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Besetzung

Isabelle: Julia Jentsch

Jakob: Sebastian Zimmler

Jim: Guy Burnet

Hans: Ole Lagerpusch

Ginka: Bibiana Beglau

Andras: Aljoscha Stadelmann

Bentham: Robert Pickup

Leila: Gina Bellman

Sara: Raffiella Chapman

Lektorin: Catherine Walker

June: Brigitte Zeh

Dr. Schreiber: Gerhard Mohr

Sekretärin: Marlena Keil

Frau Kr?ger: Brigitte Böttrich

ihr Sohn: Christian Kuchenbuch

Mutter Hans: Birgit Walter

Mädchen: Charlotte Taschen

Mae: Hanna Wiltshire

Gast im Pub: Tim Wallers

Passant: Jarren Dalmeda

 

Stab

Regie: Florian Hoffmeister

Buch: Mona Kino

Romanvorlage: Katharina Hacker

Casting: Bernhard Karl

Elaine Grainger

Kamera: Robert Binnall

Montage: Kathrin Dietzel

Szenenbild: Cora Pratz

Kost?mbild: Manfred Schneider

Maske: Heiko Schmidt

Ton: Andreas Wölki

Musik: Adrian Corker

Mischung: Kostas Varibobiotis

Sounddesign: Moritz Hoffmeister

Regieassistenz: Annette Drees

Produktionsleitung: Heino Herrenbr?ck

Redaktion: Claudia Simionescu, BR

Monika Lobkowicz, ARTE/BR

Cooky Ziesche, rbb

Georg Steinert, ARTE

Produzent: Titus Kreyenberg

gefördert durch Film-und Medienstiftung NRW

Medienboard Berlin-Brandenburg

Deutscher Filmförderfonds Media Creative Europe

 

Technische Informationen

Länge 103 min Format DCP, 1:1.85, 25fps

Genre Drama

Sprache Deutsch, Englisch

Drehorte NRW, Berlin und London

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Die Habenichtse


Ein Spielfilm von Florian Hoffmeister

Kinostart: 1. Dezember 2016


Trailer

Stadt  Kino  Termin  Info   
Aachen  Apollo  ab 8.12.2016     
Augsburg  Liliom  ab 1.12.2016     
Berlin  Babylon Mitte  ab 8.12.2016     
Berlin  Toni  ab 1.12.2016     
Berlin  Filmkunst 66  ab 1.12.2016     
Berlin  Il Kino  ab 1.12.2016     
Berlin  Cinemaxx Potsdamer Platz  ab 1.12.2016     
Berlin  Sputnik  ab 1.12.2016     
Bochum  Endstation  ab 1.12.2016     
Bonn  Brotfabrik  ab 1.12.2016     
Dortmund  SweetSixteen  ab 1.12.2016     
Dresden  Kino im Dach  ab 1.12.2016     
Dsseldorf  Bambi  ab 1.12.2016     
Essen  Filmstudio  ab 1.12.2016     
Frankfurt  Mal Sehn  ab 1.12.2016     
Frankfurt  Filmmuseum  18.12.2016  mit Regiegesprch   
Hamburg  Abaton  ab 1.12.2016     
Hannover  Kino im Knstlerhaus  ab 1.12.2016     
Kiel  Koki  ab 8.12.2016     
Kln  Filmpalette  ab 1.12.2016     
Mnchen  Monopol  ab 1.12.2016     
Mnster  Cinema  ab 15.12.2016     
Neu-Ulm  Dietrich Theater  ab 1.12.2016     
Regensburg  Filmgalerie  ab 1.12.2016     
Rostock  Wundervoll  ab 1.12.2016     
Saarbrcken  Filmhaus  ab 1.12.2016     
Stuttgart  EM Kinos / Metropol  ab 1.12.2016     
Weingarten  Kulturzentrum Linse  ab 1.12.2016     
Werder  Scala  ab 8.12.2016     

 

 

Logline


Am 11. September 2001 begegnen sich Jakob und Isabelle nach langer Zeit wieder in Berlin und verlieben sich ineinander. Während der Anschlag auf das World Trade Center die ganze Welt in Atem hält, sind die beiden mit sich und ihrer neu gefundenen Liebe beschäftigt. Doch ihr neues Glück wird überschattet durch den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hans, der im bei dem Anschlag in New York ums Leben kam. Jakob bekommt dessen Job in London und überredet Isabelle, mit ihm dorthin zu gehen.

Während Jakob seine Schuldgefühle in seiner Arbeit vergräbt, bleibt Isabelle auf sich allein gestellt in London, ohne feste Ziele und Aufgaben. Ihr gemeinsames Leben bekommt Risse und die einzige Chance der beiden wäre es, sich aufrichtig zu begegnen. Eine Aufgabe, die unmöglich scheint: ratlos und zunehmend verzweifelnd sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät.


DIE HABENICHTSE schaut zurück auf eine Welt, die nach 9/11 aus dem Gleichgewicht geraten ist und seitdem nicht mehr zur Ruhe kommt. Nichts ist mehr wie vorher. Das Donnergrollen des Krieges ist nicht mehr nur im Radio zu hören, die Einschläge kommen näher und beeinflussen das Leben in allen Beziehungen, nur - wer will das wahrhaben?

Und was kann man dieser Auflösung der gesellschaftlichen Verabredungen entgegensetzen?

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Katharina Hacker. 2006 wurde sie für dieses Werk mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.


„Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich.“ (Verlagstext)

 

 

Regie-Statement von Florian Hoffmeister

Die Habenichtse ist ein Film über meine Generation. Über unseren Wunsch nach Besonderheit, nach Erlebnis, unserem Wunsch, etwas zu werden oder zu sein und unserer Unfähigkeit zu Gemeinschaft und Selbstsorge. Können wir wirklich geben und nehmen, oder nehmen wir am Leben anderer nur Anteil, während wirkliche Teilnahme nur vorgetäuscht wird?


Fast 8 Jahre haben wir an der Verfilmung der Habenichtse gearbeitet. Das Auf und Ab der Finanzierung hat uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die die Adaption des Romans weiter und weiter verdichtet haben. Mona Kino, die Autorin des Drehbuchs, verglich es einmal mit dem Kochen einer Essenz: während Katharina Hacker einen reichhaltigen Garten voller verschiedenster Zutaten angelegt hatte, war es an uns, diesen so weit zu verdichten, bis nur noch die Essenz davon vorhanden ist. Im Geschmack jedoch musste noch immer die Vielfalt des Ursprungs sp?rbar sein.

Das faszinierend Befreiende an der Verfilmung einer literarischen Vorlage ist f?r mich das Wechselspiel zwischen Treue und Verpflichtung. Verpflichtung einer Autorin gegen?ber, die unter einem immensen Aufwand an Kreativität und Selbstreflexion aus sich selbst heraus ein Werk geschaffen hat, und der Freiheit, die aus dieser Verpflichtung f?r den filmischen Prozess entsteht: es geht gleichberechtigt nicht nur darum was erzählt wird, sondern ebenso wie es erzählt wird.


Im amerikanischen Englisch hat die Kinoleinwand den schönen Terminus Silver Screen. F?r mich ist das auch ein Synonym f?r die Magie des Kinos. Wir, die Filmemacher spiegeln uns in einem Film, in diesem Fall auch noch in der Vorlage eines Romans, einem Spiegel der Romanautorin. Der Film wiederum wird zum Spiegel f?r die Zuschauenden.

Aus dieser Haltung heraus war wichtig f?r mich, dass Die Habenichtse kein sentimentaler Film wird, nicht die romantische Erzählung einer verzweifelten Liebe, keine Menage-a-trois, die sich dem Zuschauer quasi auf den Schoß setzt, um ihm von dem Leben anderer zu erzählen. Das hätte der Buchvorlage, in der sich Katharina Hacker jeglicher moralischer Kommentare enthält, Unrecht getan und den Zuschauer in eine unm?ndige Rezeption gedrängt. Der Film erzählt aus diesem Grund aus einer Distanz heraus, auch damit es mir möglich ist, zu denken, mich selbst in der Geschichte zu finden.


Unter diesem Credo haben wir alle Verdichtung vorangetrieben, erwuchs die Entscheidung in schwarz-weiß zu drehen, wurden im Schnitt die Dialoge wieder und wieder reduziert. Und auch in meiner Arbeit mit den Schauspielern war dies meine Grundmotivation: Julia, Sebastian, Ole, Bibiana, Guy, Aljoscha - all diese Menschen darin zu ermutigen, sich selbst in diesen Rollen zu zeigen. Nicht nur eine Figur darzustellen, sondern sich mit ihren eigenen Sehns?chten, W?nschen und Ängsten zu öffnen.

Die Habenichtse erzählen auch vom Verlust einer Wirklichkeit, auf die man Anspruch zu haben glaubt, von der Weigerung, die uns sehenden Auges den Blick verschließen lässt. Im Film f?hrt das zu einem Ausbruch sinnloser Gewalt – f?r mich eine Metapher f?r unseren aktuellen Zeitgeist, den Katharina Hacker fast prophetisch vorweggenommen hat: Jim, der Verlierer unter den Habenichtsen, dem am Ende nicht mal mehr ein eigener Traum bleibt, rächt sich mit brutaler Gewalt an der Teilnahmslosigkeit seiner Umgebung.


Die Habenichtse wurden im Herbst 2015 in 26 Tage gedreht. 22 davon wurden auf Grund der Förderungsstruktur in Deutschland gedreht, vier blieben f?r die Außenmotive in London. In einer waghalsigen Kraftanstrengung schafften wir es, unter extremen Zeitdruck das nötige Pensum zu bewerkstelligen. Umso mehr wird folgende Episode f?r immer in meinem Gedächtnis bleiben:

Am Ende des Films gehen Jakob und Isabelle davon und aus dem gewalttätigen Finale erwächst die Möglichkeit einer Liebe. Ich hatte daf?r eine lange Kamerafahrt geplant, an deren Ende die beiden in der Tiefe der Einstellung verschwinden. Wir hatten diese Szene bereits vier Mal gedreht, jedoch immer wieder schauspielerische Momente verändert: nehmen sie sich an die Hände? Wenn ja wann? Wer wartet auf wen? etc... Die Zeit drängte und obwohl mit dem bereits entstandenen Material eine Gestaltung im Schnitt möglich war, beharrte ich darauf, nochmals zu drehen. Julia und Sebastian gingen auf ihre Anfangsposition und fingen an davonzulaufen. Und plötzlich geschah das Unerwartete: wie auf ein geheimes Zeichen und ohne unser Zutun f?llte sich das Bild mit Spaziergängern, Sportlern, Radfahren, jungen Eltern und unsere beiden Hauptfiguren verschwanden im nachmittäglichen Treiben. So wird das, was sie uns von sich gezeigt haben, zu einer Geschichte in mitten von vielen, zu einer Geschichte von uns.

Berlin, Juni 2016

 

 

Filmfestivals / Preise:

  • Internationales Filmfest München 2016 (Weltpremiere)
  • Tallinn Black Nights Film Festival 2016
  • Film Festival Cologne 2016
  • Braunschweig International Film Festival 2016

 

 

Florian Hoffmeister
Florian Hoffmeister studierte Regie und Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb).

F?r sein Regie-Deb?t 3 Grad kälter erhält er 2005 den Silbernen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno.

Er ist international als Kameramann erfolgreich, arbeitet mit diversen englischen Regisseuren/innen, unter anderen mit Antonia Bird und Terence Davies. Mit seinen Arbeiten gewinnt er BAFTA, EMMY, als auch den ASC Award, der von der American Society of Cinematographers vergeben wird. Die Verfilmung von Die Habenichtse nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Hacker, Gewinner des Deutschen Buchpreises 2006, ist seine zweite Regiearbeit.

 

Julia Jentsch
Julia Jentsch wurde 1978 in Berlin geboren und besuchte nach dem Abitur die renommierte Schauspielschule Ernst Busch. Sie startete ihre Theaterkarriere an den M?nchner Kammerspielen, wo sie von 2001 – 2006 festes Ensemblemitglied war. Ihren Durchbruch als Filmschauspielerin hatte sie 2004 in Hans Weingartners Kinofilm Die fetten Jahre sind vorbei. 2005 war Julia Jentsch als Sophie Scholl im gleichnamigen Kinofilm von Marc Rothemund zu sehen. F?r diese Rolle erhielt sie den Silbernen Bären, den Deutschen Filmpreis und wurde als Beste Europäische Filmschauspielerin ausgezeichnet. Außerdem war sie mit Sophie Scholl – Die letzten Tage, als bester nicht englischsprachiger Film f?r den Oscar 2006 nominiert.

Seitdem ist Julia Jentsch auch international gefragt. In den letzten Jahren arbeitete sie u.a. mit Margarethe von Trotta (Hannah Arendt) und Antonin Svoboda (The Strange Case of Wilhelm Reich) zusammen. Auf der Berlinale 2016 war sie im Wettbewerb in 24 Wochen von Anne Zora Berrached und im Panorama in Auf einmal von Asli Özge zu sehen. 2016 wird sie u.a. f?r die TV Miniserie „Das Verschwinden“ unter der Regie von Hans-Christian Schmid vor der Kamera stehen.

 

Sebastian Zimmler
Sebastian Zimmler wurde 1981 in Ostberlin geboren. Nach seinem Studium an der Schauspielschule Ernst Busch folgten Engagements an der Schaub?hne und am Hebbel-Theater. Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied am Thalia Theater in Hamburg.

 

Guy Burnet
Guy Burnet wurde 1983 in London geboren und wollte eigentlich Fußballer werden. Nachdem er in Großbritannien sowohl im Theater, als auch in Film und Fernsehen Fuß gefasst hat, hatte er seinen Durchbruch in der Broadway Produktion Murder In The First, die von der Kritik einhellig gelobt wurde.

Danach spielte er neben Ewan McGregor und Johnny Depp in Mortdecai und in Day out of Days, dem neuen Film von Zoe Cassevetes.

 

Katharina Hacker
Katharina Hacker wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Philosophie, Judaistik und Geschichte in Freiburg und Jerusalem. In den Jahren von 2001 bis 2003 lebte sie in Berlin und London. 2006 wurde der Roman Die Habenichtse mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. K?rzlich erschien ihr Roman Skip.