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Jedem Kind ein Instrument
– Ein Jahr mit vier Tönen

Deutschland 2010, 90 Minuten, 35mm

Buch und Regie
OLIVER RAUCH

Bildgestaltung
BORIS BECKER

zusätzliche Kamera
THOMAS KUTSCHKER

Montage
KLEMENS RADKE

Originalton
ACHIM FELL
ANDREAS TURNWALD
BERND VON BASSEWITZ

Musik und Sounddesign
SIMON STOCKHAUSEN

Herstellungsleitung
YVONNE RUOCCO

Regieassistenz
DIRK FLEITER

Produktionskoordination
VERENA LEHMKUHL
MARCELO RUOCCO

Filmgeschäftsführung
EVA JÜRGENS

Redaktion WDR
LOTHAR MATTNER
JUTTA KRUG

Produktionssekretariat WDR
MONIKA DREISSUS

Koproduzenten
FRANK EVERS
HELGE NEUBRONNER

Produzent
DETLEF ZIEGERT

Eine Produktion von SUR Films in Koproduktion mit dem WDR und cine plus

Gefördert durch
Filmförderungsanstalt FFA
Deutscher FilmFörderFonds DFFF
Filmstiftung NRW

Wir danken
RUHR.2010
Jedem Kind ein Instrument

Im Verleih von RealFiction Filmverleih

mit ESRAGÜL CIFTCI, KEREM GÖKLÜ, MOTOMU HANADA, JOANA SORGE

der Klasse 1A und der Baglama-Gruppe an der GGS Bruckhausen, den Ensembles Kunterbunt an der Regenbogenschule Herne und der Waldschule Bochum und

YUSUF CANER, Familie CIFTCI, MICHAEL FUCHS, STEFAN FUNKE, Familie GÖKLÜ, HANS-HEINRICH GROSSE-BROCKHOFF, MANFRED GRUNENBERG, Familie HANADA, CHRISTIAN RIBBE, MARTIN RÜBENSTAHL-SCHMIDT, Familie SCHMIDT/SORGE, HORTENSIA VÖLCKERS, ANJA WEGMANN, TABEA ZIMMERMANN-SLOANE Mischung MICHAEL HINREINER

Tonschnittleitung
GUIDO ZETTIER

Dialogbearbeitung
ALEXANDER VITT

Tontechnik
ROLAND KIRCHNER

Dolby Consultant
CHRISTIAN LERCH

Postproduktionsleitung
STEPHAN LOSINSKI

cine plus
KATALIN BÖHEIM
ANNE HERBST

Schnittassistenz
CHRISTIAN ABEL
ANDREAS LIPKE

Farbkorrektur
NATALIE MAXIMOWA

Titelgraphik
ANNA ILONA FRITZSCHE

Lichtbestimmung
LATISHA NICHOLSON

Recherche
TALKE AHRENDT
GABY LINGKE
DIRK FLEITER
VERENA LEHMKUHL

Kamera Probeaufnahmen
STEFANIE HARDT

Standphotos
JÜRGEN METZENDORF
NEVIN TOY-UNKEL
OLIVER RAUCH
MARCELO RUOCCO

Musikausschnitte

Fanfare For The Common Man von Aaron Copland (Duisburger Philharmoniker)
Nishoo von Sayuri Ito (Ensemble Amaterasu Taiko)
Hoptek by DJ Nesli
Introduccion y Foreando Caprichoso von Jaime Zenamon (Stefan Funke)
Suite Opus 131d Nr. 1 von Max Reger (Tabea Zimmermann)
Watertower-View von Elmar Dissinger (ED3)
Le Sacre Du Printemps von Igor Strawinski (Bochumer Symphoniker)


Jedem Kind ein Instrument
– Ein Jahr mit vier Tönen

Ein Dokumentarfilm von Oliver Rauch

Kinostart: 1. Juli 2010


Trailer

Stadt  Kino  Termin     
Gttingen  Lumiere  07.+08.10.2011     
Wiesbaden  Caligari  09.+11.09.2011     
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

 

Kurztext


Motomu aus Bochum, Joana und Esragül aus Herne und Kerem aus Duisburg sind "JeKi"-Kinder. Grundschüler, die bei einem einzigartigen musikalischen Programm mitmachen, das bald über 200.000 Kinder im Ruhrgebiet erreichen soll.

Vor sechs Jahren startete an der Bochumer Musikschule das Projekt "Jedem Kind ein Instrument", das allen Schülern in der ersten Klasse einen spielerischen Zugang zur Musik ermöglicht. Im zweiten Schuljahr dürfen sich die Kinder dann ein Instrument aussuchen, das sie für die nächsten drei Jahre als Dauerleihgabe anvertraut bekommen – ein kreativer Freiraum und ein Angebot, das in seiner umfassenden und grundsätzlichen Förderung für alle Kinder ohne Beispiel in Deutschland ist.


Der Film portraitiert das ehrgeizige Projekt von dem Moment an, wo JEKI auf das ganze Ruhrgebiet ausgeweitet wird, bis Anfang 2010. Über ein Jahr begleitet der Film die 4 Schüler und Schülerinnen in ihren Klassen, beim Musikunterricht und auch in ihrem Alltag. Ein spannender Prozess mit ungewissem Ausgang, bei dem Lehrer, Schüler und Verantwortliche selbst von Schritt zu Schritt lernen und Erfahrungen sammeln. Wer und wie viele Schüler werden das Projekt nach den Sommerferien fortsetzen? Welche Erfolge kann JEKI auf dem Weg durch die vier Schuljahre verzeichnen? Was ist als Erfolg zu werten?


In den Beobachtungen der Schüler, den Gesprächen mit Schullehrern und Musikerschullehrern, den Musikern, die sich für das Projekt engagieren, wie die Künstlerin Tabea Zimmermann, sowie den verantwortlichen Leitern und Initiatoren von JEKI entsteht ein lebendiges und vielfältiges Bild des großen Projektes. JEDEM KIND EIN INSTRUMENT – 4 TÖNE IN EINEM JAHR gibt Einblick in einen leisen Prozess der unzähligen kleinen Schritte und vermittelt dabei die große Vision eines großen Bildungsprojektes.

Geschichte des Musikprojektes


Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ startete 2003 in Bochum als Kooperation der städtischen Musikschule, der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. und der Grundschulen. Die Idee überzeugte: Anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 beschlossen die Kulturstiftung des Bundes und das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Bildung, das Projekt auszudehnen. Mit neuem Konzept und unter der Trägerschaft einer eigens dafür gegründeten Stiftung entstand aus dem Bochumer Projekt ein Programm für das ganze Ruhrgebiet. Es startete im Schuljahr 2007/2008. 42 Kommunen  des Ruhrgebiets sind mit 56 Musikschulen in kommunaler und freier Trägerschaft derzeit Partner der Stiftung, sie arbeiten mit 522 Grundschulen zusammen. Jahr für Jahr kommen nun weitere Grundschulen und neue Erstklässler hinzu. (Quelle: www.jedemkind.de)

 

 

Musikpädagogische Grundlagen


Das erste Jahr von „Jedem Kind ein Instrument“ bildet den Grundstein für eine musikalische Bildung und für das spätere Erlernen eines Musikinstruments. Grundsätzlich gilt: Es gibt keine Schulnoten – aus eigener Motivation und Freude sollen die Kinder an „Jedem Kind ein Instrument“ teilnehmen. So lernen sie mit Unterstützung der Familien und ihrer Lehrerinnen und Lehrer Eigenverantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.

Grundschul- und Musikschul­lehrkraft arbeiten als Tandem zusammen. Diese gegenseitige Kompetenzergänzung und die daraus resultierende Bereicherung ermöglichen eine intensive Zusammenarbeit und eine optimale Unterrichtsbetreuung der Kinder.


Spielerisch setzen sich die Kinder mit der Musik auseinander: Singen, Tanzen und Musizieren sind zentrale Unterrichtselemente. Im Klassenverband lernen sie die musikalischen Parameter, Metrum und Rhythmus, Tonhöhen und Melodien kennen und werden auf den Instrumentalunterricht im folgenden Schuljahr vorbereitet.

Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Vorstellung von mindestens 16 verschiedenen Musikinstrumenten, aus denen die Schülerinnen und Schüler nach den Osterferien ihr Lieblingsinstrument wählen. Dabei sind Streich- und Blasinstrumente genauso vertreten wie das Akkordeon, die Gitarre, Djembe und Cajon oder die Baglama.

Musik funktioniert ohne Sprache und wirkt so als Brücke zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Die Kinder lernen, auf sich und andere zu hören und erweitern ihre Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeiten.

Von der zweiten bis zur vierten Klasse lernen die Grundschulkinder ihr eigens gewähltes Musikinstrument intensiv kennen. Die Musikinstrumente haben eine altersgemäße Größe. Das erleichtert die Handhabung. Sie stehen den Kindern als kostenlose Leihgabe für die Schule und zu Hause zur Verfügung.

Einmal pro Woche musizieren die Mädchen und Jungen im Rahmen von „Jedem Kind ein Instrument“ in den Räumlichkeiten ihrer Grundschule. Die Schulstunde findet teilweise in gemischt instrumentalen Kleingruppen, z.B. Streicher- oder Blechbläsergruppen, mit durchschnittlich fünf Kindern statt.

Der Gruppenunterricht fördert die Motivation der Kinder. Das ermutigende Klangerlebnis, die Klangvielfalt und das Lernen in einem vertrauten Umfeld erleichtern den Kindern den Zugang zur Musik und zu ihrem Instrument. Die Kinder lernen Grundtechniken des Musikinstruments, die musikalischen Parameter und Noten kennen. Inhalte und Lernfortschritte sind bereits auf die Anforderungen im Ensemble Kunterbunt abgestimmt, das ab dem dritten Schuljahr zum Lernkanon gehört.

Die ersten Lieder und Instrumentalstücke führen die Schülerinnen und Schüler beim alljährlichen Abschlussvorspiel ihren Familien und Bekannten vor.

Ab dem dritten Schuljahr spielen die Dritt- und Viertklässler gemeinsam im Ensemble Kunterbunt. Eine weitere Schulstunde kommt hinzu.

Es werden alle Instrumente gleichermaßen einbezogen, so dass ein sprichwörtlich kunterbuntes Ensemble entsteht – als Erweiterung der üblichen instrumentenspezifischen oder sinfonischen Orchester. Baglama, Akkordeon, Geige, Kontrabass, Blockflöte und Gitarre und viele mehr bieten im Ensemble die Basis für neuartige Hörgewohnheiten der Kinder. Damit die Kinder gemeinsam in einer Tonart spielen können, ist im Vergleich zum regulären Musikschulunterricht ein anderer Einstieg auf den Instrumenten im ersten Instrumentaljahr unumgänglich. Insbesondere hinsichtlich der üblichen Tonraumvermittlung sind erhebliche Anpassungen notwendig.

Der wichtigste Aspekt ist das gemeinsame Musizieren auf den Musikinstrumenten und damit das Erlernen von musikalischer und sozialer Kompetenz: Man muss auf die anderen hören, gemeinsam beginnen und enden und miteinander die Musikstücke gestalten. Das besondere Klangerlebnis des frühen Ensemblespiels mit seiner Vielfältigkeit motiviert die Kinder auch für den instrumentalen Gruppenunterricht. (Quelle: www.jedemkind.de)