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Deutschland 2005 - 35mm - Farbe - 91 Min.

Regie: Alexandra Sell
Kamera: Justina Feicht, Henning Drechsler
Montage: Daniela Drescher
Ton: Caroline Cochius
Mischung: Gerd Neskens
Musik: Kreidler
Schnittsupervision: Gesa Marten

Redaktion: Christian Cloos, ZDF - Das kleine Fernsehspiel
Produzenten: Jörg Siepmann, Harry Flöter (2Pilots)
Produktion: 2Pilots in Zusammenarbeit mit ZDF - Das kleine Fernsehspiel,
Filmstiftung NRW, Nordmedia, Kuratorium junger dt. Film

Uraufführung: Internationales Forum des jungen Films der Berlinale 2005

Besondere Auszeichnung, Festival des deutschen Films, Mannheim-Heidelberg 2005

Special Prix Europa 2005


DURCHFAHRTSLAND

Kinostart: 15. September 2005

 

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DURCHFAHRTSLAND ist ein Heimatfilm über die fremde Welt vor der eigenen Haustür: Nur 20 Straßenbahnminuten sind es vom Kölner Dom bis ins Vorgebirge – eine dieser Gegenden, durch die man durchfährt, um anderswo einen Ausflug zu machen. Eingezwängt zwischen Köln und Bonn, nicht Stadt, nicht Land, zersiedelt, gesichtslos, austauschbar. Schillernd wird die Gegend nur nachts, wenn die Ölraffinerien am Rhein gespenstisch leuchten.

Für die Menschen allerdings, die dort wohnen, ist das Vorgebirge die Mitte der Welt. In dieser Mitte gilt es, sich einen Platz zu erobern. Was nicht immer ganz leicht ist, ganz besonders nicht für die vier Protagonisten des Films: Hans Wilhelm Dümmer, der Pfarrer zweier Nachbardörfer, die seit Jahrhunderten verfeindet sind, und dessen schwere Mission deren Versöhnung ist. Sophia Rey, die Vorgebirgskrimiautorin im Eigenverlag, deren neue Bücher ausgerechnet in ihrem eigenen Heimatdorf zunehmend unbeachtet bleiben. Mark Basinsky, das jüngste Mitglied eines Junggesellenvereins, träumt davon, eines Tages Modedesign in Mailand zu studieren. Und Giuseppe Scolaro, der leidenschaftliche Erste Vorsitzende eines Spielmannszuges, der zu seinem eigenen Bedauern Italiener ist.

DURCHFAHRTSLAND begleitet die Protagonisten ein Jahr lang und zeichnet dabei ein sehr persönliches Porträt einer Gegend, die nur auf den ersten Blick unscheinbar wirkt. Ein typisches Stück deutscher Provinz, deren Bewohner sich mit trotzigem Stolz ihre Riten, Mythen und Geschichten bewahrt haben. Auch wenn die Schmutzgürtel der Großstädte immer näher rücken.