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BESETZUNG

Julia Julia Jentsch
Adrian Peter Gantzler
Piotrek Maciej Stuhr
Barbara Malgorzata Hajweska
Jurek Andrzej Hudziak
Kaska Iza Kuna
Tomek Rafal Mackowiak

STAB

Buch und Regie Malgoska Szumowska
Kamera Michal Englert PSC
Schnitt Jacek Drosio
Musik Pawel Mykietyn
Ton Andrej Cecota
Produktionsdesign Anna Niemira
Kostüm Julia Jarza-Brataniec, Katarzyna Lewi?ska
Maske Dariusz Krysiak

Produzenten Raimond Goebel
Karl Baumgartner
Co-Produzenten Teresa Dworzecka
Malgoska Szumowska
Koproduktion ZENTROPA Mikael Olsen
Chefredaktion ZDF/ARTE Meinhof Zurhorst

Pandora Film & STI Studio Filmowe & Shot Szumowski

unterstützt vom Polnischen Filminstitut, der Filmstiftung NRW, dem DFFF und MEDIA Programme


33 SZENEN AUS DEM LEBEN

Ein Film von Malgoska Szumowskal

Kinostart: 13. November 2008


Trailer

 

KURZTEXT

Julia ist eine junge Frau aus behütetem Elternhaus. Ihre Mutter ist Schriftstellerin und ihr Vater ein anerkannter Filmemacher, dessen Ruhm allerdings noch aus den Zeiten des Kommunismus in Polen stammt. Als aufstrebende Künstlerin bereitet Julia eine große Ausstellung vor, ihr Mann ist Komponist und arbeitet oft im Ausland.

Im Laufe eines Jahres verändert sich diese Welt für Julia vollständig und verlangt von ihr eine völlig neue Selbstbehauptung im Leben. Sie verliert kurz nacheinander ihre Mutter und ihren Vater. Ihre Beziehung zu Piotrek, ihrem Mann, leidet unter seiner häufigen Abwesenheit. Er ist keine Stütze bei den plötzlichen Schicksalsschlägen in Julias Familie und nur Adrian, der wortkarge Assistent und Freund der Familie ist immer für sie da.

 

Julia muss sich neu orientieren in der Welt, auch wenn dies mit exzentrischen Ausbrüchen und Galgenhumor verbunden ist.

Einfühlsam balanciert der Film Tragik und Humor in einer kurzen, intensiven Lebensphase, in deren Mittelpunkt die Entwicklung eines ausgelassenen Mädchens zur erwachsenen Frau steht.

 

SYNOPSIS

Julia ist in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen. Ihre Mutter Barbara ist Schriftstellerin und ihr Vater Jurek ein anerkannter Filmemacher, dessen Ruhm allerdings noch aus den Zeiten des Kommunismus in Polen stammt. Julia arbeitet erfolgreich als Künstlerin und bereitet gerade eine große Ausstellung vor, ihr Mann Piotrek hat als Komponist oft Aufträge im Ausland. Alles scheint seinen ruhigen, gelassenen Gang zu nehmen im Leben von Julia und ihrer Familie, in der sie ihren sicheren und geschützten Ort hat.

Auch als die Mutter erkrankt und stationär im Krankenhaus behandelt werden muss, halten alle in der Familie dies nur für ein kurzes Intermezzo im Fluss des Lebens.

 

Aber die Mutter ist unheilbar erkrankt und wird sterben. Die Ärzte setzen die Angehörigen davon in Kenntnis. Ob die Mutter davon weiß, bleibt unklar - zumindest wird der drohende Tod der Mutter in der Familie nicht offen besprochen. Julia, ihre Schwester und ihr Vater versuchen weiterhin, gegenüber der Mutter Zuversicht zu verbreiten.

Außerhalb des Krankenzimmers zeigt der drohende Verlust der Mutter allerdings bei allen Wirkung: Julia flüchtet sich in ihre Arbeit, mit ihrer Schwester gibt es Reibereien, bei denen alte Familienkonflikte wieder aufbrechen und beim Vater wendet sich der Kummer gegen ihn selbst. Nur selten gelingt es der Familie, in Momenten von alberner Hysterie wieder zusammen zu finden. Das letzte gemeinsame Weihnachtsfest wird eine Groteske zwischen Verzweifelung und Ausbrüchen.

 

Selbst bei der Beerdigung der Mutter mischen sich in die Trauer absurde Szenen, in denen alte Familienkonflikte fortgeführt werden, als wollte die Familie als Ganzes nicht erwachsen werden. Julias Vater kann den Tod seiner Frau nicht verkraften und flüchtet sich immer öfter in Alkoholexzesse, denen sie hilflos gegenüber steht. Nach kurzer Zeit stirbt er überraschend an Herzversagen.

Die einzige Person in ihrer Nähe ist nun Adrian, ein wortkarger Freund der Familie, der ihr auch bei ihrer Arbeit assistiert. Immer wieder sucht sie seine Nähe. Er ist immer da, während ihr Mann Piotrek durch seine häufige Abwesenheit langsam den Kontakt zu ihr verliert. Ihre Beziehung steht auf dem Spiel und wird von Julia auch herausgefordert.

Julias Leben hat sich innerhalb eines Jahres komplett verändert. Aus der erfolgsverwöhnten Tochter wird eine selbstständige Frau, die um ihren Platz im Leben zu kämpfen hat und dies schon im Verlust der Eltern lernt. Sie versteht die Veränderungen auch als Chance und beginnt ihre Fühler auszustrecken.

 

ANMERKUNGEN DER REGISSEURIN MALGOSKA SZUMOWSKA

Die Dreharbeiten zu 33 SZENEN AUS DEM LEBEN dauerten drei Jahre. Die Zahl „33“ im Titel entstand aus verschiedenen Gründen.

Ich begann mit der Arbeit am Drehbuch zu einer seltsamen Zeit in meinem Leben. Ich war schwanger und mein 33. Geburtstag stand vor der Tür - das Christusjahr und die neue Erfahrung Mutter zu werden. Nach einem sehr stürmischen Jahr kam plötzlich die Zeit der Klarheit. Es war der Moment, sich dem zu stellen, was passiert war. Innerhalb von 6 Monaten hatte ich unerwartet meine Eltern verloren.

In der Zeit machte ich mir verschiedenste Notizen, weil diese Erfahrung so seltsam war. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Bedürfnis, Situationen und Gedanken festzuhalten.

Gleichzeitig schien alles hinter Glas zu passieren. So als beträfe es jemand anderen und nicht mich. Vielleicht war es das, was meine Notizen, die ich in einer seltsamen Ruhe aufschrieb, so sachlich erscheinen ließen. Als ich schwanger wurde, kam ich auf diese Notizen zurück und schrieb sie in kurze Szenen um. Es wurden insgesamt 33.

Ich begann, über einen Film aus diesen 33 Szenen nachzudenken. Nachdem ich das Treatment abgeschlossen hatte, wusste ich, dass jede Szene stark und außergewöhnlich genug war, um daraus einen Film zu machen.

Viele Dinge veränderten sich, während ich das Drehbuch schrieb. Ich hielt mich nicht mehr strikt an die Realität. Ich entschied mich so, weil ich wusste, dass ein Regisseur, der über sich erzählt, die Perspektive verliert. Obwohl die Endversion des Films stark mit dem übereinstimmt, was ich erlebt habe, ist es doch eine Geschichte über eine andere Person, eine andere Familie.

Was blieb, war das Gefühl, das mich diese sechs Monate meines Lebens begleitete: es erschien mir nicht real. Meine Vorstellungen von Krankheit und Tod waren so verschieden von dem, was ich fühlte, sah und erlebte, dass ich dieses Gefühl der Absurdität und das Bedürfnis, in den unangebrachtesten Momenten zu lachen, teilen musste.

33 SZENEN AUS DEM LEBEN ist ein Film über den Verlust der Kindheit, das Ende einer Lebensphase, über die Angst, die mit dem Verlust kommt.

Das ganze Leben besteht aus diesen Phasen. Sie haben einen Anfang und ein Ende.

Das Säuglingsalter, das Kindesalter, wir werden Eltern, unsere Kinder verlassen uns, wir heiraten, haben Affären, Liebhaber, die verschwinden. So entstehen neue Welten, neue Phasen. Wir vermissen, was wir bereits verloren haben und was wir nicht zurückbringen können. Man muss lernen mit dieser Vergänglichkeit umzugehen. Ist das genug für einen Film? Ich weiß es nicht... aber es ist eine große Entdeckung, wahrscheinlich weil ich sie selbst gemacht habe. Jeder von uns muss diese Erfahrung zu einen anderem Zeitpunkt in seinem Leben auf unterschiedliche Weise machen.

 

ÜBER MALGOSKA SZUMOWSKA

Geboren 1973. Tochter der Autorin Dorota Terakowska und des Dokumentarfilmers Maciej Szumowski. Regie-Studium an der Polnischen Staatlichen Filmschule (PWSFTViT) in Lodz.

Schon während des Studiums wurden ihre Filme bei Special Screenings in Cannes gezeigt. Ihr Dokumentarfilm SILENCE erhielt zahlreiche Preise auf den Festivals in Tel Aviv, Bologna, Angers und in Mexico. SILENCE wurde als einer der 14 besten Filme in der Geschichte der Filmakademie in Lodz ausgewählt.

Szumowskas HAPPY MAN wurde für den „Felix“, den Europäischen Filmpreis für das beste Debüt nominiert, und erhielt einen Special Award beim Thessaloniki Filmfestival. HAPPY MAN lief mehrere Wochen in London.

Das TIME MAGAZINE nannte Szumowska „person to watch“ und VARIETY nahm HAPPY MAN auf die TopTen-Liste der besten Filme 2001. Deborah Young schrieb: „looking for the secret of life and death the film of Szumowska evokes such masters as Kieslowski.“

Über LEBEN IN MIR schrieb VARIETY: “STRANGER is guided by a hopefulness for the best in human nature that rejects trite dramatic conclusion. In fact the final closing image is a tour de force of rare complexity, beauty and uncertainty.

Sie ist Mitglied der Europäischen Filmakademie.

 

FILMOGRAFIE MALGOSKA SZUMOWSKA

  • 2007 There is nothing to be scared of (Dokumentarfilm)
  • 2005 Slodarnosc Solicarnosc (Segment “Father)
  • 2005 Visions of Europe (Segment “Crossroad”)
  • 2004 Leben in mir (Sundance Filmfestival 2005, Berlinale Sektion Panorama, Nominierung European Film Award)
  • 2001 Dokument (Kurzfilm, Rotterdam Film Festival 2001)
  • 2000 The Ascension (Kurzfilm)
  • 2000 Happy Man (Special Award Thessaloniki Filmfestival, Nominierung European Film Award)
  • 1998 Kalesoner (Kurzfilm, Filmfest München 1999)
  • 1998 Silence (Dokumentarfilm)
  • 1998 Seven lessons of love (Dokumentarfilm)
  • 1996 Women are like flowers (Dokumentarfilm)
  • 1996 Before you disappear (Kurzfilm)

 

ÜBER JULIA JENTSCH

Geboren 1978. Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin. Sie arbeitet als Theater- und Filmschauspielerin u.a. Theaterengagements an den Kammerspielen München und dem St. Pauli-Theater Hamburg. Hat bisher mit folgenden Regisseuren zusammengearbeitet: Andreas Kriegenburg, Luk Perceval, Johann Simons, Lars Ole Walburg und Peter Zadek

FILME (AUSWAHL)

  • 2008 Effi Briest (R: Hermine Huntgeburth)
  • 2007 33 Szenen aus dem Leben (R: Malgoska Szumowska)
  • 2006 Ich habe den englischen König bedient (R: Jiri Menzel)
  • 2005 Kronprinz Rudolf (TV, R: Robert Dornhelm)
  • 2005 Sophie Scholl – Die letzten Tage (R: Marc Rothemund)
  • 2005 Schneeland (R: Hans W. Geissendörfer)
  • 2004 Die fetten Jahre sind vorbei (R: Hans Weingartner)
  • 2004 Der Untergang (R: Oliver Hirschbiegel)
  • 2001 Mein Bruder der Vampir (R: Sven Taddicken)

Sie wurde ausgezeichnet u.a. für ihre Darbietungen:

  • 2006 Oscarnominierung für „Sophie Scholl“
  • 2005 Beste Europäische Schauspielerin für „Sophie Scholl“
  • 2005 Silberner Bär als beste Schauspielerin für „Sophie Scholl“
  • 2005 Bayerischer Filmpreis als beste Newcomerin 2004
  • 2002 Preis für beste Newcomerin von THEATER HEUTE

 

ÜBER PANDORA FILMPRODUKTION

1982 gründeten die beiden Frankfurter Kinobetreiber Karl Baumgartner und Reinhard Brundig den Pandora Film Verleih. Der Name war dem Film „Die Büchse der Pandora“ von G.W. Pabst entlehnt. Schon mit den ersten Filmen, die unter diesem Label herauskamen, war die Ausrichtung klar: Filme wie Yol von Yilmaz Güney, Nostalghia von Andrej Tarkovsky oder Lebewohl meine Konkubine von Chen Kaige standen für anspruchsvolles internationales Arthouse-Kino. Schon bald bildeten sich enge Arbeitsbeziehungen zu Regisseuren wie Aki Kaurismäki oder Jim Jarmusch. Mit dem Piano von Jane Campion gelang auch kommerziell der erste große Durchbruch. Das Konzept, dem Publikum in Deutschland ausgesuchte Meisterwerke internationaler Kinematographien zu präsentieren, ging auf und Pandora Film ist einer der bedeutendsten Verleiher in diesem Marktsegment geworden.

Neben der Verleihtätigkeit übernahm Pandora Film zunehmend auch Produktionsaufgaben. Viele Projekte wurden bereits in der Entstehungsphase erworben, aus dem reinen Lizenzgeschäft erwuchsen bald auch Koproduktionen, und mit Underground von Emir Kusturica war dann der Übergang zur Produktion vollzogen.

1996 wurden die Produktionsfirmen nach Köln verlegt. 1998 wurde der Verleih in Frankfurt geschlossen und der umfangreiche Rechtestock an die Kinowelt verkauft. Veränderte Marktbedingungen, insbesondere das veränderte Ankaufverhalten der TV-Sender, sowie die massiven Strukturveränderungen durch den so genannten „Neuen Markt“ waren nur zwei der vielen auslösenden Faktoren hierfür.

In der darauffolgenden Zeit lag der Schwerpunkt der Pandora Film ganz auf Produktion und Koproduktion. Die inhaltliche Ausrichtung wurde beibehalten, alle Filme erfuhren ihre Erstauswertung im Kino. Des weiteren ist hervorzuheben, dass für alle Projekte internationale Koproduktionen zustande kamen. Pro Jahr entstehen bis zu sechs Filme. 2002 zeichnete die Filmförderungsanstalt die Firma als „Branchentiger“ aus. Mit der Koproduktion Der Mann ohne Vergangenheit von Aki Kaurismäki wurde im selben Jahr das Verleihgeschäft wieder aufgenommen.

Heute präsentiert sich Pandora Film als unabhängiges Produktions-, Vertriebs- und Verleihunternehmen, das weiterhin mit Klasse statt Masse seinen Weg geht. Im Interesse aller Kino-Interessierten sind wir bereit, der medialen Gleichschaltung entgegenzuwirken und dem Film auch unter dem Aspekt Kunst seine Existenz zu sichern. Mit 12 hoch motivierten Mitarbeitern stellen wir uns dieser Herausforderung.

www.pandorafilm.com