumentarfilm New York Festivals 2005, Nominierung: baden-württembergischer Dokumentarfilmpreis
    2005, Bester Fernsehfilm New York Festivals 2005

 

DAS LA PALOMA PROJEKT

Zum 150. Geburtstag von La Paloma erscheint:

  • der Dokumentarfilm von Sigrid Faltin, eine deutsch-französische Koproduktion von White Pepper Filmgesellschaft, Freiburg, und Seppia, Straßburg
     
  • das dazugehörige Buch im Marebuchverlag Hamburg, herausgegeben von Sigrid Faltin und Andreas Schäfler mit Gastbeiträgen u. a. von Klaus Doldinger, Eugene Chadbourne, Stefan Maelck, Wolfgang Bortlik, 120 farbigen Abbildungen und einer kommentierten Auswahldiskografie von La Paloma in Klassik, Jazz, Pop, Rock, Schlager.

    Sigrid Faltin / Andreas Schäfler
    La Paloma
    Das Lied
    192 Seiten, gebunden, ca. 120 farbige Abbildungen mit 4 CDs:
    18 x 18 cm (Single-Format)
    € 48,- [D] / €49,40 [A]* / sFr. 79,50*
    ISBN 978-3-86648-088-9
    WG 1960 Sachbuch Musik, Film, Theater

     
  • Zwei weitere CDs, u. a. mit den neuen Paloma-Versionen aus dem Film, herausgegeben von Kalle Laar, im Trikont Verlag, München. Dort sind bereits vier CDs mit den besten Palomas erschienen. An der kritischen Gesamtausgabe des Liedes wird weiterhin hart gearbeitet.
    www.trikont.de

www.lapalomaproject.com