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CREDITS

Regie
Ulrike Franke, Michael Loeken

Drehbuch
Ulrike Franke, Michael Loeken

Kamera
Jörg Adams
Michael Loeken
Dieter Stürmer
Rüdiger Spott
Reinhard Köcher
Gertrud Schweers
Michael Chauvistré
Leif Karpe
Dusan Solomon

Ton
Filipp Forberg
Axel Schmidt
Oscar Stiebitz
Ulrike Franke
Ute Haverkämper

Schnitt
Bert Schmidt

Tonschnitt
Victor Rosario
Tongestaltung
Karl Atteln
Tim Elzer

Aufnahmeleiter
Jan Michael Skavron
Christian Lailach

Zeitraffer
Filipp Forberg

Protagonisten
Ursula Klischan
Heinz Hüppe
Ludger Schürholz
Frank A. Kirsch
Willi Garth
Joachim Wegner
Anna Mihatovic
Klaus Tillmann
Hüsein Balci
Gerd Nikoleizig
Dr. Axel Gösche
Leo und Elena Tchernahovsky
Giovanna und Garvin Rabe
Regina und Günter Kujath
Georg Steupert und Kollegen
Manfred Renno
Prof. Alexander Doderer
Ludger Wilde
Roland Huber
Prof. Dr. Franz Pesch
Dr. Christian Falk
Norbert Kelzenberg
Olaf Greve
Ulrich Kemper
Angelika Manthey
Helmut Broich
Rainer Bücker
Peter Schmitz
Kinder der Weingartenschule am Phoenix See
Larry Hagman †
und vielen anderen....

Eine Produktion der
loekenfranke filmproduktion

Hergestellt mit Unterstützung der
Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen,
des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
und des Deutschen Filmförderfonds


GÖTTLICHE LAGE


Ein Dokumentarfilm von Ulrike Franke & Michael Loeken

Kinostart: 21. August 2014


Trailer

Stadt  Kino  Termin  Info   
Aachen  Apollo  09.11.2014  NRW-Kinotag   
Augsburg  Thalia  ab 06.10.2014     
Berlin  Bali  27.11. - 03.12.2014     
Bremen  City 46  13.+14.+19.01.2015     
Coesfeld  Cinema  17.+22.03.2015     
Dortmund  Augustinum  29.01.2015  mit Regiebesuch   
Dortmund  Camera  22.11.2014     
Dortmund  Kino im U  29.03.2015     
Duisburg  Filmforum  09.11.2014  NRW-Kinotag   
Dsseldorf  Filmwerkstatt  15.01.2015     
Heidelberg  Karlstorkino  13.01.2015     
Herdecke  Onikon  09.11.2014     
Hildesheim  VHS/ Kellerkino  31.03.2015     
Hillesheim  Eifel Filmbhne  17.,18.+20.04.2015     
Kassel  Dokfest  14.11.2014     
Konstanz  Scala  06.11. - 12.11.2014     
Lahnstein  Kino  21.11.2014     
Ldenscheid  Filmpalast  12.11.2014     
Lnen  Kinofest  14.11.2014     
Oberhausen  Lichtburg  05.10., 12.10., 19.10. + 26.10.14     
Oberhausen  Walzenlager  04.12. - 09.12.2014     
Regensburg  Filmgalerie  04.01. + 11.01.2015     
Schorndorf  Kino Kleine Fluchten  30.10. - 02.11.2014     
Soest  Schlachthof Kino  15.11., 16.11., 23.11. + 29.11.2014     
Traunstein  Central Kino  20.03.2015     
Weimar  Lichthaus  19.01.2015  mit Regiebesuch   
Wetter  Lichtburg  9.+10.1.2015  am 9.1. mit Filmemachern   

Logline

Februar 2008, Dortmund-Hörde, eine Stadt im Ruhrgebiet, bis April 2001 einer der wichtigsten Stahlstandorte der Welt. Das riesige Gelände des Stahlwerkes Phoenix-Ost, das heute aussieht wie eine Mondlandschaft, soll in etwa zwei Jahren ein See sein, mit einer Marina und einer Piazza, die die Menschen aufatmen lassen. In hochwertigen Häusern und Bürogebäuden werden sie direkt am Wasser wohnen und arbeiten.


Ulrike Franke und Michael Loeken begleiten diesen Prozess in ihrer Langzeitdokumentation GÖTTLICHE LAGE von den ersten Sitzungen der Projektentwickler bis zur feierlichen Eröffnung und darüber hinaus. Über fünf Jahre sollen letztlich vergehen, bis das einstige Stahlwerk einem See gewichen ist. Planer und Anwohner, Visionäre und Zweifler werden zu Gewinnern und Verlierern des gesellschaftlichen Fortschritts.

 

 

Synopsis

 


Das gesamte Ruhrgebiet hatte in den vergangenen Jahrzehnten den massiven und zugleich schleichenden Strukturwandel der Deindustrialisierung zu stemmen. Ausgedehnte Flächen, auf denen früher Hochöfen, Kokereien oder Stahlwerke Tag und Nacht in Betrieb waren, stehen mittlerweile leer und prägen die Stadtbilder. Die Bevölkerungszahlen gehen zurück, Menschen werden älter und die Gemeinschaft bunter. Den alten Dortmunder Arbeiterstadtteil Hörde ereilt mit Arbeitslosigkeit, städtebaulichem Verfall und allgemeiner Perspektivlosigkeit das Schicksal vieler ehemaliger Industriestandorte in Europa und Nordamerika. Lethargie macht sich breit. Das Gespenst der schrumpfenden Städte geht um.


Doch schon bald nach dem Ende der Stahlindustrie werden die Bürger von Hörde durch die Visionen einiger vorausblickender Männer und Frauen aus den Planungsstäben der Stadt geweckt. In den Beschreibungen des Zukunftsprojektes ist nicht mehr von harter Arbeit die Rede, von Stahlwerk, Umweltverschmutzung oder Lärm. Die Stichworte lauten jetzt Freizeit und Erholung, Dienstleistungsgesellschaft und mediterranes Flair. Eine Idee ist geboren, die den Menschen eine nachhaltige Zukunft bieten soll. Kein bis dato typisches Ruhrgebietsszenario ist in den Plänen und Köpfen der PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft mehr vorgesehen. Stattdessen soll ein harmonisches Nebeneinander von hochwertiger Wohnbebauung und renaturierter Landschaft, in der Freizeit und Arbeiten keinen Gegensatz bilden, entstehen.


Jeder will dabei sein, beim Aufbruch in die neue Zeit. Eine Straße am Rande der Großbaustelle. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Häuser heruntergekommen und in einem schlechten Zustand. Jahrzehntelang haben Umweltverschmutzung, Abgase, Staub und Dreck an den Fassaden genagt. Einige stehen leer, die Fenster vernagelt. Billiger Wohnraum, den inzwischen untere Einkommensschichten und Verlierer des Strukturwandels nutzen. Sie wohnen seit Generationen hier, haben das Stahlwerk kommen und gehen sehen.


Hier bangt die Kioskbesitzerin Anna um Kunden, plauscht der Stadtteilpolizist Wegner mit seinen Schäfchen, während am Bauzaun die Kiebitze den Fortschritt der Bagger und Abrissbirnen kommentieren. Am Infopoint zeichnet Ursula Klischan, gerade zurück von der letzten Marketingsitzung, farbenfrohe Bilder aus Matsch und Phantasie, während am gegenüberliegenden Ufer Willi Garth, einer der letzten Retter der Hörder Thomasbirne, für das Begreifen der nicht minder von Menschenhand geschaffenen Vergangenheit kämpft. So beginnt für viele eine kleine Reise in eine große Zukunft.


Werden die neuen Bewohner in ihren Seehäusern daran teilhaben? Von ihren Baugrundstücken aus können sie zum zukünftigen Ufer blicken. Die angrenzenden Wohngebiete müssen aufgewertet und sozial stabilisiert werden. Planer und Entwickler wollen eine neue Stadt – mit neuen Menschen. Wie Phönix aus der Asche soll Hörde dabei wieder neu erstehen. Der Vogel ist Sinnbild für einen rasanten Aufstieg nach einem Fall oder einer Niederlage. Diesem Bild sind die Stadtplaner verhaftet, wenn sie den Erfolg des Vorhabens zu untermauern und die positive Dynamik ihrer Pläne zu unterstreichen suchen.


Wenn der See erst einmal geflutet ist, dann muss man schnell handeln, darf nichts schief gehen. Immerhin stecken in dem Projekt 300 Millionen Euro. Man will sich im globalen Markt positionieren, das neue, moderne Dortmund bauen. Die eine Gewissheit stets im Hinterkopf: Der Markt wird’s regeln!

 


Regiekommentar

Wir drehen seit über 10 Jahren Filme über das Ruhrgebiet und sind von den Geschichten der Menschen in dieser von gigantischen Veränderungen geprägten Landschaft  immer wieder fasziniert.
In GÖTTLICHE LAGE, Eine Stadt erfindet sich neu haben wir über fünf Jahre den Umbau eines Stahlwerksgeländes  in Dortmund –Hörde zu einem noblen Villenviertel rund um einen künstlichen See beobachtet. Den Wandel eines alten Arbeiterstadtteils zum Wohnort für die Akteure der Freizeit- und Dienstleistungsgesellschaft.
Extremer kann der Bruch mit der Vergangenheit in einer ehemaligen Metropole der Stahlindustrie kaum sein.
Dabei interessieren uns vor allem die Geschichten der Menschen, deren alte oder neue Heimat das Ruhrgebiet ist, die dort leben und arbeiten oder auch keine Arbeit mehr finden, weil die Deindustrialisierung  viele Arbeitsplätze gekostet hat. Menschen die aus unterschiedlichsten Perspektiven vom Strukturwandel betroffen sind  oder deren Lebensgrundlage vom Strukturwandel erschüttert wird.
GÖTTLICHE LAGE bildet in unserer Filmarbeit den dritten Teil einer Trilogie über den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Der erste Teil ist LOSERS AND WINNERS, Arbeit gehört zum Leben. Ein Film über die Demontage der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund durch einen chinesischen Staatskonzern. ARBEIT HEIMAT OPEL, ein Film über junge Menschen, die bei Opel in Bochum für ihr zukünftiges Leben ausgebildet werden, wobei die Zukunft des Autowerkes auf tönernen Füssen stand und die Schließung des Werkes sich anbahnte.
Und schließlich GÖTTLICHE LAGE, ein Film der sinnlich erfahrbar macht , was das abstrakte Wort Gentrifizierung für die betroffenen Menschen und das Zusammenleben in den Städten bedeutet.

 


Regie

Michael Loeken, 1954 in Neviges geboren. Studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln. 1981 Buch und Regie bei dem Dokumentarfilm “Ich hatte schon begonnen, die Freiheit zu vergessen”. Von 1982 bis 1996 als Tonmeister bei zahlreichen Dokumentar- und Spielfilm für TV- und Kinoproduktionen tätig. Seit 1996 Autor, Regisseur und Produzent. Mitglied in der AG DOK und im Vergabegremium der Filmförderung des Filmbüros NW (2002) sowie im Vergabegremium Produktion II der Filmstiftung NW (2003).

Ulrike Franke, 1970 in Dortmund geboren. Studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Romanistik und Kunstgeschichte in Köln. 1992 Ausbildungsförderung der Filmstiftung NRW im Bereich Regie. Kontinuierliche Mitarbeit an diversen Fernseh- und Kinofilmen. Seit 1996 als Autorin, Regisseurin und Produzentin tätig. Lehraufträg im Bereich Dokumentarfilm an der isf – Internationale Filmschule Köln, Mitglied in der AG DOK und von 2001 bis 2005 im Vorstand des Filmbüros NW.

 

 

Produktion

Die filmproduktion loekenfranke wurde 1996 von Ulrike Franke und Michael Loeken gegründet. Wir fühlen uns dem klassischen Dokumentarfilm verpflichtet, fernab jeglicher Formatierung. Im Vordergrund steht der Inhalt, die Geschichte. Sie muss interessant, spannend und emotional bewegend sein. Alles hängt von guten Protagonisten ab und der Beziehung, die wir zu ihnen aufbauen. Die filmische Form folgt dem Inhalt.
Die Realität ist unser unerschöpflicher Fundus, wahrgenommen mit unserem subjektiven Blick.