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Bethlehem

CREDITS

Land Israel | Belgien | Deutschland
Erscheinungsjahr 2013
Dauer 96 Min.
Sprachen Hebräisch, Arabisch

CAST

Shadi Mar’i Sanfur
Tsahi Halevy Razi
Hitham Omari Badawi
Tarek Copti Abu Ibrahim
Michal Shtemler Einat
Hisham Suliman Ibrahim
George Isandar Nassar
Yossi Eini Levi
Efrat Shnap Maya
Karem Shakur Abu Mussa
Ibrahim Sakala Tyson

CREW

Regie Yuval Adler
Drehbuch Yuval Adler & Ali Waked
Kamera Yaron Scharf
Schnitt Ron Omer
Kostümbild Lee Alembik
Art Direction Yoav Sinai
Maskenbild Orly Ronen
Musik Ischai Adar
Sound Design & Mischung Francois Dumont, Dirk Bombai
Casting Liron Zohar & Naama Zaltzman
Produzenten Talia Kleinhandler, Osnat Handelsman-Keren, Diana Elbaum, Sebastian Delloye, Steve Hudson, Sonja Ewers
Executive Produzent Ephraim Gildor
Produktion Pie Films, Entre Chien et Loup, Gringo Films
Weltvertrieb Westend Films
Verleih Real Fiction Filmverleih
In Zusammenarbeit mit: Israeli Film Fund, Jerusalem Film Fund, Film und Medien Stiftung NRW, und RealFiction Filmverleih

FESTIVALS UND PREISE
- Israelische Einreichung, Oscars ® 2014 / shortlisted als bester fremdsprachiger Film
- Gewinner des Hauptpreises Venice Days - Venice Film Festival 2013
- Israeli Film Prize 2013 (12 Nominierungen) - Bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Schnitt, bester Nebendarsteller, bestes Casting, Bester Film, bester Hauptdarsteller - Haifa Film Festival 2013
- Official Selection - Toronto International Film Festival 2013


Bethlehem
– Wenn der Feind dein bester Freund ist


Ein Film von YUVAL ADLER

Kinostart: 9. Januar 2014


Trailer

Stadt  Kino  Termin  Info   
Alpirsbach  Subiaco  ab 20.02.2014     
Bad Schwartau  Movie Star  24.06.2014     
Berlin  Babylon Mitte  ab 20.02.2014     
Berlin  B-Ware  ab 23.01.2014     
Berlin  Eiszeit  ab 09.01.2014     
Berlin  FaF  ab 09.01.2014     
Berlin  Filmrauschpalast  am 06.03.2014     
Berlin  Hackesche Hfe  ab 09.01.2014     
Berlin  Hackesche Hfe  am 08.01.2014  Premiere   
Berlin  Kant  ab 09.01.2014     
Berlin  Rollberg  ab 09.01.2014     
Berlin  Zukunft  ab 06.02.2014     
Bielefeld  Lichtwerk  am 13.05.2014     
Bocholt  Kinodrom  06.08.2014     
Bochum  Endstation  ab 09.01.2014     
Bonn  Brotfabrik  ab 09.01.2014   
Bremen  Ostertor  ab 09.01.2014   
Brhl  Zoom  15.04.2014   
Dortmund  SweetSixteen  ab 09.01.2014   
Dresden  Kino in der Fabrik  ab 09.01.2014   
Dsseldorf  Bambi  ab 09.01.2014   
Essen  Luna  ab 09.01.2014   
Esslingen  Kommunales Kino  17.04. - 23.04.2014   
Frankfurt  Filmforum Hoechst  am 09.01. - 15.01.2014   
Frankfurt  Mal Seh'n  ab 09.01.2014   
Freiburg  Friedrichsbau  ab 09.01.2014   
Freudenstadt  Subiaco  ab 13.02.2014   
Geesthacht  Kleines Theater Schillerstae  13.05.2014   
Gera  Filmclub  am 27.02.2014   
Gttingen  Lumiere  am 06.03. - 12.03.2014   
Grafing  Capitol Filmtheater  am 04.06.2014   
Halle  Zazie  ab 20.02.2014     
Hamburg  Abaton  ab 09.01.2014     
Hamburg  Abaton  am 07.01.2014  Premiere   
Hamburg  Blankeneser Kino  am 30.01. - 05.02.2014     
Hannover  Kommunales Kino  ab 09.01.2014     
Herdecke  Onikon  am 15.04. + 16.04.2014     
Herrsching  Breitwand  ab 09.01.2014     
Hilchenbach  Viktoria Filmtheater  am 27.03.2014     
Ilmenau  Hochschulfilmclub  am 20.05.2014     
Kiel  Kommunales Kino  ab 09.01.2014     
Kirchlengern  Lichtblick  am 14.03. - 18.03.2014     
Kln  Filmpalette  ab 09.01.2014     
Kln  OffBroadway  ab 09.01.2014     
Kln  OffBroadway  am 06.01.2014  Premiere   
Kln  OffBroadway  am 17.12.2013  Preview: Allerweltskino   
Leipzig  Cineding  ab 23.01.2014     
Leipzig  Schaubhne  ab 09.01.2014   
Lrrach  Free Cinema e.V.  am 04.04. - 04.06.2014   
Lbeck  Kino in der Pumpe  ab 06.02.2014   
Ludwigsburg  Caligari  9.2.+12.2.   
Mannheim  Cinema Quadrat  17.04. - 20.04.2014   
Mnchen  Arena  ab 09.01.2014   
Mnchen  Atelier  ab 09.01.2014   
Mnster  Cinema  ab 09.01.2014   
Nrnberg  Filmhaus  ab 09.01.2014   
Oberhausen  Kino im Walzenlager  am 24.04. - 29.04.2014   
Ochsenfurt  Casablanca  am 10.03. - 12.03.2014   
Oldenburg  Cine K  ab 30.01.2014   
Passau  Scharfrichter Kino  ab 27.03.2014   
Pforzheim  Kommunales Kino  am 14.03. - 17.03.2014   
Regensburg  Filmgalerie  ab 09.01.2014   
Rostock  Lichtspiel Wundervoll  am 30.01. - 05.02.2014   
Saarbrcken  Filmhaus  ab 09.01.2014   
Schorndorf  Kino kleine Fluchten  ab 27.02. - 05.03.2014   
Schramberg  Subiaco  ab. 06.02.2014   
Schwbisch Hall  Kino im Schafstall  am 30.01.-03.02.2014   
Stuttgart  Metropol  ab 09.01.2014   
Wasserburg  Utopia  ab 06.02.2014   
Weiterstadt  Kommunales Kino  09.05. - 13.05.2014   

 

Logline


BETHLEHEM handelt von der ungewöhnlichen Beziehung zwischen einem israelischen Geheimdienstoffizier und seinem jungen palästinensischen Informanten. Im Wechsel der widerstreitenden Perspektiven zeichnet der Film ein unverfälschtes Porträt seiner von Loyalitäts- und Gewissenskonflikten zerrissenen Charaktere, und gewährt einen beispiellosen Einblick in die düstere und faszinierende Welt der Geheimdienste.

 

 

Kurzsynopsis


Bethlehem beschreibt die komplexe Beziehung zwischen dem israelischen Geheimdienstoffizier Razi und seinem jungen palästinensischen Informanten Sanfur.
Sanfur ist der jüngere Bruder des gesuchten palästinensischen Untergrundkämpfers Ibrahim. Um Ibrahim aufzuspüren und zu töten, hat Razi den Jungen rekrutiert, als dieser erst 15 war, und mit der Zeit eine fast väterliche Zuneigung zu ihm entwickelt.
Sanfur, der zeitlebens im Schatten seines großen Bruders stand, genießt Razis Aufmerksamkeit. Der mittlerweile 17-Jährige versucht verzweifelt, die Forderungen des Agenten zu erfüllen und gleichzeitig seinem Bruder gegenüber loyal zu bleiben. Er führt ein Doppelleben und belügt letztendlich beide.
Als der israelische Geheimdienst entdeckt, wie tief Sanfur in die Aktivitäten seines Bruders verstrickt ist und dass Razi ganz offensichtlich die Grenzen der Professionalität überschritten hat, erteilt er diesem den Befehl, Sanfur bei einem geplanten Mordanschlag auf Ibrahim zu opfern. Während der Vorbereitungen für den Militäreinsatz zur Eliminierung des Bruders müssen Razi und Sanfur beide eine Wahl treffen, die ihr Leben für immer verändern wird.
Der israelische Regisseur Yuval Adler hat das Drehbuch zu diesem Politthriller zusammen mit dem arabischen Journalisten Ali Waked geschrieben, der mehrere Jahre im Westjordanland gelebt hat. Der Film, der auf umfangreichen Recherchen basiert, schildert perspektivübergreifend die ausweglosen Situationen und moralischen Konflikte, in die die undurchschaubare Welt der Geheimdienste ihre Protagonisten stürzt.

 

 

Anmerkung des Regisseurs


Ein Agent des israelischen Geheimdienstes erklärte mir einmal: „Um Informanten anzuwerben und gefügig zu machen, nutzen weder Gewalt, noch Einschüchterung oder Geld; der Trick ist, auf rein menschlicher Ebene eine enge Beziehung zu ihnen aufzubauen. Eine Beziehung, in der nicht nur die Informanten ihre Identität und ihre Loyalitäten infrage stellen. Auch die Agenten – insbesondere die guten – erleben häufig, dass die Grenzen verwischen.“
Die Recherchen für Bethlehem haben Jahre gedauert. Mein Co-Autor Ali Waked und ich kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen. Ich bin israelischer Jude und habe beim militärischen Nachrichtendienst gedient. Ali ist Moslem und hat viele Jahre als Journalist und Aktivist in Ramallah und Gaza gearbeitet. Es war nicht einfach, die Mitglieder der al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden und der Hamas dazu zu bewegen, etwas von sich preiszugeben. Und noch schwieriger war es, an Informationen über die Methoden des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schabak heranzukommen. Doch es ist uns gelungen, und der Weg dahin hat unser Drehbuch auf ungeahnte Weise beeinflusst.
Die Geschichte von Bethlehem ist teils in der palästinensischen, teils in der israelischen Gesellschaft angesiedelt. Sie bewegt sich zwischen der verdeckten Arbeit der Geheimdienste und großangelegten militärischen Operationen. Als Regisseur habe ich versucht, Kontraste aufzugreifen und zu verstärken, nicht sie zu unterdrücken. Das alles verbindende visuelle Element ist die Landschaft. Obwohl sie in völlig unterschiedlichen Realitäten leben, sind sämtliche Charaktere Nachbarn in diesem bitter umkämpften biblischen Land.


Die drei Hauptrollen werden von Laiendarstellern gespielt, die wir im Laufe des Castings entdeckt haben. Wir suchten nach Personen, deren Leben einen Bezug zu ihrer Figur im Film haben sollte. Tsahi Halevi hat in einer Eliteeinheit der israelischen Armee gedient und war die meiste Zeit im Westjordanland stationiert. Als er für die Rolle vorsprach, waren wir fasziniert von seinem natürlichen Auftreten vor der Kamera, von seiner frappierenden Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit. Haitham Omari ist Palästinenser und lebt in Kfar Aqab, einem Gebiet zwischen Jerusalem und Ramallah. Haitham hat zwei Intifadas mitgemacht und kennt persönlich genau solche palästinensischen Untergrundkämpfer, wie er einen im Film darstellt. Er ist ein charismatischer, beeindruckender Mann – und wir sind durch reinen Zufall auf ihn gestoßen! Und schließlich Shadi Mar’e, ein 17-jähriger Junge aus Nazareth, ein Naturtalent. Er füllte die schwierigste Rolle des Films mit Leben: einen labilen, verwirrten und gewalttätigen Jugendlichen, der in einer ausweglosen Situation gefangen ist.
Die Charaktere in Bethlehem sind innerlich zerrissen, extrem, und es ist nicht immer leicht, sie zu mögen. Dank der einzigartigen Darsteller sehen die Zuschauer die Welt mit ihren Augen. Als Regisseur habe ich versucht, ihre unvereinbaren Standpunkte miteinander zu verknüpfen, ohne Partei zu ergreifen, und ohne zu urteilen.
– Yuval Adler

 

 

Anmerkungen der Produzentin


Als ich das Drehbuch zu Bethlehem zum ersten Mal las, hat es mich umgehauen. Ich war völlig gefesselt von der Geschichte und wusste sofort, diesen Film muss ich machen. Außerdem hat mich die umfangreiche Recherchearbeit überzeugt, die in dem Projekt steckt, und die große Sorgfalt, mit der auf allen Ebenen auf jedes Detail geachtet wird.
Anders als viele andere Filme, die sich mit dem „Nahostkonflikt“ auseinandersetzen und die eindeutig für eine Seite Partei ergreifen oder eine bestimmte Botschaft vermitteln wollen, springt Bethlehem zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her. Es gilt stets die Sichtweise der Figur, die gerade von der Kamera begleitet wird, und genau das macht den Film so authentisch. Diesen Anspruch haben wir während der gesamten Produktion versucht beizubehalten, von der Auswahl der Darsteller über die Drehorte bis hin zu den Experten, die uns zur Seite standen, damit wir nichts Falsches zeigen.
Das wohl Fesselndste an diesem Film waren für mich jedoch die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen, die er schildert. Schon gleich in der ersten Szene in einem Unterschlupf des israelischen Geheimdiensts erleben wir die widersprüchlichen Ebenen der komplizierten Beziehung zwischen Razi und Sanfur, auf der die ganze Geschichte aufbaut. Zwei brüchige Charaktere, von denen jeder den anderen für seine Zwecke benutzt und die beide in vielerlei Hinsicht von ihrer Beziehung profitieren. Beiden ist das bewusst und beide spielen das Spiel weiter mit. Der Preis, den Razi für die Informationen zahlt, die Sanfur ihm beschafft, ist, dass er den Jungen gern hat. Wirklich gern hat, nicht nur so tut als ob. Hat er die Grenze überschritten oder erledigt er seinen Job nur besonders gut? Plötzlich sind sich Razis Vorgesetzte da nicht mehr so sicher. Und wir als Zuschauer sind es auch nicht. Selbst Razi zweifelt. Sanfur hingegen nimmt als Preis dafür, dass es jemanden gibt, dem er etwas bedeutet, in Kauf, ein Doppelleben führen zu müssen. Als sein Bruder von den Israelis ermordet wird, fühlt er sich schuldig und von Razi betrogen, doch selbst dann kann er nicht auf ihn verzichten, auf ihn und das Gefühl, dass Razi ihn braucht. An diesem Punkt kommt es für beide zur Bewährungsprobe.
Für mich ist das Wichtigste an dieser Geschichte, dass sie zu keinem Zeitpunkt versucht, eine klare Antwort darauf zu geben, was richtig und was falsch ist. Keine der Figuren in Bethlehem ist frei von Schuld, keine ist unverwundbar. Es gibt kein Schwarz und Weiß in diesem Film, sondern nur schmerzhafte Grautöne – wie in der Realität, in der wir hier alle leben.
-Talia Kleinhendler, Produzentin

 

 

Yuval Adler, Biografie

 


Drehbuchautor und Regisseur Yuval Adler studierte Mathematik an der Universität von Tel Aviv und promovierte nach seinem Umzug nach New York an der Columbia University in Philosophie. Parallel dazu studierte er dort Bildhauerei und Fotografie und war mit seinen Arbeiten bei mehreren aufsehenerregenden Kunstausstellungen in New York vertreten, bevor er sich ganz dem Drehbuchschreiben und der Filmregie zuwandte. Bethlehem, zu dem er das Drehbuch zusammen mit Ali Waked geschrieben hat, ist sein Spielfilmdebüt.

 

 

Ali Waked, Biografie

Drehbuchautor Ali Waked ist palästinensischer und israelischer Staatsbürger. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften im französischen Aix-en-Provence kehrte er nach Tel Aviv zurück und arbeitete dort als Journalist für Palästinafragen. Während der Zweiten Intifada lebte er zwei Jahre in Ramallah und schrieb dort hauptsächlich über deren Führer.
Ali Waked fungierte als Vermittler in zwei Entführungsfällen von Ausländern – er half Kämpfern der al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden bei ihren Verhandlungen mit der Palästinenserbehörde. Als die israelische Armee wegen „zu enger Verbindungen“ zu Führern der al-Aqsa-Brigaden zwischen 2005 und 2006 seinen Presseausweis konfiszierte, sorgte dieser Fall in Israel für Schlagzeilen. 
Bis vor kurzem war Ali Waked bei der israelischen Online-Zeitung Ynet für Palästinafragen zuständig.

 

 

HAUPTDARSTELLER

Shadi Mar‘i
als Sanfur


Shadi lebt in Mashhad in der Nähe von Nazareth. Er ist der Jüngste von vier Brüdern. Beim Casting zu BETHLEHEM war er 17 Jahre alt. Im Alter von 14 Jahren hat er angefangen, bei einer lokalen Theatergruppe mitzumachen, die von Hisham Suleiman geleitet wurde (der im Film seinen Bruder Ibrahim spielt). Nach der Schule hat er bei einem Kindertheater in Usufiya gearbeitet und er plant nun, Schauspiel zu studieren.

 

Tsahi Halevy
als Razi


Tsahi Halevy ist Musiker und Schauspieler. Er wuchs in verschiedenen Ländern auf und spricht fünf Sprachen. Er ist nach Israel zurückgekehrt, um seinen Militärdienst zu leisten. Seit mehr als einem Jahrzehnt tritt er mit der hochgelobten Tanzkompanie Mayumana in Israel und weltweit auf. Er ist einer der drei Finalisten der israelischen Reality-Show „The Voice“ und hat 2012 sein Debütalbum veröffentlicht.