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CREDITS

Schweiz / Deutschland / Kanada 2006 - 85 Min.
Ein Film von DONATELLO DUBINI, FOSCO DUBINI, BARBARA OBERMAIER
Kamera: DONATELLO DUBINI
Ton: MISCHA MARX
Schnitt: FOSCO DUBINI, DONATELLO DUBINI
Produktionsleitung: CARDO DUBINI
Produzenten: FOSCO DUBINI, DONATELLO DUBINI, BARBARA OBERMAIER, MONIQUE INDRA, CARDO DUBINI
Produktion: TRE VALLI ZÜRICH, DUBINI FILMPRODUKTION, OBERMAIER FILMPRODUKTION, MI FILMS INC VANCOUVER
Kofinanzierung: ZDF / 3sat
Filmförderung: EURIMAGES, EIDGENÖSSISCHES DEPARTMENT DES INNERN, FILMFÖRDERUNG ZÜRICH, SUCCÈS CINÉMA


Drehorte: LOS ANGELES, FLORIDA, NEW YORK, SALZBURG, WIEN


Interviews mit: CHRIS HORAK, LUPITA KOHNER, HANS JANITSCHEK, MARVIN PAIGE, JANE AND MICKEY ROONEY, MARIA WRIGLEY, JAMES LODER, ROBERT RODENBURG, ROBERT LANTZ, PETER SHEN, KENNETH ANGER, ARLENE ROXBURY, PETE GIGLIO, ROBIN PETTS, STEVE; ORF-INTERVIEW VON 1970

Besonderer Dank an: KELLEN, DALE OLSEN, ROBERT ROCK, PETER ANTHEIL, SHARON MCGUIRE, MARGE SOKOLOW, TIM LODER, TIM WATSON, ARTHUR PETTS, DANIELLE ROSS, FRANZ ANTEL, BERTA KAISER, ERICH STROBL, ROBERTO PADOVANI

Archive: PRODUCERS LIBRARY SERVICE, PASSPORT INTERNATIONAL PRODUCTIONS, ITN, SASCHA FILM, ORF, DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDS, ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK, ÖSTERREICHISCHES THEATERMUSEUM, MARGARETH HERRICK LIBRARY

Eine schweizerisch-deutsch-kanadische Koproduktion
© 2006 all rights reserved

 

DUBINI FILMPRODUKTION

Die Dubini Filmproduktion stellt seit 1981 Dokumentarfilme und Spielfilme mit kulturellen und historischen Themen her. Der Film über Hedy Lamarr steht in einer Reihe mit Filmen, die Fosco und Donatello Dubini in den letzten Jahren geschrieben und produziert haben, die auf internationalen Festivals präsentiert und international vertrieben wurden. In den Filmen über Thomas Pynchon und Jean Seberg war schon das Interesse an dem Verhältnis von Europa und Amerika und dem Einfluss der populären Kultur ausschlaggebend. Bei Ettore Mjorana und dem Film über Klaus Fuchs stand das Interesse an technischen Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Vordergrund, andere Filme, wie z.B. über Jürgen Kuczinski, hatten vor allem biographische Züge.

Fosco Dubini wurde 1954 in Zürich geboren. Er studierte Theater, Film und Fernsehen an der Universität zu Köln und schloss sein mit Magister mit einer Arbeit über die Entwicklung des Schweizer Dokumentarfilms ab. Er unterrichtet seit 1991 an der Kunstschule ESAV/ESBA in Genf. Er erhielt den Förderpreis des Landes NRW 1987 und den Bayrischen Filmpreis 1991. Er lebt in Köln und Genf seit 1975.

Donatello Dubini wurde 1955 in Zürich geboren. Er studierte an der Filmakademie in Wien von 1975-1977 und an der Universität zu Köln Theater, Film und Fernsehwissenschaften. Er schloß sein Magister mit einer Arbeit über den Filmemacher Richard Dindo ab. Er erhielt den Förderpreis des Landes NRW 1987 und den Bayrischen Filmpreis 1991. Er lebt in Köln seit 1979.

 

FILMOGRAFIE Dubini Filmproduktion

  • 2001 DIE REISE NACH KAFIRISTAN
    Spielfilm, 100 Min., Verleih: Der Andere Blick / Real Fiction
  • 2001 THOMAS PYNCHON — A JOURNEY INTO THE MIND OF P.
    Dokumentarfilm, 90 Min., Verleih: Real Fiction
  • 1995 JEAN SEBERG — AMERICAN ACTRESS
    Dokumentarfilm, 82 Min., Verleih: Real Fiction / Der Andere Blick
  • 1993 LUDWIG 1881
    Deutschland / Schweiz, Spielfilm, 90 Min., Verleih: Salzgeber
  • 1991 J.K. — ERFAHRUNGEN IM UMGANG MIT DEM EIGENEN ICH
    Dokumentarfilm, 80 Min., Verleih: Der Andere Blick
  • 1989 KLAUS FUCHS — ATOMSPION
    Dokumentarfilm, 88 Min., Verleih: Der Andere Blick
  • 1986 DAS VERSCHWINDEN DES ETTORE MAJORANA
    Dokumentarfilm, 87 Min., Verleih: Der Andere Blick

 

BIOGRAFIE Barbara Obermaier

Barbara Obermaier wurde 1965 in Bad Reichenhall, Deutschland, geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften der Moderne, Kunstgeschichte und Medienwissenschaften an den Universitäten von Salzburg, Wien, Paris, Orléans und Konstanz. Außerdem machte sie ihren Magister in Russischer Literaturwissenschaft. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie lange Zeit als freischaffende Journalistin und ab 1995 war sie für Produktionsfirmen wie JM Filmproduktion und Schlemmer Film tätig. Seit 1997 machte sie die Pressearbeit für den WDR.
2000 gründete sie ihre eigene Presseagentur movie.relations.
Ihre erste Zusammenarbeit mit der Dubini Filmproduktion fand für die Filme REISE NACH KAFIRISTAN und THOMAS PYCHON statt.
Für HEDY LAMARR arbeitete sie erstmalig zusammen mit der Dubini Filmproduktion als Regisseurin.

 

FILMOGRAFIE Barbara Obermaier

  • 1993 UNCLE MANANA, Entwicklung des Drehbuches in Zusammenarbeit mit dem
    Drehbuchautor Joe Tuengerthal
  • 1993 THE BABY OF MACON von Peter Greenaway, Production accounting
  • 1994 DECADENCE von Steven Berkoff, Production accounting
  • 1995 THE FLYING DUTCHMAN von Jos Stelling, Production accounting
  • 1996 TYKHO MOON von Enki Bilal, Produktionsleiterung
  • 1997 POUSSIÈRES d´AMOUR von Werner Schroeter, Unit Management
  • 1997 ARTEMISIA von Agnès Merlet, Produktion der Filmstiftung NRW
  • 2001 DIE REISE NACH KAFIRISTAN von Donatello und Fosco Dubini,
    Produktionsleitung und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


HEDY LAMARR
– SECRETS OF A HOLLYWOOD STAR

Ein Film von Donatello Dubini, Fosco Dubini und Barbara Obermaier

Kinostart: 7. Sept. 2006

 

SYNOPSIS

Was haben die „schönste Frau des Jahrhunderts“ und das mobile Telefon gemeinsam? In jedem Fall einen Namen: Hedy Lamarr.
Fragmentarisch nähert sich der Film dem Phänomen Hedy Lamarr in all seiner Vielschichtigkeit - von einer Ikone des Starsystems bis zur Erfinderin - und entwirft dabei sowohl eine biografische Skizze als auch ein Psychogramm von Hedy Lamarr. Eine Frau, die von Hollywood in die Sterne gehoben und dann fallengelassen wurde, die ein Millionenvermögen an Gagen erhielt und bei Ladendiebstählen erwischt wurde. Sie wurde begehrt und vergöttert und starb am Schluss ihres Lebens allein und vereinsamt in einem kleinen Ort in Florida.
Die Wiener Diva wurde als Hedwig Kiesler 1933 durch ihren spektakulären Auftritt als erste Nackte der Filmgeschichte in dem österreichisch-tschechischen Film „Ekstase“ berühmt.
1937 floh sie nach Amerika. Unter dem glamourösen Pseudonym Hedy Lamarr startete sie eine kometenhafte Karriere und spielte in über 25 Hollywood-Filmen mit. MGM-Boß Louis B. Mayer nannte sie „die schönste Frau des Jahrhunderts“. Hedy verkörperte den aus Europa importierten schwarzhaarigen, verführerisch-sündigen Typ.
Hedy Lamarr wird im Film wie im Leben ein von Hollywood geschaffenes Vehikel der Wünsche, Träume und erotischen Projektion. Die Person dahinter wird immer unfassbarer und geheimnisvoller. Im Gegensatz zu vielen anderen Diven der 30er und 40er Jahre ist Hedy Lamarr völlig mit der Traumfabrik Hollywood und der von dieser geschaffenen „Öffentlichkeit“ verschmolzen. Sie selbst vermischt beständig Fiktion, Realität, ihre Rollen und ihr Leben als dauernde Irreführung.
So ist es nicht überraschend, dass Hedy Lamarr 1942 auch ein militärisch genutztes Torpedo-Abwehrsystem erfindet. Eine unglaubliche Erfindung vor ihrer Zeit, die unsere digitale Epoche mit Schlüsseltechnologien wie Mobiltelefon, GPS und Satellitenkommunikation vorwegnahm.

Interviews mit Mickey Rooney, Lupita Kohner, Kenneth Anger und vielen anderen.

 

HINTERGRUND

„Secret communication“ - das bedeutet Wissen um die Wirkung verborgener Beziehungen, Kalkulation mit den Möglichkeiten geheimer Verständigung, die Nutzung unbewusster Kanäle der Kommunikation. Alles dies trifft auf die spezifische Dynamik der Schauspielerin Hedy Lamarr zu: Dynamik des Frauenbildes, und der sexuellen Ausstrahlung, die sie verkörperte, Dynamik der „Auftritte“ im Film und im Leben, Dynamik der technischen Erfindung, die auf sie zurückgeht.
„Secret communication“ bestimmte auch die Welt der Hollywood-Studios am Ende der 30er Jahre, in denen sich Hedy Lamarr bewegte: Überwachung und Kontrolle der Stars, deren geheime erotische Affären und sexuelle Abenteuer ständig „under cover“ bleiben mußten, heimliche Konkurrenzen, die als öffentliche Freundschaften zelebriert wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Überwachung der ausländischen Schauspieler und Künstler durch das FBI hinzu.
Die Art und Weise, wie Hedy Lamarr ihre Wirkung erprobte, wie sie mit ihr spielte, wie sie die Kluft zwischen „Wirklichkeit“ und medialem Schein beständig unterlief, lässt darauf schließen, dass sie, anders als Marlene Dietrich, die sich in den gleichen Widersprüchen bewegte, diese Verdoppelung als persönliche Herausforderung empfand.
Sie ließ sich dirigieren, und sie dirigierte gleichzeitig das ihr auferlegte Image, dessen unterschwellige, nie direkt ausgesprochene Wirkung sie souverän beherrschte. Dank dieser Wirkung lenkte sie Männer und deren Geld, mit dem sie großzügig umging.
Eheschließungen erscheinen immer wie der Einstieg in einen neuen Film. Dass sie sich schließlich selbst als Filmproduzentin versuchte, ist nur logisch.
Skandale, Provokationen, Gerichtsauftritte werden zur dauernden Probe auf Exempel: was ist wahr, was ist falsch? Wahrheit ist nicht das, was sich öffentlich zeigt, sondern das, was die geheime Steuerung der Wünsche, der scheinbaren Angebote, der imaginären Verweigerung und Gewährung lenkt.
Deshalb kann Hedy Lamarr alle Selbst-Behauptungen immer wieder umdrehen: die Oberfläche des Bildes, der Person, der Rede zählt nicht, sie kann beliebig gestaltet werden, alles ist möglich: die biblische Delilah, die schöne Helena, Geneviève von Brabant, Josephine Beauharnais, Jeanne d‘Arc.
An der Rolle selbst lag ihr offenbar nicht viel (die besten Rollen schlug sie aus), wesentlich war nur das Rollenspiel an sich, die mediale Umsetzung der „unterirdisch“ kodierten Kommunikation, Film-Redefetzen, „I am Tondelayo“ als Chiffre einer sexuellen Offerte, verwirrende Undurchsichtigkeit als Geheimnis der Attraktion.
Nicht einmal der eigenen Autobiographie kann man Glauben schenken: Hedy Lamarr selbst bezeichnete sie als lügenhaft. So symptomatisch lügenhaft wie schon ihr Filmname: der Glamour von Hedy Lamarr anstelle von Hedwig Eva Maria Kiesler, dem braven Wiener Taufnamen. Was einzig zählt, ist der unbewusste „Appeal“, den die Schauspielerin, die Frau, der Mensch meisterhaft in Szene setzte.
Und schließlich, als es auch in Hollywood um eine nicht mehr zu verdrängende Wahrheit ging, nämlich die des Zweiten Weltkriegs, wird erst die wahre Dynamik der „sex bomb“ sichtbar. Nicht nur verwandelt sich Hedy Lamarr wie andere auch in das Cover-Girl und Pin-up für die GI‘s, in die emblematische Versprechung „Tondelayo“ auf dem Jagdbomber gemalt, in die lebendige Verheißung bei den Truppenauftritten.
Vielmehr ist die erstaunliche Erfindung einer Kommunikationstechnik für den funkgesteuerten Abschuss von U-Boot-Torpedos, die Hedy Lamarr 1942 patentieren ließ, sicher eine „logische“ Konsequenz aus der beschriebenen Konstellation.
„Frequency-hopping“ nennt sich dies technische Verfahren, aber „frequency-hopping“ zwischen den Wirklichkeiten war in einem übertragenen Sinn das Prinzip der Selbstins-zenierung von Hedy Lamarr.
Der unterschwellig gesicherte Abschuss, unberechenbar für den Feind, und die simultane Zielgenauigkeit des Torpedogeschosses sind nichts anderes als die militärische Formel für die mediale Zielgenauigkeit von „sex bomb“ und „sex goddess“, die Hollywood zwischen den beiden Weltkriegen entwickelt und verfestigt hatte.
Hedy Lamarr spielt in diesem Prozess der Entwicklung der „Traumfabrik“ Hollywood und ihrer gezielten Unterwanderung des Imaginären in der amerikanischen Gesellschaft eine bedeutsame Rolle, und dies gerade weil sie als Individuum kaum greifbar wird. Gesicht, Körper, Name bleiben in der ganzen Karriere der Schauspielerin Lamarr diffuse Projektionsflächen, die mit geheimen Wünschen und Begierden aufgeladen werden, welche als "mediale message", als „appeal“ gezielt an die Gesellschaft zurückgegeben werden.

 

PRODUKTIONSNOTIZ

Schon bevor Hedy Lamarr im Januar 2000 in Florida starb, haben wir uns mit der Geschichte des Hollywoodstars beschäftigt. Unser erster Ansatz war es, die verwirrenden unterschiedlichen Rollen und die spärlichen Fragmente, die von ihrem Leben bekannt waren, in eine Übereinstimmung zu bringen.
Bei unserem Konzept sind wir von drei Fragen oder Thesen ausgegangen:
1. Inwieweit war 'frequency hopping’ zwischen den verschiedenen Wirklichkeiten ein Prinzip von Hedy Lamarrs Selbstdarstellung.
2. Inwieweit war das 'Torpedo’ als militärische Formel ein Modell für die unterschwellige mediale Zielgenauigkeit (Sexbomb) im Hollywoodfilm.
3. Inwieweit dienten Hedy Lamarr und ihre Hollywoodfilme als Projektionsfläche für die geheimen Wünsche der amerikanischen Gesellschaft.

Doch zunächst galt es die Fragmente ihrer Biographie zu einer Geschichte zusammenzufügen. Wir reisten auf den Spuren ihrer Wohnorte nach Wien, nach Los Angeles, nach New York und nach Florida.
In Wien besuchten wir ihr Geburtshaus in Döbling, ihr luxuriöses Stadtpalais und ihr Feriendomizil in Fegenbach. In Beverly Hills und in den Hollywood Hills filmten wir ihre verschieden Villen und Landhäuser. In New York wohnte sie zunächst für drei Jahre im 'Blackstone Hotel’ und dann in einem kleinen Appartement in der 57st. Auch in Florida lebte sie sehr bescheiden in einem Kondominium in Altamonte bei Orlando und dann in einem kleinen Bungalow in Casselbery. Diese verschiedenen Orte und Wohnungen ließen das schicksalhafte Auf und Ab in Hedy Lamarrs Leben aber nur erahnen.
Wir sprachen mit Personen, die Hedy Lamarr als öffentliche oder auch als private Person gekannt haben. Dabei sind wir auf verschiedene Überraschungen gestoßen.
Neben diesen Aufnahmen der Orte und der Interviews haben wir auch viele Filmausschnitte aus ihren Filmen und Wochenschauaufnahmen von ihren Auftritten in den Film eingefügt. Ein besonders Fundstück dabei ist ein Interview auf deutsch, das sie 1970 mit einem österreichischen Reporter führte, in dem sie sehr offen über ihre Karriere, ihre Ehen, ihren Absturz und ihre Sexualität erzählt.
Auch auf diese Zeit bezieht sich Andy Warhols Undergroundfilm „Hedy“ von 1966, in dem er sich auf Hedy als gefallener Stern und Ikone bezieht. Er lässt Hedy in einer Szene auftreten, in der sie wegen ihre Ladendiebstähle vor Gericht steht. Die Jury besteht aus ihren sechs ehemaligen Ehemänner.
Bei all diesen Fotos und Filmen fällt auf, dass sie in schwarz-weiß ihre stärkste Wirkung entfalteten. So waren dann die meisten ihrer Filme auch in schwarz-weiß. 'Samson und Delilah’ war ihre erster Farbfilm und auch ihr größter finanzieller Erfolg und doch läutet dieser Film das Ende ihrer Karriere ein. Nur das Schwarz-weiß unterstrich die kühle Erotik und den Sexappeal des klassischen Hollywood Stars Hedy Lamarr, in dem sie vollständig aufging. Diese Wirkung wird nur noch übertroffen von den 'publicity shots’ von Fotografen wie Clarence Sinclar Bull, die das Schattenspiel auf ihrem Gesicht zu einer wahren Meisterschaft entwickelt haben.
Zum Ende ihres Lebens ist Hedy Lamarr dann unerwartet noch zu einem Star des 'digitalen Bildes’ geworden. Die kanadische Softwarefirma Corell benutzte für die Werbung zu ihren digitalen Bildprogrammen ein digitales Foto von Hedy Lamarr. Bei einer Klage erhielt sie eine Abfindung von 3 Mio. US-Dollar, die ihr am Schluss ihres Lebens doch noch einigen Wohlstand sicherte.
Auch für ihre zukunftsweisende Erfindung des "Secret Communication Systems" von 1942 wurde sie schließlich doch noch anerkannt. Nachdem die Idee nicht weiter verfolgt wurde, kam diese Technik dann zunächst bei der Kuba-Krise in den 60er Jahren zum Einsatz und wurde dann bei der Kommunikation zu Militärsatelliten wie dem MILSTAR-Projekt immer wichtiger. Zu Beginn der 90er Jahre wurde diese Technik dann immer mehr auch in der zivilen Nutzung eingesetzt, so in allen möglichen Formen der drahtlosen Kommunikation und ihn allen Mobiltelefonen.
(Barbara Obermaier)