Aktuell   Repertoire   DVD   Pressematerial   Kontakt / Impressum   YouTube 
 

[ >> PresseMaterial ]

 

BREATHLESS DOMINANCE OF THE MOMENT

4 Dokumentar-Kurzfilme über die Macht des Augenblicks

MILLTOWN, MONTANA von Rainer Komers (D 2009 – 34 Min.)

I LOVE MY BORING LIFE von Jan Gogola (CZ 2009 – 26 Min.)

TIME´S UP von Jan Peters und Marie-Catherine Theiler (D 2009 – 15 Min.)

ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN von Anca Miruna Lazarescu (D 2009 – 28 Min.)


BREATHLESS
- DOMINANCE OF THE MOMENT

4 Dokumentar-Kurzfilme über die Macht des Augenblicks

Kinostart: 30. Dezember 2009


 

ÜBERSICHT

BREATHLESS – DOMINANCE OF THE MOMENT

1. MILLTOWN, MONTANA
von Rainer Komers | Deutschland 2009 | 34:00 Min.

2. I LOVE MY BORING LIFE
von Jan Gogola | Tschechische Republik, Deutschland 2009 | 26:00 Min.

3. TIME'S UP
von Marie-Catherine Theiler, Jan Peters | Deutschland 2009 | 15:00 Min.

4. ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN
von Anca Miruna Lazarescu | Deutschland 2009 | 28:00 Min.

 

1. MILLTOWN, MONTANA
von Rainer Komers

D 2009 – 34 Min.
Kamera: Rainer Komers, Tonmeister: Michel Klöfkorn, Schnitt: Bert Schmidt, Herstellungsleitung: Caroline Kirberg, Produzent: Stefan Kloos, Rainer Komers, Produktionsfirma: Kloos & Co. Medien GmbH, Rainer Komers


   

In Rainer Komers’ sorgfältig komponierten Bildern und eindrucksvollen Soundcollagen schreibt sich die Zeit von selbst ein. Jedes Bild erzählt die Geschichte eines Ortes, der einst zum größten Bergbaugebiet der USA gehörte und von Giften und Schwermetallen kontaminiert wurde. Ohne Dialoge porträtiert der Film sensibel die Landschaft und die Menschen, die dort leben und arbeiten: Cowboys, die ihre Kälber brandmarken, Blackfeet Indianer, die den Grundstein zu einem Bildungszentrum legen, Fallensteller und Golfer, Arbeiter in einem Silizium-Werk, alte Bergmänner und junge Studenten, die in einem Bergbauwettbewerb antreten.
MILLTOWN, MONTANA ist sichtlich narbenübersät durch die Hand des Menschen und gefangen in einer Phase des postindustriellen Stillstands. Während der Film den einstigen Wohlstand anklingen lässt, demonstriert er die Perspektivlosigkeit dieses Ortes und unterminiert das Bild des American Dream.


   

Kommentar des Regisseurs: „Als Kind des Ruhrgebiets und Bürger von MÜLHEIM interessiere ich mich ganz besonders für eine Frage: Was kommt nach der Industrialisierung, wie geht das Leben weiter und was passiert mit der Beschleunigung, die vom technischen Fortschritt ausgelöst wurde? Wird es eine Wiederannäherung an den Rhythmus der Natur geben? Ist die Technologie vereinbar mit einem Leben nah an der Natur?“

Notiz des Mentors: „Rainer Komers ist ein besonderer Filmemacher, der Filme über besondere Orte auf besondere Weise erzählt. Er macht den Rhythmus und den spezifischen Fluss der Zeit an diesen Orten für den Zuschauer erlebbar. Er erklärt niemandem, was er zu denken hat, im Gegenteil: Er lässt uns Teil haben an der Gestaltung des Films. Seine Sprache ist weder Deutsch, noch Englisch oder Russisch, seine Sprache ist das Kino.“ (Miroslav Janek, Filmemacher, Tschechien)

Über Rainer Komers
Geboren 1944 in Guben. Filmstudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Studium der Fotografie an der Universität Essen. Arbeit als Regisseur und Kameramann in Alaska, Ecuador, Frankreich, Indien, Japan, Lettland, Litauen, Russland, Jemen. Seine Filme wurden bei 3sat, Arte, HR, PBS, WDR und ZDF ausgestrahlt. Arbeitet und lebt in Berlin und Mülheim an der Ruhr. Lehrt in Berlin, Düsseldorf, Münster und Wien. Sein Film NOME ROAD SYSTEM gewann 2004 den Internationalen Kurzfilmpreis beim Planet in Focus, Toronto sowie den Deutschen Kurzfilmpreis 2005.

 

2. I LOVE MY BORING LIFE
von Jan Gogola

CZ 2009 – 26 Min. Kamera: Ji?í Zykmund, Tonmeister: Ji?í Melcher, Schnitt: Zden?k Marek, Herstellungsleitung: Tereza Horská, Produzent: Ji?í Kone?ný, Produktionsfirma: endorfilm s.r.o.


   

Über fünf Jahre lang hat Großmutter Alena Nemcová, eine Frau aus dem Prager Vorort Zbraslav, zwanglos Wetterbeobachtungen, Träume, Einzelheiten über ihre Morgengymnastik, das Kochen und die übliche Hektik zu Hause, über Weltereignisse, Beziehungen, Religion und den Zeitgeist niedergeschrieben. Das Tagebuch der Großmutter Nemcova entwickelt sich von einer Chronik alltäglicher Familienerlebnisse, Wettervorhersagen und politischer Ereignisse zu einer surrealen Annäherung an die Ewigkeit.

Kommentar des Regisseurs: „Das Thema von BREATHLESS ist eine Herausforderung für die Darstellung unserer Welt, in der wir ein gehetztes Leben führen, wenn wir uns den Konventionen der Zeit unterwerfen, unsere Persönlichkeit dafür aufgeben und dabei gerade so überleben. Tagebücher sind ein gutes Beispiel für die individuelle Aufarbeitung des eigenen Lebens in seiner Alltäglichkeit und Zeitlosigkeit.“


   

Notiz des Mentors: „Was die tschechischen Filme betrifft, freue ich mich am meisten, wie Jan Gogola und sein Team die visuelle Herausforderung gemeistert haben, ein so beeindruckendes Tagebuch filmisch darzustellen. Ich liebe Jans bewährtes Geschick, die Kuriositäten des Lebens in Bilder zu verwandeln und dabei immer unterhaltend und überraschend in direktem Kontakt mit der Realität zu bleiben.“ (Peter Badel, Kameramann, Deutschland)

Über Jan Gogola Geboren 1971. Studierte Journalismus an der Charles University und Dokumentarfilm an der FAMU – Film und Fernsehschule der Akademie der darstellenden Künste, Prag. Ehemals Redakteur beim Tschechischen Fernsehen. Wiederaufnahme der Karriere als Filmemacher, Script Editor und Lehrender an der FAMU. Sein Film DIARY OF GRANDMOTHER NEMCOVA gewann 2000 den Ersten Preis des FAMU Film Festivals und 2009 den Preis als Bester Tschechischer Dokumentarfilm beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Jihlava.

 

3. TIME´S UP
von Jan Peters und Marie-Catherine Theiler

D 2009 – 15 Min. Kamera: Marie-Catherine Theiler, Jan Peters, Tonmeister: Marie-Catherine Theiler, Jan Peters, Schnitt: Sandra Trostel, Sounddesigner: Thies Mynther, Komponist: Pit Przygodda, Herstellungsleitung: Caroline Kirberg, Produzent: Stefan Kloos, Jan Peters, Produktionsfirma: Kloos & Co. Medien GmbH, Jan Peters


   

In den wenigen Sekunden eines Autounfalls werden die schwangere Marie-Catherine Theiler und Jan Peters mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Plötzlich wird ihnen klar, dass ihr Leben viel zu hektisch geworden ist, dass sie zu viel Zeit damit verbringen, von Termin zu Termin und einer Deadline nach der anderen hinterher zu rennen. Sie beschließen, ihr Leben zu verlangsamen. Aber wie? Während einer humorvollen Reise von einem Zeitexperten zum nächsten stellen die Filmemacher die Fragen, auf die wir alle gern eine Antwort hätten. In diesem Zeitexperiment während Marie-Catherines Schwangerschaft lassen die Regisseure nichts aus, um mit Witz und Ironie zu untersuchen, wie die Gesellschaft – und vor allem sie selbst – mit dem Thema ‘Zeit’ umgehen.


   

Kommentar der Regisseure: „Wir haben eine sehr persönliche Form für unseren Film gewählt und denken, damit auch andere Menschen zu erreichen und zu bewegen. Denn wir sind nicht allein mit den aufgeworfenen Fragen. In unserer Gesellschaft ist Zeit zu Geld geworden. Von dieser Maxime fühlen sich immer mehr Menschen unter Druck gesetzt und sehnen sich nach einer Zeit zurück, als die Uhren noch überall unterschiedlich tickten. Und diese Zeit ist noch gar nicht mal so lange her...“

Notiz des Mentors: „Marie-Catherine Theiler und Jan Peters faszinieren ihr Publikum durch die verblüffende Wahl ihrer Stilmittel, denn offensichtlich setzen sie Technik ein, die sonst nur Amateure benutzen würden. Ich bin sehr erfreut über den gemeinsamen, außerordentlich künstlerischen Ansatz der Filmemacher: den der schwangeren Marie-Catherine und den von Jan, dem Meister der Ich-Perspektive, die sich gegenseitig filmen. Diese dokumentarische Zusammenarbeit, die die Stilmittel des Films parodiert, wird in ihrer Ehrlichkeit ein Publikum jeden Alters provozieren und gleichzeitig für sich einnehmen.“ (Peter Badel, Kameramann, Deutschland)

Über Marie-Catherine Theiler Geboren 1976 in Luzern, Schweiz. Theater- und Journalismus-Studium an den Universitäten Bern und Fribourg, sowie Filmstudium an der ESBA – Universität der bildenden Künste Genf bei Professoren Claudio Pazienza und Jean-Louis Comolli. Arbeit als Assistenzlehrende, Schauspielerin, Regieassistentin am Theater sowie als Filmemacherin. 2008 Stipendium der Kulturkommission Zentralschweiz für Berlin-Aufenthalt.

Über Jan Peters Geboren 1966 in Hannover. Studium an der Hochschule für bildende Künste HfbK Hamburg. Mitgründer der Filmemachergruppe ABBILDUNGSZENTRUM 1994. Neben preisgekrönten Kurz- und Langfilmen wie WIE ICH EIN HÖHLENMALER WURDE oder WIE ICH EIN FREIER REISEBEGLEITER WURDE kreiert Jan Peters auch Hörspiele und nimmt an Kunstausstellungen teil. Lebt und arbeitet in Berlin.

 

4. ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN
von Anca Miruna Lazarescu

D 2009 – 28 Min. Kamera: Tobias Tempel, Tanja Häring, Tonmeister: Friedrich Wohlfarth, Johannes Schmelzer-Ziringer, Schnitt: Uwe Wrobel, Sounddesigner & Komponist: Friedrich Wohlfarth, Herstellungsleitung: Caroline Kirberg, Produzent: Stefan Kloos, Produktionsfirma: Kloos & Co. Medien GmbH


   

In einer kleinen Kirche in Halberstadt in Ostdeutschland spielt eine Orgel das Stück „Organ 2/ASLSP“ des Avantgarde-Komponisten John Cage so langsam wie möglich – Tag und Nacht ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2640. Auf humorvolle doch gleichzeitig nachdenkliche Weise zeigt der Film verschiedene Blickwinkel auf dieses außergewöhnliche Projekt: Einerseits die intellektuellen Gefechte der Initiatoren, auf der anderen Seite den direkten und praktischen Umgang der freiwilligen Mitarbeiter mit all der Arbeit, die ein solches Unterfangen mit sich bringt. Diese unterschiedlichen Perspektiven machen ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN zu einem Film voller bewegender und humorvoller Momente, der sich auf besondere Weise der Frage nach der Wahrnehmung von Zeit widmet.


   

Kommentar der Regisseurin: „Ich wollte in diese Welt – die für mich skurril und faszinierend zugleich ist – eintreten und herausfinden, warum diese Menschen so fest an das Projekt glauben und es mit all ihrer Kraft und Zeit und mit sehr viel Geld unterstützen, obwohl sie niemals die Vollendung des Werkes miterleben werden.”

Notiz der Mentorin: „Die komische Absurdität dieser nicht miteinander vereinbaren Elemente war das, was mich sofort an Ancas Projekt begeistert hat. John Cages Organ2/ASLSP wird so langsam gespielt, dass keine Menschenseele es jemals komplett hören kann. Trotzdem ist die Erhaltung des Projekts in menschlicher Hand. Ich finde Humor à la Tati in den Bildern dieser Kirche in einer ostdeutschen Kleinstadt, wenn Touristen versuchen, die Bedeutung dieses Kunstwerkes zu fassen. Man findet immer Humor in den Dingen, die sehr, sehr ernst genommen werden!“ (Susanna Helke, Filmemacherin, Finnland/USA)

Über Anca Miruna Lazarescu Geboren 1979 in Timisoara, Rumänien. 1990 Emigration nach Deutschland. Seit 2000 Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen HFF München. Ihre bisherige Arbeit umfasst Dokumentarfilme und Kurzspielfilme. THE SECRET OF DEVA gewann zahlreiche internationale Preise und wurde weltweit an TV-Sender lizensiert. SALMA – BENEATH TWO SKIES entstand für 3sat, und BUKAREST – BERLIN war für den Berlin Today Award der Berlinale 2005 nominiert.

 

ÜBER DAS PROJEKT

Das deutsch-tschechische Projekt wurde initiiert, um das aktuelle künstlerische Dokumentarfilmschaffen und den kulturellen Dialog dieser beiden Länder zu fördern. Dabei wurden Projekte mit starken Autorenhandschriften produziert. Sie zeigen, wie relevant, vielfältig und traditionsreich der Dokumentarfilm in beiden Ländern ist.

BREATHLESS: In den letzten Jahrzehnten haben die enorme Informationsflut sowie die rasanten Entwicklungen der Kommunikationstechnologien unseren Alltag dramatisch verändert. Begriffe wie Globalisierung, Digitalisierung und Mobilität sind allgegenwärtig. Man kann die Konsequenzen täglich beobachten: die Hektik des Alltags, Orientierungsverlust und Veränderungen im menschlichen Umgang miteinander. Unsere traditionellen Grundfeste werden erschüttert. Die Beschleunigung geht nicht unbedingt mit tatsächlicher Zeitersparnis, Freiheit oder Vergnügen einher. Wann haben wir noch Zeit und Raum, wir selbst zu sein? Dies ist das brisante Thema, mit dem sich alle Filmemacher auf ihre ganz eigene, frische Art und Weise auseinandergesetzt haben.

„Es war unser Ziel, originelle Kurzdokumentarfilme zu unterstützen und Regisseure zu inspirieren, faszinierende Phänomene unserer Zeit filmisch umzusetzen,“ sagt Andrea Prenghyová, Leiterin des Dokumentarfilminstituts in Prag. Claas Danielsen, Festivaldirektor von DOK Leipzig, fügt hinzu: „Das Projekt fördert künstlerische Dokumentarfilme, die im Kontrast zu konventionellen TV-Formaten stehen, Filme, die wichtig und mutig sind. Wir möchten die Vielfalt des Dokumentarfilmschaffens in den beiden Ländern und das einzigartige Potential künstlerischer Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinaus für ein möglichst großes Publikum spürbar machen.“

Das Projekt wurde 2008 von Zipp – Deutsch-Tschechische Kulturprojekte, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm – DOK Leipzig und dem Dokumentarfilminstitut (IDF) in Prag initiiert. Die deutschen Filme wurden von Stefan Kloos mit seiner Produktionsfirma Kloos & Co. Medien GmbH, Berlin produziert. Ji?í Kone?ný ist mit seiner Produktionsfirma endorfilm s.r.o., Prag, Produzent der tschechischen Filme.

Aus mehr als 130 Einreichungen beider Länder wurden fünf Filme ausgewählt, um mit Unterstützung von TV-Sendern und regionaler Förderung aus Deutschland und Tschechien produziert zu werden. Für die Kinoversion von BREATHLESS wurden vier der fünf Filme ausgewählt, auf der DVD werden aber später alle fünf Filme zu sehen sein. Der Auswahlprozess und die Entwicklung der Projekte wurden begleitet von international renommierten Filmemachern, Kameraleuten und Cuttern: Niels Pagh Andersen, Filmemacher und Cutter (Dänemark), Peter Badel, Kameramann (Deutschland), Susanna Helke, Filmemacherin (Finnland/USA), Stephan Krumbiegel, Cutter, (Deutschland), Miroslav Janek, Filmemacher (Tschechien), Clare Paterson, Executive Producerin (Großbritannien), Catherine Rascon, Cutterin (Frankreich). 18 Monate lang unterstützten sie die BREATHLESS-Filmemacher als Mentoren, u.a. in zwei Workshops, und haben so dazu beigetragen, diese Dokumentarfilmsammlung zu gestalten.

 

INITIATOREN

ZIPP - DEUTSCH-TSCHECHISCHE KULTURPROJEKTE: Mit dem Initiativprojekt Zipp setzt die Kulturstiftung des Bundes ihre Reihe bilateraler Kooperationsprojekte mit Ländern des östlichen Europa fort. Wie beim Zipper -- oder Zip, wie es im Tschechischen heißt -- werden Künstler und Kulturschaffende und Wissenschaftler möglichst leichtgängig miteinander verzahnt. Sie finden sich zu Kooperationsprojekten zusammen, die noch bis Ende 2009 unter dem Dach von Zipp realisiert werden. Theater, Film und Radio, Architektur, Bildende Kunst und Zeitgeschichte -- so unterschiedlich sind die Formate, in denen sich die Beteiligten artikulieren. Ihren Arbeiten aber ist gemein, dass sie sich an aktuell relevanten gesellschaftlichen Fragestellungen orientieren - etwa Fragen nach dem Erbe der Demokratiebewegung, dem Umgang mit historischen Traumata, den Erfahrungen ökonomischer Transformationsprozesse nach 1989, der Zukunft unserer Städte.

Das INSTITUT FÜR DOKUMENTARFILM (IDF) ist ein non-profit Zentrum für Training, Promotion und Networking in Prag, Tschechien, das sich auf die Unterstützung von osteuropäischen künstlerischen Dokumentarfilmen spezialisiert hat. Das Programm des IDF kann von Filmemachern, unabhängigen Produzenten und Repräsentanten des ost- und zentraleuropäischen Fernsehens sowie von Festivalorganisatoren, Journalisten und der Öffentlichkeit genutzt werden.

INTERNATIONALES LEIPZIGER FESTIVAL FÜR DOKUMENTAR- UND ANIMATIONSFILM (DOK LEIPZIG): Gegründet wurde das Festival 1955 vom Club der Filmschaffenden der DDR als „Gesamtdeutsche Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm” und stellte damit das erste unabhängige Filmfestival der DDR dar. In seiner Tradition steht das Leipziger Festival für Filme, die sich für den Frieden und die Würde des Menschen einsetzen. Im Angesicht seiner wechselvollen Geschichte feiert das Festival den freien Geist, das freie Wort und das bewusst gesetzte Bild. Hohe künstlerische Qualität, erzählerische Meisterschaft, kritischer Blick, feine Beobachtung, historische Spurensuche und die Erforschung des „Gedächtnisses der Bilder” machen die Vielfalt und den Charakter des Leipziger Festivals aus.

 

DIE PRODUZENTEN

endorfilm (Prag, Tschechien) Produzent Ji?í Kone?ný schloss 2004 sein Produktionsstudium an der FAMU (Film- und Fernsehschule Prag) ab. Während des Studiums arbeitete er als Produktionsleiter bei zahlreichen Filmprojekten. 1999 gründete Ji?í Kone?ný die unabhängige Produktionsfirma endorfilm, deren erste Langfilmproduktion der Omnibusfilm RIEDGOST der drei jungen tschechischen Filmemacher Bohdan Sláma, Pavel Göbl and Tomáš Doruška war. Der Film gewann den Maxim Award für Produktion beim FAMU Festival und den FOCC’s Don Quixote Award beim Finale Festival in Plzen 2002. Der Dokumentarfilm THE BEAUTY EXCHANGE von Erika Hníková wurde 2003 mit dem Publikumspreis des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Jihlava ausgezeichnet. Daneben arbeitete Ji?í auch als Line Producer bei Bohdan Slama’s vielfach ausgezeichnetem Spielfilm SOMETHING LIKE HAPPINESS. www.endorfilm.cz

KLOOS & CO. MEDIEN GMBH (Berlin, Deutschland) Produzent Stefan Kloos studierte Anglistik, Publizistik und Kunstgeschichte in Mainz und Galway, Irland. Er begann seine Karriere als Journalist bevor er von 1994-99 als Regisseur und TV-Producer für MME Hamburg arbeitete. Hier war er u.a. verantwortlich für die renommierte 12teilige ARD-Dokumentation „POP 2000 – 50 Jahre Popmusik und Jugendkultur in Deutschland”, für die er mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 gründete er die Produktionsfirma Kloos & Co. Medien, die sich auf kreative Dokumentarfilme für TV und Kino spezialisiert hat. Seitdem hat Kloos mehr als 20 Dokumentarfilme für den internationalen Markt entwickelt bzw. produziert. Er spricht regelmäßig bei internationalen Workshops und Seminaren zum Thema Dokumentarfilm. Kloos’ Filme drehen sich um Tradition und Aufbruch und bedienen sich gerne innovativer narrativer und visueller Strukturen. Er arbeitet mit jungen Talenten und erfahrenen Regisseuren.