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Cast


Gottfried Böhm


Elisabeth Böhm geb. Haggenmüller


Peter Böhm


Paul Böhm


Stephan Böhm

Crew

Produktion
Carl-Ludwig Rettinger
Lichtblick Film- und Fernsehproduktion

Koproduzenten
Lisa Blatter
Jan Gassmann

Drehbuch
Maurizius Staerkle-Drux

Kamera
Raphael Beinder

Schnitt
Anika Simon BFS

Gefördert durch
Film- und Medienstiftung NRW
Züricher Filmstiftung
Deutscher Filmförderfonds
Schweizerische Eidgenossenschaft

 


Die Böhms - Architektur einer Familie


Ein Film von Maurizius Staerkle-Drux

Kinostart: 29.01.2015


 

SPIELPLAN

StadtKinoTerminInfo
Bergisch-GladbachHerz-Jesu Kirche22.01.2020Veranstalter Kath. Bildungswerk
Frankfurt Deutsches Architekturmuseum 02.04.2020Regisseur zu Gast
KölnMAKK26.01.2020

 

 

SYNOPSIS

Bereits als Kind hat Gottfried Böhm im Büro seines Vaters Kirchenfenster gezeichnet. Dominikus hat in den 20er und 30er Jahren den Kirchenbau in Deutschland revolutioniert. Nach dem Studium der Bildhauerei und Architektur arbeitet Gottfried im Büro seines Vaters in Köln und reüssiert dort schon 1947 mit seinem ersten eigenen Bau der Kapelle „Madonna in den Trümmern“. Im zerstörten Rheinland kann er nach dem Krieg mehr als 50 Kirchen bauen, darunter als bekannteste die Wallfahrtskirche in Neviges. Die eigenwilligen, skulpturalen Beton-, Stahl- und Glasbauten schaffen Böhm weltweites Ansehen. 1986 wird er als erster und bisher einziger Deutscher mit dem Pritzker-Preis für Architektur, dem Pendant des Nobelpreises, ausgezeichnet. Seine Frau Elisabeth hat ebenfalls in München Architektur studiert. Obgleich sie sich primär um die Familie kümmert, ist sie wichtige Inspiration und kritische Instanz – nicht allein für Gottfried, sondern auch für ihre Söhne. Im Garten des von Dominikus Böhm in Köln-Marienburg erbauten Familienanwesens bauen Stephan, Peter und Paul schon als Kinder ganze Dörfer aus Holz und Lehm. Heute betreibt jeder sein eigenes Architekturbüro, doch alle immer noch unter einem Dach – zusammen mit ihrem Vater. Es ist nicht leicht für sie, sich unter dem Markenzeichen „Böhm“ einen eigenen Namen zu machen. Aber allen dreien gelingt es, herausragende Großbauten zu realisieren: Stephan etwa mit der Hauptverwaltung der Deutschen Bahn in Frankfurt, Peter u.a. mit dem Museum Ägyptischer Kunst in München und Paul mit der Kölner Zentralmoschee. Die Söhne vermeiden es, bei Wettbewerben gegeneinander anzutreten. Ansonsten herrscht ein „Konkurrenzverhältnis“. Bei der enormen Anzahl nationaler und internationaler Konkurrenten muss jeder der Brüder schauen, wo er bleibt und sei es manchmal auch auf Kosten des anderen. Während der Vater im zerstörten Nachkriegsdeutschland den Raum und die Aufträge hatte, sich zu entwickeln, muss Stephan nach China ausweichen. Auch dort hat der Name Böhm besonderen Klang, aber anstelle solider deutscher Baukunst erwartet man schnelle und billige Hochhäuser. Der Umgang zwischen Bauherrn und Architekten hat sich unter dem Kostendruck verändert. Man verkehrt nicht selten per Gericht, wie etwa Paul und seine Auftraggeber bei der Zentralmoschee in Köln. Peter berichtet von „panischen Nächten“, die existenziell sind. Die vom Großvater und Vater ererbten handwerklichen, künstlerischen und sozialen Ambitionen lassen sich immer schwerer aufrecht halten. „Die Familie hat unter der Arbeit gelitten, aber manchmal hat auch die Arbeit unter der Familie gelitten...“ meint Gottfried. Und dann stirbt Elisabeth. Viele Jahre lang hat sich Gottfried um seine demenzkranke Frau gekümmert. Ihr Tod trifft ihn bis ins Mark. „Manchmal wache ich morgens auf und weiß nicht, was ich tun soll“. Er kauft sich noch mal ein Auto und fährt in die geliebten Berge. Er besucht seinen Bruder und schlägt ihn, ungeachtet des Alters, wie immer im Tischtennis. „Aber ohne Arbeit kann ich nicht leben“. Noch immer sieht der 94 jährige seinen Platz am Zeichentisch. Inzwischen studiert der erste Enkel von Gottfried Architektur. Die Leidenschaft in der Familie fürs Bauen scheint ungebrochen. Und schließlich gelingt es auch Gottfried, einen völlig neuen Bau zu realisieren: das Hans-Otto-Theater in Potsdam. Hier setzt er Elisabeth ein Denkmal, mit leichten, schwebenden Schalen, anstelle der wuchtigen Bauten der 60er Jahre. Statt Betongrau in Rot, Elisabeths Lieblingsfarbe. Der Theaterbau am Havel-Ufer scheint selbst zu tanzen im Spiegel des vorbeiziehenden Flusses. Über zwei Jahre hinweg hat der junge Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Arbeit und das Leben der Böhms begleitet und dabei ebenso anrührende Szenen wie auch konfliktgeladene Momente filmen können. Zusammen mit den eindrücklichen Bildern seines Kameramanns Raphael Beinder von den Böhm-Bauten, zeichnen sie ein prägnantes und emotional aufgeladenes Porträt einer einzigartigen Architektenfamilie.

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