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GIBSY
– Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann

CAST

Johann Rukeli Trollmann
Hannes Wegener

Friederike Trollmann (Mutter)
Hannelore Elsner

Ernst Zirzow
Frank Auerbach

Karl Leyendecker
Erik Roßbander

Schnipplo Trollmann (Vater)
Ramin Yazdani

In weiteren Rollen:
Alexander Swoboda, Christoph Jacobi, Martin Baum, Gunnar Haberland

CREW

Buch und Regie
Eike Besuden

Kamera
André Krüger

Ausstattung
Heike Lauer

Kostüm
Heike Neugebauer

Maske
Amalie Hastmann

Ton
Jan Schmiedt, Michael Henn

Beleuchtung
Florian Birch

Schnitt und Musik
Fabian Teichmann

Produzent
Eike Besuden

Produktionsleitung
Petra Janzen

Redaktion NDR
Silvia Gutmann, Angela Sonntag

Eine Produktion von Pinguin Studios
In Koproduktion mit dem NDR
Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Bremen und Niedersachsen
Gefördert durch den DFFF

TECHNISCHE INFOS

Titel: GIBSY – Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann
Land: Deutschland
Jahr: 2012
Länge: 90 Minuten
Format: digital
Sprache: Deutsch


GIBSY
– Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann

Ein Film von Eike Besuden mit Hannes Wegener und Hannelore Elsner

Kinostart: 17. Januar 2013


Trailer

Stadt  Kino  Termin  Info   
Berlin  Freiluftkino Kreuzberg  am 15.08.2013     
Berlin  Kino Zukunft  ab 17.01.2013     
Berlin  Moviemento  ab 17.01.2013     
Berlin  Moviemento  am 15.01.2013  Premiere   
Braunschweig  Universum  am 07.08.2013     
Bremen  Gondel  ab 17.01.2013     
Bremerhaven  CineMotion  am 02.03.2013     
Cuxhaven  Bali  am 21.08.2013     
Dortmund  SweetSixteen  am 18.03.2013     
Essen  Filmstudio  am 17.02. - 19.02.2013     
Hamburg  Koralle  ab 17.01.2013     
Hannover  Apollo  04.04. - 10.04.2013     
Hannover  Kommunales Kino  22.01.2013  interne Veranstaltung   
Hannover  Raschplatz  ab 17.01.2013     
Herrsching  Breitwand  am 31.01. - 06.02.2013     
Kln  Filmpalette  ab 02.05.2013  am 02.05. Regisseur zu Gast   
Seefeld  Breitwand  am 07.02. - 13.02.2013     
Wildeshausen  Lili Servicekino  am 25.06.2013     

 

Kurztext


Johann Rukeli Trollmann ist Boxer, Lebemann und tragischer Held.

„Gibsy“ erzählt die Geschichte des Boxers, der sensationell die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht 1933 gewinnt und dem, weil er „Zigeuner“ ist, die Meisterschaft wieder aberkannt wird. Aus Protest geht er als Karikatur eines Ariers in den nächsten Kampf mit weiß gepuderter Haut und hellen Haaren - eine dramatische Entscheidung.

 

SYNOPSIS

 


Johann Rukeli Trollmann ist der Muhammad Ali der 20er und 30er Jahre. Er tänzelt, er ist schnell, er ist geschmeidig, er boxt geradezu elegant und das in einer Zeit, als Boxen gerade erst anfing, eine anerkannte Sportart zu werden.
Trollmann wächst in ärmlichen Verhältnissen in der Altstadt von Hannover auf. Schon als Kind beginnt er zu boxen und merkt schnell: Das ist mein Sport! Die Vereine in Hannover werden bald auf den jungen Sinto aufmerksam und zunächst spielt seine Herkunft auch keine Rolle – solange er erfolgreich ist… Aber schon die Auswahl für die Olympischen Spiele in Amsterdam 1928 verliert er, weil ein anderer „deutscher“ Boxer geeigneter erscheint.

 


Es folgt eine steile Profikarriere, die es Trollmann ermöglicht, in ganz Deutschland zu boxen, bis er es tatsächlich schafft, 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht zu werden.
Das ist zu viel für die neuen Herren im Lande. Der Titel wird ihm eine Woche später wieder aberkannt, wegen „ungenügender Leistungen im Ring“ und „unsportlichem Verhalten“: Er hatte geweint vor Freude, als ihm der Siegerring umgehängt wurde!

 


Trollmann weiß, dass er als Profiboxer und Sinto keine Chance mehr hat im nationalsozialistischen Deutschland. Als er trotzdem ein weiteres Angebot für einen neuen Kampf bekommt, ist das für Rukeli Trollmann die letzte Gelegenheit zu zeigen, dass er in Würde den Ring verlassen wird. Arische Boxer werden verlangt, also stäubt er sich seinen Körper weiß, färbt seine Haare hell und geht als Karikatur eines Ariers in den Ring. Und auch diesen Kampf hätte er gewonnen, hätte der Ringrichter fair entschieden. Die Maxime der Zeit heißt aber: Ein „Zigeuner“ im Ring darf nur verlieren!
Rukeli Trollmann verbringt die 30er Jahre mit Gelegenheitsjobs, heiratet eine Deutsche, trennt sich aber wieder von ihr in dem Glauben, sie und ihre Tochter hätten eine bessere und sicherere Existenz, wenn sie nicht mit einem Sinto zusammen leben.
Als Wehrmachtssoldat ist er zwei Jahre im Krieg, wird verwundet und als er gerade wieder ein paar Monate in Hannover ist, wird er verhaftet und ins KZ Neuengamme gebracht.


In Neuengamme wird er gezwungen, der SS-Mannschaft das Boxen beizubringen. Dabei ist es stets Rukeli Trollmann, der am Ende verliert und am Boden liegt. Als er geschwächt und nahe dem Ende ist, rettet ihm der illegale Häftlingsrat des KZs das Leben, indem sie ihn mit einer Leiche vertauschen, als verstorben melden und mit einer neuen Identität ins Außenlager nach Wittenberge bringen.
Hier lebt Trollmann noch ein weiteres Jahr bis er auch hier von einem Kapo herausgefordert wird, ihn K.o. schlägt und am nächsten Tag, aus Rache für die Niederlage, von demselben Kapo mit einem Knüppel erschlagen wird.

 

DIRECTOR´S STATEMENT

„Rukeli Trollmann war ein Mann mit Zivilcourage. Das ist der entscheidende Grund, warum ich diesen Film gemacht habe. Die Story ist ungewöhnlich, erschreckend und dazu hat sie viele Facetten, uns allen die Augen zu öffnen.
Die Verfolgung der Sinti und Roma während des III. Reiches ist als Thema in Deutschland gesellschaftlich und medial vernachlässigt. Das ist ein Skandal!
"Gibsy" kann die Erinnerung für uns alle zurückholen und erzählt eine ganz außergewöhnliche und mitreißende Lebensgeschichte.“

Eike Besuden

 

Eike Besuden – Regisseur

Biografie
Geboren in Wildeshausen/Oldenburg. Ab 1976 Autor, Moderator und Redakteur bei Radio Bremen Hörfunk in Bremen und ab 1987 bei Radio Bremen Fernsehen. Zuständig für Dokumentationen und Features, Redaktion und Moderation. 1995 Gründung einer Filmproduktion für Dokumentationen, Features und ab 2001 Herstellung von Spielfilmen für Kino und Fernsehen.

Filmografie (Auszüge)

  • 2012 GIBSY – Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann (Regie)
  • 2010 Deckname cor – Das dramatische Leben des Max Windmüller (Regie)
  • 2010 Faust II reloaded – „Den lieb ich, der Unmögliches begehrt“ (Regie)
  • 2009 Die Focke Brüder – Pioniere der Luftfahrt (Regie)
  • 2008 FINNISCHER TANGO (Produktion)

 

Darsteller

Hannes Wegener (Rukeli Trollmann)
Hannes Wegener, am 02. September 1980 in Potsdam geboren, steht bereits als Teenager vor der Kamera: In Andreas Kleinerts "Verlorene Landschaft" (1992) und dem Kinderfilm "Olli in der Unterwelt" (1993) spielt er kleinere Nebenrollen. Nach dem Schauspielstudium an der HFF Potsdam ist Wegener neben zahlreichen TV-Arbeiten und vereinzelten Theaterauftritten im Kino in der Rolle des RAF-Terroristen Willi-Peter Stoll in Uli Edels Drama "Der Baader Meinhof Komplex" (2008) und in Mathias Glasners Psychodrama "This Is Love" (2009) zu sehen. Seine erste Kinohauptrolle spielt Wegener in Jonas Groschs "Résiste – Aufstand der Praktikanten" (2009). Tom Tykwer besetzt ihn für den Berliner Ensemblefilm "Drei", der 2010 in den Kinos startet. 2011 bis 2012 tritt er in weiteren Kinofilmen wie "Westwind" (Robert Thalheim), "Wir wollten aufs Meer" (Toke C. Hebbeln) auf. Im Fernsehen ist er u.a. in den Produktionen "Polizeiruf 110 - Die Gurkenkönigin", "Soko Leipzig – Stilbruch" zu sehen.

Hannelore Elsner (Friederike Trollmann)
Die im bayerischen Burghausen geborene Schauspielerin zählt zu den populärsten deutschen Darstellern im Fernsehen, Kino und Theater. Schon mit 17 Jahren hat sie ihren ersten Auftritt als Partnerin von Freddy Quinn in "Freddy unter den Sternen". Es folgen Engagements in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen: Im Kino in "Iwanow" (Döpke, 1971), "Der grüne Vogel" (Szabó, 1980), "Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie" (Eichinger, 1985), "Die Unberührbare" (Röhler, 2000), "Mein letzter Film" (Hirschbiegel, 2002), "Alles auf Zucker" (Levy, 2005), "Kirschblüten – Hanami" (Dörrie, 2008), "Hanni und Nanni" (2010, 2011, 2012) oder im Fernsehen "Der letzte Patriarch", "Kommissarin Lucas" u.v.m. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes erhält in ihrer Laufbahn zahlreiche Auszeichnungen: u.a. den Deutschen Filmpreis als beste Darstellerin für "Die Unberührbare" im Jahr 2000 und 2003 für "Mein letzter Film" oder 2006 den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk.